Hauptteil
Loris Musy wurde am 30.07.1912 in Gragnano (Neapel) geboren.
Nach dem Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Neapel ergriff er den Beruf des Rechtsanwalts und war unter anderem für ein Kreditinstitut in Neapel tätig. 1941 wurde er einberufen und nach Feltre entsandt, um die dortigen Carabinieristationen zu leiten.
Er kämpfte während des Zweiten Weltkrieges in Jugoslawien und kehrte dann nach Feltre zurück. Seine Position behielt er auch nach dem 8. September 1943 und nach der Errichtung der Operationszone Alpenvorland bei, da die Carabinieri weiterhin als Ordnungskräfte ihren Dienst versahen.
Er hatte damit eine schwierige Rolle inne und setzte sich häufig für seine Mitbürger ein; wegen dieses Einsatzes wurde er am 3. Oktober 1944 in Feltre verhaftet. Das Schicksal der Verhaftung und Deportation ins Lager Bozen teilte er mit weiteren 113 Bürgern von Feltre.
Im Lager Bozen war er Blockältester. Er wurde am 30. April 1945 befreit.
Der Bestand Musy umfasst Dokumente, die teils aus der Zeit der Inhaftierung Loris Musys im Lager Bozen stammen (offizielle und illegale Briefe, das Dreieck des aus politischen Gründen Deportierten und die Häftlingsnummer, die Armbinde des Blockältesten), teils aus der Nachkriegszeit (Briefwechsel mit anderen Deportierten aus Feltre).
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Bozen Stadt der Erinnerung 2022