Weihnachtsgrüße aus dem Schulmuseum – handgeschrieben mit Feder und Tinte

Im Bozner Schulmuseum können die Schülerinnen und Schüler ihre Weihnachtsgrüße wie früher mit Schreibfeder und Tinte verfassen
Veröffentlichungsdatum:

27.11.2024

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© Comune di Bolzano - Gemeinde Bozen - Licenza sconosciuta

Beschreibung

Glückwünsche schreiben wie anno dazumal, mit Feder und Tinte – das können die Schülerinnen und Schüler, die in der Weihnachtszeit das Bozner Schulmuseum besuchen, in diesem Jahr ausprobieren. In der einzigartigen Schreibwerkstatt des Schulmuseums erlernen die jungen Besucherinnen und Besucher das Schreiben mit antiken Schreibgeräten und mit Tinte aus dem Tintenfässchen, indem sie handgeschriebene Weihnachtsgrüße auf Postkarten verfassen. Das Bozner Verkehrsamt, das dieses Projekt unterstützt, übernimmt den Postversand und stellt sicher, dass die Glückwünsche auch bei den Empfängern ankommen.

Das Schulmuseum ist im historischen Lamplhaus in Rentsch untergebracht, das in der Vergangenheit auch eine Schule beherbergte. In diesem besonderen Ambiente können sich die Kinder und Jugendlichen in der Adventszeit im Umgang mit antiken Schreibgeräten ausprobieren und die heute weitgehend aus der Mode gekommene Gewohnheit, an Weihnachten Glückwunschpostkarten zu versenden, wieder aufleben lassen.

Alle Einzelheiten zu dieser Weihnachtsaktion wurden heute Vormittag in Anwesenheit von Schulstadträtin Johanna Ramoser, Kulturstadträtin Chiara Rabini im Beisein des Präsidenten des Verkehrsamtes Roland Buratti und der Direktorin Roberta Agosti auf einer Pressekonferenz vorgestellt. Die Verantwortlichen betonten, man wolle mit dieser Weihnachtsaktion das mittlerweile arg in Vergessenheit geratene Schreiben von Briefen und Postkarten per Hand wieder aufleben lassen, auch um die zwischenmenschlichen Beziehungen in einer anderen Art und Weise als wir es heute gewohnt sind zu pflegen, denn „jede Handschrift ist schließlich etwas Besonderes und Einzigartiges.“

Das Schulmuseum wurde am 12. Mai 1995 eröffnet. Zunächst war es in der "Elisabethschule" – heute “Dante-Alighieri-Schule” – untergebracht, die 1908 nach den Plänen von Stadtbaumeister Gustav Nolte erbaut worden war, bevor es im Jahr 2015 ins Lamplhaus nach Rentsch umzog. Im Schulmuseum lassen sich viele verschiedene Aspekte dessen, was die Schule in früheren Zeiten ausmachte, entdecken. Im Mittelpunkt steht dabei die Geschichte der Schule in Bozen und in Südtirol im 19. und 20. Jahrhundert.

Das Bozner Schulmuseum ist das erste Schulmuseum Italiens und um das erste europäische Schulmuseum, das auch die schulische Bildung der sprachlichen Minderheiten beleuchtet. Es ist als offenes Museum konzipiert und verwahrt historische Schulobjekte und Lehrmaterialien, die zum Teil von Südtirols Landesschulen und zum Teil von privaten Sammlern zur Verfügung gestellt wurden. Jede Epoche hatte dabei ihre Besonderheiten. Davon erzählen die ausgestellten Utensilien, die Fotos, Dokumente und Wandbilder sowie das Mobiliar, die die Entwicklung der Kulturen unseres Landes, der deutsch-, italienisch- und ladinischsprachigen, widerspiegeln.

Anlässlich dieser besonderen Initiative werden in der Weihnachtszeit kostenlose Führungen angeboten. Das Schulmuseum ist vom 29. November bis zum 6. Januar jeweils von Dienstag bis Donnerstag von 14 bis 17 Uhr und von Freitag bis Sonntag von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Führungen werden nach Vereinbarung und bei einer Mindestteilnehmerzahl von 6 Personen auch außerhalb der Öffnungszeiten angeboten. Am 24., 25. und 31. Dezember sowie am 1. Januar bleibt das Museum geschlossen. Vormerkungen werden unter der Nummer 0471 095474 entgegengenommen museenvormerkungen@gemeinde.bozen.it

Info: https://opencity.gemeinde.bozen.it/Themen/Bildung-Kultur-und-Sport/Kultur/Schulmuseum-Bozen

Fotovon links: Roland Buratti, Roberta Agosti, Chiara Rabini, Johanna Ramoser e Silvia Volcan (Schulmuseum Bozen)

Bilder

Ultimo aggiornamento

Letzte Änderung: 09.06.2025 18:46

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