Beschreibung
Die Stadt Bozen und die Bildungsressorts des Landes Südtirol wollen gemeinsam die Teilnahme junger Menschen am öffentlichen Gedenken und an den politischen Gestaltungsprozessen stärken. Den Rahmen hierfür bildet eine gemeinsame Absichtserklärung, die Bürgermeister Claudio Corrarati und die beiden Bildungslandesräte Philipp Achammer und Marco Galateo vor Kurzem unterzeichnet haben. Diese neue Bildungsallianz will das gesellschaftliche Engagement und das politische Bewusstsein der Schülerinnen und Schüler stärken und ihre aktive Mitwirkung an den in der Landeshauptstadt stattfindenden Festakten und Gedenkveranstaltungen fördern.
Bozen wurde 2022 von der Regierung zur „Stadt der Erinnerung“ ernannt. Jedes Jahr gedenkt die Stadt wichtiger Persönlichkeiten, die die Geschichte in Südtirol und darüber hinaus geprägt haben, mit einem umfangreichen Erinnerungs- und Veranstaltungsprogramm. Durch solche Initiativen will man Ereignisse, die für die demokratische Entwicklung Südtirols und Italiens wesentlich waren, lebendig halten, damit die Vergangenheit stets ein Orientierungspunkt für die Gegenwart und die Zukunft bleibt.
Das gemeinsame Gedenken soll das Zugehörigkeits- und Gemeinschaftsgefühl stärken, eine Brücke zwischen den Generationen schlagen und dazu beitragen, dass die Kulturen und Menschen in diesem Land geschützt und wertgeschätzt und werden. Noch in diesem Jahr wollen die Stadt Bozen und die beiden Bildungsressorts des Landes ein Pilotprojekt auf den Weg bringen, bei dem Jugendliche die politischen Prozesse aus der Nähe begleiten und aktiv am öffentlichen Leben teilhaben können.
Darüber hinaus werden Schülerinnen und Schüler aus ganz Südtirol in Vertretung ihrer Schulgemeinschaften an offiziellen Veranstaltungen und Gedenkfeiern der Stadt teilnehmen. Das kann eine Klasse oder auch eine Schüler- bzw. Schülerinnengruppe sein, die von den Landesschulämtern ausgewählt wird und von einer Lehrkraft begleitet werden muss. Diese Teilnahmen erfolgen in einem bildungsfördernden Rahmen, der den historischen und gesellschaftlichen Stellenwert der Feierlichkeiten unterstreicht.
Diese Absichtserklärung ist ein weiterer Schritt hin zu einer noch engeren Zusammenarbeit zwischen den öffentlichen Entscheidungsträgern und den Schulen. Dadurch sollen die Jugendlichen an die Werte der Demokratie, der Beteiligung und des kollektiven Gedenkens herangeführt und zu aktiven Akteuren und Akteurinnen ihrer Gemeinschaft werden.