Stadtratssitzung vom 16. Oktober 2025

Bürgermeister Corrarati präsentierte gemeinsam mit einigen Mitgliedern der Stadtregierung die wichtigsten Ergebnisse der Stadtratssitzung
Veröffentlichungsdatum:

16.10.2025

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  • Pressemitteilung
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Beschreibung

Im Nachgang zur heutigen Stadtratssitzung berichteten Bürgermeister Claudio Corrarati, Vizebürgermeister Stephan Konder, Stadträtin Johanna Ramoser und Stadtrat Claudio Della Ratta über die aktuellen Entscheidungen der Stadtregierung.

Mehr Sicherheit und Zusammenhalt im Viertel: die Nachbarschaftskontrolle

Am Beginn der Pressekonferenz erklärte Bürgermeister Corrarati, dass am morgigen Freitag, dem 17. Oktober im Europasaal im Neubruchweg die erste von mehreren Informationsveranstaltungen zur „Nachbarschaftskontrolle“ stattfinden wird. Beginn ist um 18 Uhr.

Nachbarschaftskontrolle heißt, dass sich Bürgerinnen und Bürger aus einer bestimmten Wohngegend für die Sicherheit ihres Wohngebiets engagieren, aufmerksam sind und ungewöhnliche Vorfälle und Entwicklungen im Viertel den staatlichen Polizeibehörden und der Stadtpolizei melden. Eine aufmerksame Nachbarschaft kann dazu beitragen, Kriminalität und Verwahrlosungsprobleme zu verhindern, denn niemand kennt die Situation im eigenen Viertel besser als die, die dort leben. Gerade diese Vertrautheit macht es möglich, dass Auffälliges frühzeitig erkannt wird. Nachbarschaftskontrolle bedeutet jedoch nicht nur Kriminalitätsprävention. Sie stärkt die Gemeinschaft und den Zusammenhalt unter Nachbarn und führt zu einer verlässlichen Nachbarschaftshilfe, was gerade für Menschen in schwierigen Lebenslagen besonders wichtig ist.

Über dieses Thema tauschte sich Bürgermeister Corrarati vor wenigen Tagen mit seinen Amtskollegen aus Parma und Verona aus. Damiano Tommasi, der Bürgermeister von Verona, verwies dabei auf die positiven Auswirkungen der Initiative auf die Stadt. In Verona engagieren sich mehr als 1.250 Bürgerinnen und Bürger in der Nachbarschaftskontrolle.

https://www.gemeinde.bozen.bz.it/Verwaltung/Dokumente/Fachdokumente/Die-Nachbarschaftskontrolle 

Intelligentes Stadtverkehrsmanagement

Der Stadtrat will künftig verstärkt in die Modernisierung des städtischen Verkehrsmanagements investieren und dafür die Stadtpolizei mit modernen Geräten ausrüsten. Geplant ist zunächst die Beschaffung neuer Hard- und Software für die Vernetzung und den umfassenden Einsatz der über 200 Überwachungskameras, die im Stadtgebiet installiert sind. Bereits Mitte des nächsten Jahres soll die Stadt dann mit hochmodernen digitalen Systemen ausgestattet werden, die den Stadtverkehr präventiv und anhand intelligenter Verkehrslösungen steuern, etwa, indem die Länge der Grün- und Rotphasen an den Ampeln dem Verkehrsaufkommen angepasst wird, so Mobilitätsstadträtin Johanna Ramoser und Bürgermeister Corrarati. Außerdem sollen die Fahrzeuge bei hohem Verkehrsaufkommen über Ausweichstraßen gleitet werden, noch bevor es zu Staus und Stockungen kommt. Ein besonders wichtiger Teil dieses Projekts ist das bessere Zusammenspiel mit anderen Verkehrsträgern, etwa mit der Landesverkehrsmeldezentrale, der Brenneraustobahn und der SASA. Künftig sollen die Verkehrsinformationen allen Stellen in Echtzeit zur Verfügung stehen. Die Bürgerinnen und Bürger können künftig über eine entsprechende Software in Echtzeit freie Parkplätze abfragen und dadurch unnötige Wege einsparen. Ganz allgemein gehe es in dieser Phase darum, die Stadtmobilität stärker zu digitalisieren und zu optimieren. Die Stadt wolle auf diese Weise die Lebensqualität verbessern und für einen flüssigeren, nachhaltigeren Straßenverkehr sorgen.

Neugestaltung des Geländes der ehemaligen Gorio-Kaserne in der Schlachthofstraße

Vizebürgermeister Konder, der auch Stadtrat für öffentliches und privates Bauen ist, teilte auf der Pressekonferenz mit, dass die Stadtregierung das Raumplanungsamt damit beauftragt habe, das Verfahren für die Ausarbeitung und Genehmigung des Durchführungsplans für die städtebauliche Umgestaltung des Geländes der ehemaligen Gorio-Kaserne in der Schlachthofstraße in die Wege zu leiten. Auf dem Gelände sollen zwei getrennte Bauzonen geschaffen werden, von denen eine vom Land und die andere von privaten Bauträgern bebaut wird. Dadurch soll eine unabhängige und bessere Nutzung der gesamten Immobilie ermöglicht werden. Für das Gelände ist eine gemischte Nutzung vorgesehen. Der Bebauungsindex liegt bei 3,5 m³/m². Auf der für die private Bebauung bestimmten Fläche können bis zu 150 Wohnungen entstehen.

Sicherung des Fußweges nach Runkelstein

Vizebürgermeister Konder berichtete, dass der „Kaiser-Franz-Josef-Weg“, der Fußweg, der von St. Anton zu Schloss Runkelstein führt, gesichert werden müsse. Der Stadtrat genehmigte heute die Durchführung der Ausbesserungsarbeiten und die Baukosten, die mit 330.000 Euro veranschlagt wurden. Finanziert wird der Eingriff mit Mitteln aus dem Haushaltsüberschuss. Im Zuge der Arbeiten wird ein Treppenaufgang von einem Meter Breite angelegt und ein Metallgeländer mit Handlauf und LED-Beleuchtung angebracht. Zudem wird die historische Pflasterung entlang des Fußweges ausgebessert.

Kultur: Aufwertung der Museen und neue Initiativen

Stadtrat Claudio Della Ratta, der auch für die städtischen Museen und das Stadtarchiv zuständig ist, berichtete über die gestrige Wiedereröffnung einiger Ausstellungsräume des Bozner Stadtmuseums und zeigte sich erfreut darüber, dass das Stadtmuseum am morgigen Freitag an der Langen Nacht der Bozner Museen teilnimmt. Es werde ein reichhaltiges Programm mit Führungen durch alle städtischen Museen geboten. Die Lange Nacht biete die Möglichkeit, das eine oder andere Kulturhighlight zu entdecken oder vielleicht wiederzuentdecken, und dies bei freiem Eintritt, so Stadtrat Della Ratta. Des Weiteren gab die Stadtregierung auf ihrer heutigen Sitzung grünes Licht für die Restaurierung eines Freskos aus dem 16. Jahrhundert, das kürzlich in den Lagerräumen des Stadtmuseums entdeckt wurde, sowie für ein Weihnachtskarten-Projekt des Schulmuseums, das im Dezember in Zusammenarbeit mit dem Verkehrsamt und dem Stadtmuseum angeboten wird. Kinder und Jugendliche, die das Schulmuseum besuchen, können sich darin probieren, einem lieben Menschen eine Weihnachtskarte mit Feder und Tinte zu schreiben, die dann – ganz herkömmlich - per Post verschickt wird.

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Letzter Veröffentlichungstag

16.10.2027

Ultimo aggiornamento

Letzte Änderung: 16.10.2025 16:50

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