Beschreibung
Heute Vormittag haben im Rathaus von Bozen Bürgermeister Claudio Corrarati und der Landeshauptmann-Stellvertreter Marco Galateo formell ihre Zustimmung zur Organspende erklärt, indem sie der AIDO (Italienische Vereinigung für die Spende von Organen, Geweben und Zellen) beitraten. Anwesend waren auch die lokalen Vertreter der Vereinigung, insbesondere Präsident Mauro Bonetto und der Freiwillige Gianfranco Maffei. Das von Roberto Zanin initiierte Treffen stellte ein konkretes Zeichen zur Förderung der Kultur des Gebens und der Solidarität dar.
„Die entschlossene Zustimmung zur Organspende ist ein wichtiger Akt, unabhängig von persönlichen Entscheidungen oder Überzeugungen“, erklärte Bürgermeister Corrarati. „Sie soll auch eine konkrete Antwort der Stadt Bozen in einem Moment sein, in dem wir aufgrund eines sehr schmerzhaften Ereignisses im Mittelpunkt der nationalen Berichterstattung stehen und gegenüber allen Betroffenen unsere Nähe ausdrücken möchten.“ Bezug genommen wurde auf den Fall des kleinen Domenico, der im Krankenhaus von Neapel nach einer nicht geglückten Herztransplantation verstorben ist. „Wir möchten ein Zeichen des Vertrauens und der Anerkennung für das öffentliche Gesundheitswesen und für das gesamte Gesundheitspersonal setzen — Ärztinnen und Ärzte, Pflegekräfte, Techniker sowie jene, die auch den Transport der Organe übernehmen —, die eine wertvolle und äußerst sensible Arbeit leisten.“
Der Bürgermeister wies zudem darauf hin, dass immer noch sehr wenige Willenserklärungen zur Organspende abgegeben werden, und betonte die Notwendigkeit eines gemeinsamen Engagements: „Wir wollen eine Gemeinschaft sein, die mit konkreten Maßnahmen antwortet, nicht bloß mit Schlagworten.“
Landeshauptmann-Stellvertreter Galateo dankte der Vereinigung für „einen Moment, der nicht nur in der Form, sondern auch inhaltlich bedeutsam ist und den Wert des Gebens in unserer Gesellschaft hervorhebt“. Er kündigte an, sich für eine engere Zusammenarbeit mit den Schulen einzusetzen. „Wir werden die AIDO zum Abschlussfest des Schuljahres einladen, bei dem rund 600 Familien anwesend sein werden, um für Organspenden zu werben und diese Werte an die Schülerinnen und Schüler sowie ihre Familien weiterzugeben.“
Auch Galateo sprach den von der tragischen Geschichte des kleinen Domenico betroffenen Familien sein Mitgefühl aus und bekräftigte das Vertrauen in die Professionalität des Gesundheitspersonals. Es sei wichtig, vor allem jene zu unterstützen, die täglich in diesem Bereich tätig sind.
Die Willenserklärung zur Organspende, die der Bürgermeister und der Landeshauptmann-Stellvertreter unterzeichnet haben, ist ein starkes Signal, das dazu beiträgt, die Kultur der Solidarität, der Verantwortung und des Vertrauens in das öffentliche Gesundheitswesen zu fördern, denn sie sind grundlegende Werte für das Wachstum der Gemeinschaft.