Hauptteil
Die Sammlungen des Stadtmuseums gehen wesentlich auf den 1882 gegründeten Museumsverein zurück. Zunächst wurde gezielt Kirchenkunst des Mittelalters – Malerei, Plastik, Metallarbeiten – gesammelt, aber schon 1885 begann man mit dem Ankauf der Tiroler Trachten-Figurinen. Daneben erwarb man auch historische Waffen und Objekte mit Bezug zur Geschichte Tirols, Grafiken, Fotos, Textilien, Gläser, Keramiken und sogar archäologische Funde.
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| Stein mit zwei venetischen Inschriften 5.-1. Jahrhundert v. Chr. Fundort: Monte Pore, Livinallongo (Buchenstein) Feiner, graubrauner Sandstein | |
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Gemäß dem vorherrschenden Bildungsideal, das Schöne mit dem Nützlichen zu verbinden, fanden im 1905 eröffneten Museumsneubau auch Unterrichtsräume der staatlichen Kunstgewerbeschule Platz. Private natur- und volkskundliche Sammlungen bereicherten die Dauerausstellung. Vor allem gelang es dem Museumsverein die umfangreiche Sammlung des Bozner Lehrers Karl Wohlgemuth anzukaufen. Nach turbulenten Jahrzehnten, die 1915 mit dem Ersten Weltkrieg begannen und bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 andauerten, wurden die Sammlungsbestände durch gezielte Erwerbungen seitens der Gemeinde Bozen und des Museumsvereins, aber auch durch Sicherstellungen, die die Denkmalpflegebehörde in Kirchen vornahm, bereichert. | |
>> Room 4 – The Museum’s collections
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