Zunftwesen

Stadtmuseum Bozen
Veröffentlichungsdatum:

06.06.2023

Hauptteil

Zunftzeichen der Rädermacher, Holz geschnitzt und vergoldet, 18.-19. Jh.

Die Geschichte der Stadt Bozen wird im Stadtmuseum anhand einer Reihe von Objekten der verschiedenen Handwerkszünfte thematisiert. Vertreten sind die Zünfte der Tischler, Fassbinder, Bäcker und Müller, Schneider, Weber, Gerber, Radmacher, Schmiede, Schuster, Zimmerleute, Sattler, Seiler.

Zunftlade der Tischler, H. Kipferle, Holz geschnitzt und eingelegt, 1561

In den Holzkassetten, die normalerweise Intarsien mit dem Zunftzeichen tragen, wurden die Zunftordnung und andere wichtige Dokumente der Bruderschaft aufbewahrt. Zum Schutz der eigenen Berufsgemeinschaft stellte diese den Gesellen auf ihrer Wanderschaft zur Ausbildung zum Meister auch die Dienstzeugnisse aus (das Museum besitzt einige davon).

Zunftzeichen der Binder, Holz geschnitzt, bemalt, vergoldet und versilbert, 17.-18. Jh.

Das Zunftzeichen zeigte im Gastlokal den Stammtisch auf, bei welchem die offiziellen Versammlungen abgehalten wurden. Kannen, Pokale und Teller fanden hingegen bei den gesellschaftlichen Treffen der Zünfte Verwendung. Neben ihrer symbolischen Funktion zeugten diese Gegenstände, je nach dem mit welcher Sorgfalt sie ausgeführt wurden, vom Reichtum der Zunft. Unter den in der Stadt vertretenen Zünften war die der Fassbinder die wichtigste.

***

Weitere Informationen

Veröffentlichungsdatum

06.06.2023

Lizenz

Creative Commons Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)
Sito web e servizi digitali OpenCity Italia · Zugriff auf Site-Editoren