Beschreibung
Die Stadt Bozen hat in den letzten Jahren mit Geldern aus dem staatlichen Aufbaufonds PNRR mehrere große Digitalisierungs- und Modernisierungsprojekte im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik auf den Weg gebracht und nunmehr abgeschlossen. Insgesamt 1.331.797 Euro wurden zur Finanzierung dieser Projekte bereitgestellt.
Durch die insgesamt sieben PNRR-finanzierten Digitalisierungsvorhaben, die die Stadt in den letzten Jahren umgesetzt hat, konnte die Stadt die digitale Transformation aktiv gestalten und wesentlich beschleunigen. Heute wurden die Projekte im Rahmen einer Pressekonferenz im Rathaus von Bozens IT-Stadtrat Tritan Myftiu im Beisein der projektverantwortlichen Abteilungsleiterin Danila Sartori und von Massimo Torresani, dem Leiter der Sondereinheit für die digitale Transformation, vorgestellt.
Durch die Umsetzung dieser Digitalisierungsvorhaben sei es gelungen, die gesamte digitale Infrastruktur der Stadt zu modernisieren und die Bereitstellung der Dienstleistungen sowohl für Privatpersonen als auch für Unternehmen bedarfsorientierter zu gestalten und zu beschleunigen, so Stadtrat Myftiu. Zunächst wurde im Jahr 2022 die Migration des Datencenters in die nationale Cloud-Infrastruktur in Angriff genommen, die hohe IT-Sicherheitsstandards und einen besseren Datenschutz gewährleistet. In der Folge wurde die Beteiligung der Stadt an der Nationalen Digitalen Datenplattform in die Wege geleitet. Über diese Plattform kann die Stadt mit anderen öffentlichen Behörden einfach, sicher und datenschutzkonform Informationen austauschen. Ein weiterer Schritt in Richtung einer modernen Verwaltung wurde durch die Nutzung der Zustellungsplattform SEND vollzogen. Dadurch können rechtlich relevante Schreiben, wie Verwaltungs- oder Bußgeldbescheide, künftig auch digital und damit schneller und kostengünstiger zugestellt werden. Durch den Anschluss an das nationale Hausnummern- und Verkehrswegearchiv sind Straßen und Hausnummern nun eindeutig identifizierbar. Dies bringt große Erleichterungen sowohl für die Stadtplanung als auch für den Bevölkerungsschutz und Rettungsdienste, weil die Adressen nunmehr eindeutig sind. Auch die Website der Stadt wurde überarbeitet und nutzerfreundlicher gestaltet. Durch die flächendeckende Einführung des digitalen PagoPA-Zahlungssystems können Zahlungen an die Stadt nun noch sichererer und schneller durchgeführt werden. Und der neue digitale Zugriff auf das nationale Melde- und Standesamtsregister sorgt dafür, dass künftig jederzeit rechtsgültige Bescheinigungen heruntergeladen werden können.
Stadtrat Myftiu dankte dem gesamten IT-Bereich der Stadtverwaltung für die erfolgreiche Umsetzung der PNRR-finanzierten Digitalisierungsagenda. „Dies ist ein wichtiger Meilenstein für die Stadtverwaltung. Am Ziel angelangt sind wir damit allerdings noch nicht. Vielmehr haben wir mit großem Elan den Grundstein für eine nachhaltige, zuverlässige und sichere IT-Infrastruktur gelegt, die jedoch auch weiterhin stetige Innovation und Weiterentwicklung erfordert, damit wir den Bürgerinnen und Bürgern einen immer besseren Service bieten können“, so Stadtrat Myftiu.
Im Rahmen der Pressekonferenz wurde schließlich auch auf den Digitalisierungsgrad in Italien und in Südtirol eingegangen: Rund 90 % der Italienerinnen und Italiener nutzen das Internet täglich, und mehr als die Hälfte von ihnen hat bereits Online-Dienste der öffentlichen Verwaltung in Anspruch genommen. In Südtirol ist die Nutzung des Internets noch weiter verbreitet: Hier verfügen 93 % der Haushalte über einen Internetzugang, fast neun von zehn Personen nutzen das Internet täglich und etwa die Hälfte der Bevölkerung hat im letzten Jahr die Online-Dienste der öffentlichen Verwaltung in Anspruch genommen.