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| Walter Masetti Arbeiter der Lancia-Niederlassung in Bozen Sala Bolognese (Bologna) 13.03.1910 – Gusen 20.02.1945 |
Walter Masetti wurde am 13.03.1910 a Sala Bolognese (Provinz Bologna) geboren. Schon im Jugendalter war er Mitglied der Kommunistischen Partei Italiens; 1930 wurde er vom faschistischen Sondergericht verhört, da er unter höchstem Verdacht stand, die KPI wieder ins Leben rufen zu wollen. Er wurde in Castelmauro (Provinz Campobasso) bis zum Jahre 1933 konfiniert. Dann mit seiner Ehefrau Libera Arstani kam er nach Bozen, wo er bei der Firma Lancia in der Industriezone arbeitete und zugleich seine geheime Tätigkeit weiterführte. Nachdem die deutsche Besatzung der Operationszone Alpenvorland mit Hauptstadt Bozen im September 1943 in Kraft getreten war, schloss sich Masetti dem städtischen Befreiungskomitee unter der Leitung von Manlio Longon. Er wurde am Arbeitstisch am 19.12.1944 von der Gestapo verhaftet, dann verhört und gefoltert. Später wurde er in den Zellenblock des Pol. Durchgangslagers in Bozen mit der Matrikelnummer 7.458 verschleppt. Auf Viehwaggonen fuhr dann der Transport vom 1. Februar 1945 von Bozen mit Endstation Mauthausen ab. Im KZ Mauthausen erhielt er eine neue Matrikelnummer. Zwei Wochen lang blieb er in Quarantäne, nachdem er ins Außenlager Gusen deportiert wurde. Er starb im selben Monat. Im Gusen Memorial erinnert eine Gedenktafel an ihn.
Walter Masetti wird in Bologna seit der Nachkriegszeit am zentralen Nettuno-Platz (Sacrario dei Partigiani) zusammen mit hunderten von Widerstandskämpfern aus Bologna erinnert, die ihr Leben im Kampf gegen Faschismus und Nazionalsoziliasmus verloren. In Bozen trägt seit 1989 ein Kulturkreis (Circolo Culturale Walter Masetti nun ExNovo) seinen Namen.
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Die "Sieben von Gusen"