Beschreibung
In den vergangenen Tagen hat Bürgermeister Claudio Corrarati die Vertreter des Vereins „Felici e Scontenti“ im Rathaus empfangen. Mit Herrn Stefano Angeli und Herrn Fabio Gioachin hat der Bürgermeister darüber gesprochen, welche Probleme Menschen mit Beeinträchtigung im Verkehr und auf öffentlichen Flächen besonders zu schaffen machen. Bei dem Gespräch wurde betont, dass sich die Gemeindeverwaltung sehr für dieses Thema interessiert und eine große Sensibilität zeigt. Beispiele sind die Förderung der Kultur der Inklusion und die Wahrung der Rechte der Personen, aber auch konkrete Maßnahmen, mit denen erreicht werden soll, dass jeder und jede die Angebote der Stadt frei und selbständig nutzen kann. Dazu gehören z.B. der Abbau von architektonischen Barrieren im öffentlichen Raum, um öffentliche Flächen leichter zugänglich zu machen, oder die Verlegung von taktilen Bodenindikatoren, sogenannten Blindenleitsystemen, die es schwer sehbehinderten und blinden Menschen ermöglichen, sich selbständig auf der Straße zu bewegen. Parallel dazu initiiert die Gemeindeverwaltung in regelmäßigen Abständen Sensibilisierungskampagnen, um die Bürgerinnen und Bürger zu einem verantwortungsvollen Verhalten im Straßenverkehr anzuregen, mit besonderer Rücksichtnahme auf die eingeschränkte Mobilität von Personen mit Beeinträchtigungen.
Erwähnenswert sind in diesem Zusammenhang die Initiativen, die die Stadträtin für Schule und Mobilität der Stadtgemeinde Bozen, Johanna Ramoser angeregt hat, und die zur Zeit von einigen Schulen der Stadt umgesetzt werden. Das zentrale Thema dieser Initiativen ist die korrekte Nutzung von öffentlichen Flächen und wie die Schülerinnen und Schüler, die Lehrpersonen und die Eltern hier konkret etwas unternehmen können, um Menschen mit Beeinträchtigungen zu helfen. Ein Beispiel: Die Direktorin des Lyzeums „A. Torricelli“ in der Rovigostraße wurde gebeten, auf dem Schulgelände Flächen für das Abstellen von Fahrrädern und Motorrädern auszuweisen, damit die Fahr- und Motorräder nicht mehr auf dem Gehsteig und dem Radweg vor der Schule geparkt werden müssen. Der Geh- und der Fahrradweg bleiben also frei und sind somit auch sicherer, insbesondere für Menschen mit Beeinträchtigungen.
Ein anderer Bereich ist die Pflege des Stadtbildes. Die Gemeindeverwaltung ist bereits aktiv geworden und lässt herrenlose Fahrräder oder Fahrradteile, die an die Fahrradständer gekettet sind, entfernen. Diese Arbeiten führt das Umweltamt durch. In der Altstadt, und insbesondere im Bereich des Bahnhofes und des Waltherparks, wurden auch neue Fahrradständer installiert, die auch für das Parken von E-Bikes geeignet sind. Diese Maßnahmen wird die Gemeindeverwaltung schrittweise in der gesamten Altstadt durchführen und auf diese Weise für ein ordentliches, sauberes und gepflegtes Stadtbild sorgen.
Das Treffen zwischen dem Bürgermeister und den Vertretern des Vereins „Felici e Scontenti“ verlief sehr gut. Beide Seiten haben bekräftigt, dass sie sich weiterhin für die besprochenen
Themen engagieren werden, um ihren Beitrag zu leisten, damit die Stadt inklusiver wird. Die Gemeindeverwaltung hat zugesichert, auch in Zukunft die Mobilität so gestalten zu wollen, dass sie sicher, leicht zugänglich und auf die Bedürfnisse aller zugeschnitten ist.