SOCIAL-ALPS: Die Sozialcharta der Alpen umsetzen

Interreg VI-A Italien-Österreich 2021-2027: Grenzüberschreitende Zusammenarbeit für Innovation und soziale Kohäsion im Alpenraum

Veröffentlichungsdatum:

15.07.2026

© https://interreg.net - Creative Commons Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)

Beschreibung und Ziel

Projektziele

Das Projekt „SOCIAL-ALPS – Umsetzung der Sozialcharta der Alpen“ verfolgt das Ziel, administrative, rechtliche und bürokratische Hürden abzubauen, die die grenzüberschreitende Mobilität von Akteurinnen und Akteuren im Sozialbereich sowie die operative Zusammenarbeit zwischen Einrichtungen im Alpenraum erschweren.

Gleichzeitig soll die Fähigkeit der öffentlichen Verwaltungen gestärkt werden, auf neue gesellschaftliche Herausforderungen innovativ zu reagieren. Das Projekt leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Aufbau eines mehrstufigen und innovativen Modells der grenzüberschreitenden Governance sowie zur Stärkung der Verwaltungskapazitäten in den Grenzregionen.

Details

   

Projekt ITAT – 62 – 013 – SocialAlps
Interreg VI-A Italien-Österreich 2021-2027 – 3. Aufruf
Priorität 5 – Abbau von grenzüberschreitenden Hindernissen

Programm und Priorität

Priorität 5 – Abbau von grenzüberschreitenden Hindernissen

Interreg (SZ) Spezifisches ZielVerbesserung der Effizienz der öffentlichen Verwaltungsstellen durch Förderung ihrer Zusammenarbeit auf den Gebieten Recht und Verwaltung sowie der Zusammenarbeit zwischen Bürgern, den Akteuren der Zivilgesellschaft und den Institutionen, insbesondere mit dem Ziel, rechtliche und sonstige Hindernisse in Grenzregionen zu beseitigen.

Spezifische Interreg-Maßnahme: Formulierung und/oder grenzüberschreitender Politiken

Projektpartner

  • GAL Prealpi e Dolomiti (Lead Partner)
  • Gemeinde Belluno
  • Gemeinde Bozen
  • Gemeinde Innsbruck
  • Gemeinde Trient (assoziierter Partner)

Projektbeschreibung

Das Projekt „SOCIAL-ALPS – Umsetzung der Sozialcharta der Alpen“ wurde ins Leben gerufen, um die administrativen und rechtlichen Barrieren zu überwinden, die eine engere Zusammenarbeit im Alpenraum erschweren.

Grundlage des Projekts bildet die Sozialcharta der Alpen, ein strategisches Grundsatzdokument, das am 25. März 2025 von den Städten Belluno, Bozen, Innsbruck und Trient – den sogenannten „Vier Sozialhauptstädten der Alpen“ – unterzeichnet wurde. Mit der Unterzeichnung verpflichten sich die vier Städte, gemeinsame soziale Herausforderungen im Alpenraum partnerschaftlich anzugehen.

Derzeit unterscheiden sich die Systeme der sozialen Dienste und der Wohlfahrtspflege in den beteiligten Regionen erheblich. Diese Unterschiede erschweren die Zusammenarbeit zwischen Verwaltungen, Fachkräften und Organisationen.

Um diese Hindernisse abzubauen, gliedert sich das Projekt in drei aufeinander aufbauende Phasen.

In der ersten Projektphase wird eine rechtliche Analyse durchgeführt, um die Einführung geeigneter Regelungen zur Förderung der grenzüberschreitenden Mobilität von Fachkräften im Sozialbereich sowie die Durchführung von Studienbesuchen zwischen den beteiligten Einrichtungen zu erproben.

Dadurch sollen der Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen Mitarbeitenden der öffentlichen Verwaltungen, politischen Entscheidungsträgern und Organisationen des Dritten Sektors nachhaltig gefördert und strukturell verankert werden.

Die zweite Phase konzentriert sich auf die Aus- und Weiterbildung der im Sozialbereich tätigen Fachkräfte. Ziel ist es, gemeinsame Kompetenzen auszubauen, bewährte Verfahren auszutauschen und die fachlichen Arbeitsansätze der beteiligten Regionen stärker aufeinander abzustimmen.

In der dritten Phase wird das entwickelte Kooperationsmodell im Rahmen lokaler Pilotprojekte erprobt. Die Umsetzung erfolgt durch eine multidisziplinäre und grenzüberschreitend arbeitende Task Force.

Die Gemeinde Bozen übernimmt die Koordination eines Pilotprojekts zur Verbesserung der Wohnsicherheit und der häuslichen Betreuung durch den Einsatz von Lösungen im Bereich Assisted Active Living (AAL).

Geplant ist die Einführung digitaler und technologischer Assistenzsysteme in gemeindeeigenen Wohnungen für begleitetes und betreutes Wohnen. Die Auswahl der eingesetzten Lösungen erfolgt gemeinsam mit der projektübergreifenden Task Force.

Zur operativen Umsetzung der Projektziele haben die Unterzeichner der Sozialcharta der Alpen die Föderation für das Sozial- und Gesundheitswesen ETS in Bozen offiziell mit der Koordination der Arbeitsgruppe beauftragt.

Die Föderation übernimmt die organisatorische und inhaltliche Koordination, die Moderation der Zusammenarbeit in deutscher und italienischer Sprache sowie Beratungs-, Dokumentations- und Unterstützungsaufgaben während der gesamten Projektlaufzeit.

Projektlaufzeit

01.04.2026 – 31.12.2027

Förderbetrag

Dem Projekt insgesamt zugewiesene Fördermittel: 
759.811,50 €

Gesamtkosten des Projektpartners PP2 – GEMEINDE BOZEN (BLZ):
191.480,00 €, davon:

  • EFRE: 153.184,00 € (80 %)
  • Nationaler Kofinanzierungsbeitrag: 38.296,00 € (20 %)
  • Eigenmittel: 0,00 € (0 %)

Zuständige Organisationseinheit

Abteilung für Dienste an die örtliche Gemeinschaft (4.0.0)

Ansprechpartner

  • Projektleiter: Dr. Carlo Alberto Librera
  • Projektmitarbeiterin: Dr.in Sofia Bonvicin
  • Projektmitarbeiterin: Dr.in Milena Brentari

Projektfortschritt

Seit der Unterzeichnung der Sozialcharta der Alpen hat die Arbeitsgruppe der „Vier Sozialhauptstädte“ insgesamt zehn Arbeitstreffen in Trient, Bozen, Belluno und Innsbruck durchgeführt.

Am 19. Juni 2026 fand in Belluno außerdem die Tagung „Sozialer Wandel in den Provinzhauptstädten" statt.

Die Veranstaltung bot den Projektpartnern die Möglichkeit, sich über die wichtigsten gesellschaftlichen Entwicklungen im Alpenraum auszutauschen und gemeinsame Strategien für die Bewältigung aktueller und zukünftiger Herausforderungen zu entwickeln.

Die bisher umgesetzten Aktivitäten zeigen das große Engagement aller Projektpartner sowie der Föderation für das Sozial- und Gesundheitswesen beim Aufbau eines starken grenzüberschreitenden Netzwerks im Sozialbereich. Ziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen den Akteurinnen und Akteuren nachhaltig zu stärken und eine gemeinsame, inklusive und zukunftsorientierte Sozialentwicklung im Alpenraum zu fördern.

Aktiv

Weitere Anhänge

Sozialcharta der Alpen

Strategisches Grundsatzdokument, das am 25. März 2025 von den Städten Belluno, Bozen, Innsbruck und Trient – den sogenannten „Vier Sozialhauptstädten der Alpen“ – unterzeichnet wurde.

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