Städtischer Friedhof in Bozen

Innerhalb des Friedhofs in Bozen befinden sich der jüdische Friedhof, der evangelische Friedhof und der islamische Friedhof - Shuttle-Service verfügbar

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Beschreibung

Friedhof

1923 beschloss die Stadtgemeinde Bozen, einen neuen Friedhof in Oberau zu errichten, und zwar direkt angrenzend an den bereits bestehenden jüdischen und evangelischen Friedhof.

Das Stadtbauamt arbeitete im Jahr 1924 unter der Leitung des Architekten Gustav Nolte (1877-1924) ein erstes Projekt aus, das drei Jahre später von den Gemeindetechnikern abgeändert wurde. Nach der ersten Bauphase der Jahre 1928-1930 präsentierte sich der neue Friedhof in folgender Form: Er bestand aus einem Eingangsbereich (im Westen) mit einem dreibogigen zentralen Portikus und seitlichen Flügeln; einer 12 Meter hohen Einsegnungskapelle (im Osten), in der Form eines Zentralbaus errichtet und von einem Vierungsturm überragt; einem halbkreisförmigen Gebäude (im Osten) mit Portikus und seitlichen Flügeln; zwei Monumentalzonen (einer großen und einer kleinen) und verschiedenen Bestattungsbereichen. Im Jahr 1933 wurden im Norden sieben von Marius Amonn und August Fingerle geplante Arkaden hinzugefügt, um dort die Gräber der Ordens- und Weltgeistlichen zu beherbergen. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde der Friedhof gegen Süden und Osten hin erweitert. 1998/99 erbaute man auf Grundlage des Projekts von Architekt Renzo Gennaro das Krematorium mit zwei Öfen, das im Jahr 2000 eingeweiht wurde. Angrenzend an das Krematorium wurde schließlich ein Trauersaal errichtet, der im Falle von Einäscherungen für Trauerfeiern sowohl katholischen Glaubens als auch für Laien oder andere nichtkatholische Totenmessen genutzt wird.

Auf dem Friedhof befinden sich:

- die Familienkapellen

Unter den Familienkapellen sind im Besonderen hervorzuheben: die Kapelle Kößler mit einem aus dem Jahr 1828 stammenden Denkmal von Anton Rainalter, die Kapelle der Grafen von Toggenburg mit einem Denkmal von Franz Rainalter (circa 1850-90) sowie jene der Familie Amonn, die 1972 von Roland Veneri geplant und mit Bronzereliefs von Max Spielmann (1906-1984) ausgestattet wurde.

- die Gedenksteine und die Grabdenkmäler

Im städtischen Friedhof, besonders in der "Großen" und "Kleinen Monumentalzone", sind von Anton und Franz Rainalter, Andreas Kompatscher, Ignaz Gabloner, Friedrich Gurschler (1923), Hans Plangger (1899-1971), Othmar Schrott-Vorst (1883-1963), Max Spielmann, Eraldo Fozzer, G. Kopp, Roberto Nicolussi, V. Prugger, E. Pedraschi, Caravatti, von Cainero, Maria Delago (1902-1979) und J. Freiberger angefertigte Gedenksteine und Grabdenkmäler erhalten. Gräber von besonderem historischem Wert sind das von Franz Ehrenhöfer im Jahre 1931 angefertigte Grabdenkmal für Ljubow Dostojewskaja (1869-1926), Aimèe genannt, die Tochter des russischen Schriftstellers Fjodor Michailowitsch Dostojewski, die im Pflegeheim "Grieserhof" in Gries verstarb; das Grab in Form eines Sarkophages (1936) von Giambattista Tonini (1882-1916), einem aus Valfloriana (Trient) stammenden Arbeiter und Soldaten der Landesschützen-Division, der von den Österreichern in der Nähe von Cembra im Jahr 1916 erschossen wurde, sowie das Grab von Manlio Longon (Padua 1911-Bozen 1944), Anführer der Widerstandsgruppe Comitato di Liberazione Nazionale in Bozen, der von den Nazis verhaftet und ermordet wurde. Des Weiteren sind die Grabsteine des Schriftstellers und liberalen Politikers Eduard Schmidt-Weissenfels (1833-1893) sowie des Wirtschaftsexperten und Juristen Carl Friedrich Hermann Roesler (1834-1894) von geschichtlicher Bedeutung.

(Auszug aus "Bozen. Wege zu den Friedhöfen und Grabstätten" - Historische Stätten und Objekte, Stadtarchiv der Stadtgemeinde Bozen)

Von Mai 2018 bis April 2020 wurde im südlichen Bereich des Friedhofs ein neuer, zweigeschossig gegliederter Bereich, davon ein unterirdischer, für die Beisetzung von Aschenurnen errichtet.
Von September 2018 bis Juni 2019 wurde im Nordbereich des Friedhofs der "Garten der Erinnerung" angelegt, der der Verstreuung von Asche in der Natur gewidmet ist.

Zugänglichkeit

Für Senioren, Menschen mit Behinderungen und Gehbehinderte, die die Gräber ihrer Verstorbenen besuchen möchten, steht ein kostenloser Shuttle-Service zu verfügung.

Der Shutteldienst ist von der Stiftung "Podini Foundation" in Zusammenarbeit mit der Stadt Bozen sowie das Maltersorden und Volontarius organisiert.

Öffungszeiten Shutteldienst (Abfahrt vom Haupteingang):

  • samstags und sonntags von 10:00 bis 16:00 Uhr (an Allerheiligen werden die Öffnungzeiten erweitert)

Adresse

Öffnungszeiten für das Publikum

4.3 Öffnungszeiten Winter Städtischer Friedhof in Bozen

Der Zutritt zum Friedhof ist bis 15 Minuten vor der Schliessung erlaubt.

Mo.
08:00 - 17:00
Di.
08:00 - 17:00
Mi.
08:00 - 17:00
Do.
08:00 - 17:00
Fr.
08:00 - 17:00
Sa.
08:00 - 17:00
So.
08:00 - 17:00

Gültig seit: 03.11.2025

Gültig bis zum: 31.01.2026

4.3 Öffnungszeiten Sommer Städtischer Friedhof in Bozen

Der Zutritt zum Friedhof ist bis 15 Minuten vor der Schließung erlaubt.

Mo.
08:00 - 18:30
Di.
08:00 - 18:30
Mi.
08:00 - 18:30
Do.
08:00 - 18:30
Fr.
08:00 - 18:30
Sa.
08:00 - 18:30
So.
08:00 - 18:30

Gültig seit: 01.02.2026

Gültig bis zum: 02.11.2026

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