Beschreibung
Der Bürgermeister von Bozen, Claudio Corrarati hat sich im Rathaus mit der Spitze des Handels- und Dienstleistungsverbandes Südtirol (hds) getroffen, und zwar mit dem Präsidenten des hds, Philipp Moser, dem HDS-Bezirkspräsidenten Thomas Rizzolli und der Generaldirektorin Sabine Mayr. Bei dem Gespräch, das in einer konstruktiven und freundschaftlichen Atmosphäre stattfand, wurden einige Themen angesprochen, die der Bürgermeister und die Gemeindeverwaltung als prioritär einstufen und daher so bald als möglich angehen möchten.
Zunächst hat der Bürgermeister das Thema der Sicherheit angesprochen. Die Sicherheit sei seiner Meinung nach grundlegend für das Wohlbefinden der Bevölkerung. In enger Zusammenarbeit mit den Ordnungskräften wird die Nachbarschaftskontrolle eingeführt, erklärte der Bürgermeister. Sie basiert auf der Einbindung der Bürgerinnen und Bürger, um kritischen Situationen vorzubeugen und das Gemeinschaftsgefühl zu stärken. Die Nutzung der Parks und Grünanlagen der Stadt werde neu geregelt. Er denke dabei insbesondere an den Berloffapark und den Kapuzinergarten, wo es immer wieder zu kritischen Situationen kommt.
Ein weiteres Thema, das dem Bürgermeister am Herzen liegt, ist das gepflegte Stadtbild. Er habe bereits mit der SEAB AG gesprochen. Es wird ein zusätzlicher Einsatzplan ausgearbeitet, um aus Bozen wieder eine ordentliche und saubere Stadt zu machen, in der sich die Bewohnerinnen und Bewohner und die zahlreichen Gäste wohlfühlen.
Der hds begrüßte die Pläne des Bürgermeisters und bekräftigte, dass der Verband die Gemeindeverwaltung bei diesen Vorhaben unterstützen wird, auch zum Wohle des Tourismus in der Stadt. Sehr positiv wurde bewertet, dass man künftig bei der Definition von gemeinsamen Zielen und einer klaren Vision für die Stadt zusammenarbeiten wolle.
Es wurde auch das Thema der „Nachtwirtschaft“ besprochen. Die Gemeindeverwaltung beabsichtigt, das Nachtleben auf effiziente und nachhaltige Weise zu regeln und einige Neuerungen einzuführen. Das Ziel ist es, dafür zu sorgen, dass die Stadt auch in den Abend- und Nachtstunden sicher und lebenswert ist. Daher wird daran gearbeitet, Verhaltensmuster, mit denen gegen die Regeln und den guten Anstand verstoßen wird, zu bekämpfen und die Angebote zu verbessern, um ein gutes Gleichgewicht zwischen der Nachtruhe der Anrainer und den Wünschen der Nachtschwärmer zu schaffen.
Bürgermeister Corrarati stellte weiters die ersten konkreten Verkehrsmaßnahmen vor, die gewährleisten sollen, dass der Verkehr zu jeder Tages- und Nachtzeit reibungslos läuft. Dies sei zum Vorteil aller, der Bevölkerung, der Wirtschaftstreibenden und der Touristen.
Man strebe eine enge und offene Zusammenarbeit mit allen Akteuren an, sagte Bürgermeister Corrarati. Er glaube fest daran, dass man nur in einer engen Zusammenarbeit gute Lösungen erarbeiten könne, die auf die Bedürfnisse der Bevölkerung abgestimmt sind. Die neue Stadtregierung werde sich bei ihrer Arbeit vor allem auf die Themen Sicherheit, ein gepflegtes Stadtbild, Tourismus und die intelligente Nutzung der Flächen und Zeiten der Stadt konzentrieren, sagte Corrarati abschließend.
Der hds bekräftigte, die Gemeindeverwaltung bei der Umsetzung ihrer Vorhaben unterstützen zu wollen, um gemeinsam Synergien zu entwickeln und aktiv an der Entwicklung einer modernen, nachhaltigen und attraktiven Stadt zu arbeiten. Der HDS hat auch den Wunsch geäußert, dass der Bürgermeister selbst die Zuständigkeiten für Stadtentwicklung und Stadtmarketing übernimmt, und dass die Zuständigkeiten im Bereich der Wirtschaft in den programmatischen Richtlinien der neuen Stadtregierung Berücksichtigung finden, denn die programmatischen Richtlinien spiegelten die künftige strategische Ausrichtung der Stadt wider und seien von großer Bedeutung für die Vitalität der Wirtschaft Bozens. Ein anderes Thema, das noch angegangen werden muss, seien die Taxi-Lizenzen. Auch hier äußerte der HDS den Wunsch, dass die geltende Taxiordnung eine Revision unterzogen wird.
Nach dem Treffen sagten beide Seiten, ab heute eng und offen zusammenarbeiten zu wollen, im ständigen Austausch und für gemeinsame Visionen.