Zum Tod von Albert Mayr - Stadtratssitzung vom 29. Januar 2024

Bürgermeister Caramaschi erinnerte heute an Albert Mayr, dessen Vater Josef Mayr Nusser den Führereid verweigerte und seinen Widerstand gegen den Nationalsozialismus mit dem Tod bezahlte
Veröffentlichungsdatum:

29.01.2024

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Beschreibung

Der aus Bozen stammende Komponist Albert Mayr, Sohn von Josef Mayr Nusser, ist im Alter von 80 Jahren verstorben. Bürgermeister Caramaschi sprach der Familie von Albert Mayr heute sein Beileid und sein tiefes Mitgefühl aus.

Albert Mayr war Komponist. Seine Ausbildung absolvierte er zunächst am Konservatorium „Monteverdi“ in Bozen und in der Folge am Konservatorium in Florenz, das er 1965 abschloss. Neben seinem musikalischen Wirken – er schuf unter anderem digitale und elektroakustische Musik – gestaltete Albert Mayr verschiedene Performances und Installationen, visuelle Werke, Filme und Mail-Art.

Als der 1943 geborene Albert Mayr ein Jahr alt war, wurde sein Vater Josef Mayr Nusser zwangsrekrutiert und der SS zugeteilt. Als dieser sich weigerte, Hitler die Treue zu schwören, wurde er festgenommen und zum Tode verurteilt. Im Februar 1945 starb Mayr Nusser in Erlangen in einem Güterzug, der ihn in das Konzentrationslager Dachau bringen sollte. Sein Sohn Albert nahm 2017 an der Seligsprechungsfeier teil und war auch in weitere Initiativen zu Ehren von Josef Mayr Nusser eingebunden. Mayr Nusser ist auf dem „Hügel der Weisen“ ein Baum gewidmet.

Beschlüsse

Der Stadtrat nahm heute nach dem Wechsel von Luis Walcher, Angelo Gennaccaro und Anna Scarafoni in den Landtag die Neubesetzung mehrerer Gemeinderatskommissionen vor:

Diego Salvatori wurde anstelle von Anna Scarafoni in die Ratskommission für Wirtschaft, Tourismus und Stadtmarketing, in die Ratskommission für Dezentralisierung, Demographische Dienste, Gemeindepersonal, Statistik und Zeiten der Stadt, in die Ratskommission für Allgemeine Angelegenheiten, Organisation, Informatik und Smart City, Innovation, Transparenz und Gesetzmäßigkeit (Ersatzmitglied), in die Ratskommission für Sport und in die Ratskommission, für Schule, neben- und außerschulische Tätigkeiten, Familie und Freizeit berufen.

Peter Warasin wurde anstelle von Christoph Buratti, der in das Gemeinderatspräsidium wechselt, in die Ratskommission für Dezentralisierung, Demographische Dienste, Gemeindepersonal, Statistik und Zeiten der Stadt berufen.

Sabine Eccel hingegen wurde anstelle von Christoph Buratti in die Ratskommission für Allgemeine Angelegenheiten, Organisation, Informatik und Smart City, Innovation, Transparenz und Gesetzmäßigkeit (Ersatzmitglied), in die Ratskommission für Sozialdienste und Sport, in die Ratskommission für Jugend und Gemeinschaftsbildung (Ersatzmitglied) und in die Ratskommission für Schule, neben- und außerschulische Tätigkeiten, Familie und Freizeit berufen.

Der Stadtrat bestimmte heute die Haushaltsmittel für das erste Halbjahr 2024, die im Falle von Rechtsstreitigkeiten nicht der Zwangsvollstreckung unterliegen (46,5 Mio. Euro). Dazu zählen die Gehälter der Bediensteten und die entsprechenden Sozialabgaben für drei Monate sowie die Beträge für wesentliche kommunale Dienstleistungen.

Ferner genehmigte der Stadtrat eine Anpassung des vorläufigen Verwaltungsergebnisses und aller damit einhergehenden Dokumente zum 31. Dezember 2023.

Im Zusammenhang mit dem Umbau, der Renovierung und der Erweiterung des Kindergartens „Dante Alighieri“ in der Claudia-Augusta-Straße genehmigte der Stadtrat die Erbringung zusätzlicher Dienstleistungen sowie die Anpassung des Auftrags für die Bauleitung, Sicherheitskoordinierung und Bauabrechnung samt Mehrausgaben in Höhe von knapp 81.000 Euro.

Der Stadtrat beschloss heute auch die Weitergabe von Landesgeldern in Höhe von 12 Mio. Euro an den Betrieb für Sozialdienste. Die Gelder sind für die finanzielle Sozialhilfe bestimmt, die der BSB im Auftrag der Gemeinde an anspruchsberechtigte Haushalte ausbezahlt.

Grünes Licht gab es ferner für die Neueinstufung einiger gemeindeeigener Immobilien nach der Renovierung und Neugestaltung des Drususstadions.

Schirmherrschaften

Mit Genehmigung des Stadtrates übernimmt die Stadtgemeinde Bozen die Schirmherrschaft für folgende Veranstaltungen:

- für eine Faschingsveranstaltung mit Musikbegleitung im Rosenbachsaal, organisiert vom Seniorenclub „La Ruga“ (8. Februar, Angela-Nikoletti-Platz)

- für einen Solidaritäts-Flohmarkt am Matteottiplatz vom 15. bis zum 18. Februar (die Einnahmen kommen Entwicklungsprojekten in Tansania zugute)

- für den Stadtviertelfasching der Alpini-Gruppe Bozner Boden am Premstallerhof (8. und 10. Februar)

- für eine Faschingsveranstaltung des Vereins „Elisio“ im Kapuzinerpark

Weitere Entscheidungen

Der Stadtrat beriet heute die Einrichtung einer Arbeitsgruppe, die sich mit der Ausrichtung des Veranstaltungsprogramms zum einhundertsten Todestag von Giacomo Matteotti befasst.

Am 24. Februar jährt sich der Todestag von Josef Mayr Nusser. Der Stadtrat befasst sich heute mit den Gedenkfeierlichkeiten. Um 10.00 Uhr werden Vertreterinnen und Vertreter der Stadt an der Gedenktafel vor dem Heimathaus Mayr Nussers an der Kampiller Brücke Blumen in Erinnerung an Mayr Nusser niederlegen.

Noch bis Ende März ist Bozen „Hauptstadt der Zeitpolitik“. Zwischen dem 19. und dem 24. März finden mehrere Veranstaltungen, Führungen und Workshops zum Thema „Zeit“ statt, die heute vom Stadtrat genehmigt wurden und durch die die gesellschaftliche Aufmerksamkeit für das Zeitthema gestärkt werden soll. Am 25. März geht der Titel offiziell auf die Stadt Straßburg über.

Dem italienischen Alpenverein CAI gewährte der Stadtrat heute die kostenlose Nutzung des Konferenzsaals im Alten Rathaus am 2. Februar 2024 für die Vorstellung des historischen Archivs des CAI. Ferner stellt die Stadtverwaltung der Organisation „Oltre le Parole“ am 21. Februar im Rahmen der 20. Aktionswoche gegen Rassismus den Festsaal für eine Theateraufführung zum Thema „Nuovi Luoghi Comuni“ zur Verfügung.

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Ultimo aggiornamento

Letzte Änderung: 10.01.2025 08:18

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