Projekt ITAT – 62 – 013 – SocialAlps Interreg VI-A Italien-Österreich 2021-2027 – 3. Aufruf Priorität 5 – Abbau von grenzüberschreitenden Hindernissen |
Programm und Priorität
Priorität 5 – Abbau von grenzüberschreitenden Hindernissen
Interreg (SZ) Spezifisches Ziel: Verbesserung der Effizienz der öffentlichen Verwaltungsstellen durch Förderung ihrer Zusammenarbeit auf den Gebieten Recht und Verwaltung sowie der Zusammenarbeit zwischen Bürgern, den Akteuren der Zivilgesellschaft und den Institutionen, insbesondere mit dem Ziel, rechtliche und sonstige Hindernisse in Grenzregionen zu beseitigen.
Spezifische Interreg-Maßnahme: Formulierung und/oder grenzüberschreitender Politiken
Projektpartner
- GAL Prealpi e Dolomiti (Lead Partner)
- Gemeinde Belluno
- Gemeinde Bozen
- Gemeinde Innsbruck
- Gemeinde Trient (assoziierter Partner)
Projektbeschreibung
Das Projekt „SOCIAL-ALPS – Umsetzung der Sozialcharta der Alpen“ wurde ins Leben gerufen, um die administrativen und rechtlichen Barrieren zu überwinden, die eine engere Zusammenarbeit im Alpenraum erschweren.
Grundlage des Projekts bildet die Sozialcharta der Alpen, ein strategisches Grundsatzdokument, das am 25. März 2025 von den Städten Belluno, Bozen, Innsbruck und Trient – den sogenannten „Vier Sozialhauptstädten der Alpen“ – unterzeichnet wurde. Mit der Unterzeichnung verpflichten sich die vier Städte, gemeinsame soziale Herausforderungen im Alpenraum partnerschaftlich anzugehen.
Derzeit unterscheiden sich die Systeme der sozialen Dienste und der Wohlfahrtspflege in den beteiligten Regionen erheblich. Diese Unterschiede erschweren die Zusammenarbeit zwischen Verwaltungen, Fachkräften und Organisationen.
Um diese Hindernisse abzubauen, gliedert sich das Projekt in drei aufeinander aufbauende Phasen.
In der ersten Projektphase wird eine rechtliche Analyse durchgeführt, um die Einführung geeigneter Regelungen zur Förderung der grenzüberschreitenden Mobilität von Fachkräften im Sozialbereich sowie die Durchführung von Studienbesuchen zwischen den beteiligten Einrichtungen zu erproben.
Dadurch sollen der Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen Mitarbeitenden der öffentlichen Verwaltungen, politischen Entscheidungsträgern und Organisationen des Dritten Sektors nachhaltig gefördert und strukturell verankert werden.
Die zweite Phase konzentriert sich auf die Aus- und Weiterbildung der im Sozialbereich tätigen Fachkräfte. Ziel ist es, gemeinsame Kompetenzen auszubauen, bewährte Verfahren auszutauschen und die fachlichen Arbeitsansätze der beteiligten Regionen stärker aufeinander abzustimmen.
In der dritten Phase wird das entwickelte Kooperationsmodell im Rahmen lokaler Pilotprojekte erprobt. Die Umsetzung erfolgt durch eine multidisziplinäre und grenzüberschreitend arbeitende Task Force.
Die Gemeinde Bozen übernimmt die Koordination eines Pilotprojekts zur Verbesserung der Wohnsicherheit und der häuslichen Betreuung durch den Einsatz von Lösungen im Bereich Assisted Active Living (AAL).
Geplant ist die Einführung digitaler und technologischer Assistenzsysteme in gemeindeeigenen Wohnungen für begleitetes und betreutes Wohnen. Die Auswahl der eingesetzten Lösungen erfolgt gemeinsam mit der projektübergreifenden Task Force.
Zur operativen Umsetzung der Projektziele haben die Unterzeichner der Sozialcharta der Alpen die Föderation für das Sozial- und Gesundheitswesen ETS in Bozen offiziell mit der Koordination der Arbeitsgruppe beauftragt.
Die Föderation übernimmt die organisatorische und inhaltliche Koordination, die Moderation der Zusammenarbeit in deutscher und italienischer Sprache sowie Beratungs-, Dokumentations- und Unterstützungsaufgaben während der gesamten Projektlaufzeit.
Projektlaufzeit
01.04.2026 – 31.12.2027
Förderbetrag
Dem Projekt insgesamt zugewiesene Fördermittel:
759.811,50 €
Gesamtkosten des Projektpartners PP2 – GEMEINDE BOZEN (BLZ):
191.480,00 €, davon:
- EFRE: 153.184,00 € (80 %)
- Nationaler Kofinanzierungsbeitrag: 38.296,00 € (20 %)
- Eigenmittel: 0,00 € (0 %)
Zuständige Organisationseinheit
Abteilung für Dienste an die örtliche Gemeinschaft (4.0.0)
Ansprechpartner
- Projektleiter: Dr. Carlo Alberto Librera
- Projektmitarbeiterin: Dr.in Sofia Bonvicin
- Projektmitarbeiterin: Dr.in Milena Brentari