Gedenktafel am Eingang zum ehemaligen NS-Lager

Gedenktafel an der Hausnummer 80 in der Reschenstraße zum Gedenken an die Opfer der Deportation
Veröffentlichungsdatum:

10.02.2026

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Anlässlich des Gedenktages 2026, am 27. Januar, wurde in der Reschenstraße 80, an der Stelle, an der sich während des Zweiten Weltkrieges der Eingang zum ehemaligen NS-Durchgangslager befand, eine neue Gedenkfläche sowie eine Gedenktafel eingeweiht.

Es ist ein symbolträchtiger Ort, jener vor dem Mehrfamilienhaus des Wohnbauinstituts in der Reschenstraße 80, ein Ort, der von einem der dramatischsten Kapitel des 20. Jahrhunderts zeugt. An diesem Ort befand sich zwischen 1944 und Kriegsende der Eingang zu einem von den Nationalsozialisten betriebenen Durchgangslager. Nach dem Krieg wurde diese Fläche in ein soziales Wohnungsbauprojekt eingegliedert, sodass die historischen Zusammenhänge zusehends in den Hintergrund rückten. Nun hat die Stadt diesen schicksalhaften Ort wieder in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt und in enger Abstimmung mit dem Wohnbauinstitut in eine würdevolle Gedenkstätte verwandelt.

Das Grundstück, das dem Wohnbauinstitut gehört und in der nächsten Zeit auf die Stadt Bozen übergehen wird, wurde in den letzten Monaten aufbereitet und saniert. Dabei ging es weniger um die baulichen Eingriffe an sich, als vielmehr um ein Zeichen des Respekts und eine Maßnahme von tiefer Menschlichkeit. Treibende Kraft dieses Projekts war eine Gruppe von Mieterinnen und Mietern, die entschlossen dafür warben, die historische Dimension dieses Ortes sichtbar zu machen und ihn mit all seiner Symbolik für die Allgemeinheit angemessen aufzubereiten.

Abschließend wurde eine mehrsprachige Gedenktafel angebracht, die offiziell den Abschluss der Maßnahmen markiert.

     
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Geschichte und Erinnerung: das NS-Lager in Bozen

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10.02.2026

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