Wohnraumknappheit: Bürgermeister Corrarati empfängt Vertreter der Hauseigentümer- und Maklervereinigungen

Das Thema Wohnen zählt derzeit zu den größten Herausforderungen für die Landeshauptstadt
Veröffentlichungsdatum:

30.07.2025

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Beschreibung

Bozens Bürgermeister Claudio Corrarati hatte heute die Vertreter der wichtigsten Hauseigentümer- und Maklerverbände zu einem ersten Austausch über die schwierige Lage am Wohnungsmarkt zu Gast. Das Thema Wohnen ist derzeit eines der dringlichsten Themen für die Stadt und mit besonderen Herausforderungen verbunden.

An der Aussprache nahmen der Präsident des Verbands der Hauseigentümer Alberto Boscarolli und sein designierter Nachfolger Christoph Brandt sowie der Präsident der Südtiroler Maklervereinigung Alexander Benedetti und Carlo Perseghin, der Präsident des italienischen Maklerverbandes FIAIP teil.

Bürgermeister Corrarati betonte, dass die Wohnungsthematik derzeit in der Bevölkerung mit großer Sorge wahrgenommen werde. Gerade in der Landeshauptstadt sei die Situation aufgrund der hohen Immobilienpreise und des knappen Wohnungsangebots angespannter als anderswo. „Bereits in den ersten Tagen meiner Amtszeit habe ich aus nächster Nähe erfahren müssen, wie schwer es für viele Menschen ist, eine angemessene und bezahlbare Wohnung zu finden. Wenn wir hier nicht entschlossen gegensteuern, kann die Situation auf dem Wohnungsmarkt zu einem sozialen Risikofaktor werden und Menschen an den Rand der Gesellschaft drängen“, so Corrarati.

Ein Dach über dem Kopf zu haben ist ein Grundbedürfnis und hat für die Bürgerinnen und Bürger absolute Priorität. Doch Wohnen ist nicht nur eine Frage der Unterbringung, sondern auch eine Grundvoraussetzung für den sozialen Zusammenhalt, für gesellschaftliche Teilhabe und für ein Leben in Würde.

Die Stadtverantwortlichen wollen deshalb im ständigen Austausch mit allen Interessenvertretungen bleiben und mit ihnen gemeinsam an wirksamen Maßnahmen und Konzepten zur Linderung der Wohnungsnot arbeiten. Dazu zählt etwa eine gerechtere Steuerbelastung, der Ausbau des sozialen Wohnungsbaus, die Sanierung leerstehender oder heruntergekommener Immobilien und die Stärkung alternativer Wohnideen, etwa temporärer oder gemeinschaftlicher Wohnformen.

„Nur durch die Veränderung einzelner Stellschrauben können jedoch keine Verbesserungen erzielt werden“, so der Bürgermeister weiter. „Wir brauchen einen gesamtheitlichen Ansatz, und dieser kann nur gelingen, wenn die öffentliche Hand und die Branchenvertretungen das Thema gemeinsam, fokussiert und gezielt anpacken.“

Das heutige Treffen im Rathaus war demnach nur der Auftakt zu einer Reihe von Treffen mit den Interessenvertretungen. Perspektivisch soll in Abstimmung mit den betroffenen Akteuren

ein gemeinsamer Aktionsplan für das Wohnen erstellt werden, damit sich die Wohnsituation in der Landeshauptstadt positiv entwickeln kann.

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Letzte Änderung: 12.08.2025 10:42

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