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| Tullio Degasperi Fabrikfacharbeiter der Magnesio in Bozen Ala (Trient) 24.07.1906 – Gusen 28.04.1945 |
Tullio Degasperi wurde am 24. Juli 1906 in Ala (Provinz Trento) geboren. Er wohnte mit Ehefrau und den zwei Kindern in Trient und fuhr jeden Tag nach Bozen, wo er als Elektromechaniker in der Firma Magnesio e Leghe di Magnesio di Bolzano in der Industriezone arbeitete. Nachdem die deutsche Besatzung der Operationszone Alpenvorland mit Hauptstadt Bozen im September 1943 in Kraft getreten war, schloss sich Degasperi dem städtischen Befreiungskomitee unter der Leitung von Manlio Longon. Er fungierte als Gruppenverantwortlicher der Kommunistischen Partei Italiens und Partisan der sog. GAP (Gruppi di Azione Patriottica), Deckname “Ivan”. In seinen höchst riskanten Aufgaben gehörten der Einsatz eines geheimen Verfielfältigungsapparates und die Verteilung von Anti-Nazi-Propagandamaterial; er diente auch dem Informationsnetz der geheimen alliierten Mission „Imperative“. Er wurde am Arbeitstisch von der Gestapo am 17. Dezember 1944 verhaftet, dann verhört und gefoltert. Später wurde er in den Zellenblock des Pol. Durchgangslagers in Bozen verschleppt. Auf Viehwaggonen fuhr dann der Transport vom 1. Februar 1945 von Bozen mit Endstation Mauthausen ab. Im KZ Mauthausen erhielt er eine neue Matrikelnummer: 126.162. Nach der Quarantäne wurde er am 16. Februar in das Außenlager Gusen 1 deportiert, hier starb er am 28. April 1945. Im Gusen Memorial erinnert eine Gedenktafel an ihn, welche von seinen Söhnen gelegt wurde.
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Die "Sieben von Gusen"