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| Gerolamo Meneghini Arbeiter der Feltrinelli Masonite in Bozen Arsiero (Vicenza) 16.10.1912 – Gusen 04.04.1945 |
Gerolamo Meneghini wurde am 16.10.1912 in Arsiero (Provinz Vicenza) geboren. Er zog mit seiner Familie nach Bozen, wo er bei der Firma Feltrinelli Masonite in der Industriezone tätig war. Seine Ehefrau Maria Lanaro und der kleine Sohn Luigi kehrten aber nach Arsiero wieder zurück, wo sie auf Gerolamo warten wollten, der 1940 inzwischen zum Wehrdienst eingezogen war (5o Reggimento Artiglieria in Riva del Garda). Nachdem die deutsche Besatzung der Operationszone Alpenvorland mit Hauptstadt Bozen im September 1943 in Kraft getreten war, schloss sich Meneghini dem städtischen Befreiungskomitee unter der Leitung von Manlio Longon. Er fungierte als Gruppenverantwortlicher und aktitver Propagandist für die Partisanenbewegung. Durch seine heimliche und hochriskante Tätigkeit erwarb er Waffen, Männer und Geldmittel. Mittels Funkübertragung war er mit den Alliierten in Kontakt. Am 23.12.1944 wurde er in Bozen verhaftet. Nach Verhören und Mißhandlugen wurde er im Zellenblock des Pol. Durchgangslagers in Bozen mit der Matrikelnummer 7.506 verschleppt. Auf Viehwaggonen fuhr dann der Transport vom 1. Februar 1945 von Bozen mit Endstation Mauthausen ab. Im KZ Mauthausen erhielt er eine neue Matrikelnummer: 126.288. Zwei Wochen lang blieb er in Quarantäne, nachdem er am 17.02.1945 ins Außenlager Gusen 2 (Bergkristall) deportiert wurde, wo er am 4. April 1945 starb. Im Gusen Memorial erinnert ein Fotoportrait an ihn.
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Die "Sieben von Gusen"