Beschreibung
Eine wachsende Bevölkerung, mehr als eine Million Übernachtungen, steigende Beschäftigungszahlen, neue digitale Dienste und eine Gemeindeverwaltung, die sich um mehr Transparenz und Bürgernähe bemüht. Das sind einige der Themen der Pressekonferenz heute Vormittag, die einberufen worden ist, um die Daten und Veröffentlichungen vorzustellen, die das Amt für Statistik der Stadtgemeinde Bozen herausgegeben hat. Es wurden auch die neuen Online-Dienstchartas präsentiert. Der Stadtrat für Statistik, Claudio Della Ratta und die Direktorin des Statistikamtes der Stadtgemeinde Bozen, Sylvia Profanter haben die Daten und Publikationen präsentiert.
Das Statistikamt der Stadtgemeinde Bozen sammelt jedes Jahr viele Daten zu unterschiedlichen Themen und stellt diese Daten der Bevölkerung, den Unternehmen, Freiberuflern und Verwalterinnen und Verwaltern zur Verfügung. Neben den in regelmäßigen Abständen veröffentlichten Datensammlungen gibt es auf der Website der Stadtgemeinde nun auch eine umfangreiche Datenbank, die BZ Data. Hier werden laufend Daten zu den Themen Wirtschaft, Soziales, Bevölkerungsentwicklung und Umwelt veröffentlicht, die die Stadt Bozen betreffen. Diese Daten geben einen Überblick über die Entwicklung der Stadt im Laufe der Zeit und sie können auch bei Entscheidungen auf politischer Ebene hilfreich sein.
Hier einige wichtige Daten im Überblick: Die Bevölkerung von Bozen ist leicht angewachsen. Zum 31. Dezember 2025 zählte die Landeshauptstadt 106.901 Einwohnerinnen und Einwohner, 2024 waren es 106.568. Der Zuwachs ist vor allem auf einen positiven Zuwanderungstrend zurückzuführen (+626 Personen). Die natürliche Entwicklung der Bevölkerung bleibt weiterhin negativ, d.h. es überwiegen die Todesfälle (1.078) gegenüber den Geburten (785). Das Durchschnittsalter der Bevölkerung liegt bei 45,7 Jahre. Der Anteil der Bevölkerung, die älter als 65 Jahre ist, beträgt 24,5%.
15,3% der Bevölkerung sind ausländische Mitbürgerinnen und Mitbürger; auch hier hat es im Vergleich zu 2024 einen leichten Anstieg gegeben (+0,8%). Die meisten Ausländerinnen und Ausländer stammen aus Albanien, Marokko, Pakistan, Rumänien, aus der Ukraine, China und Deutschland.
Einen positiven Trend gibt es auch bei den Wirtschaftsdaten. Die Beschäftigung liegt bei 73,9% bei den Männern und bei 68,5% bei den Frauen. Angestiegen sind wieder die Pendlerzahlen: Jeden Tag pendeln 27.737 Personen nach Bozen zur Arbeit. Was die Lebenshaltungskosten anbelangt, so lag die Inflation in Bozen 2025 im Schnitt bei 2,2% und somit über dem nationalen Durchschnitt von 1,5%. Auch 2026 ist ein Anstieg der Preise zu verzeichnen und die Inflation liegt über 3%, was bedeutet, dass Bozen zu den Städten in Italien zählt, die am meisten von den gestiegenen Kosten betroffen sind.
Auch im Tourismus setzt sich der positive Trend fort: 2025 hat Bozen die Eine-Million-Marke überschritten und 1.035.771 Nächtigungen verzeichnet. Die Aufenthaltsdauer lag im Schnitt bei 2,2 Tagen. Angestiegen sind auch die Ankünfte und Abflüge am Flughafen Bozen, und zwar wurden2025 3.409 Flüge verzeichnet.
Neben den statischen Daten wurden heute auch die Online-Dienstchartas vorgestellt. Die Bürgerinnen und Bürger können sich nun einfach und schnell über die Dienste informieren, die die Stadtgemeinde Bozen anbietet, über die geltenden Qualitätsstandards, die Zugangsmöglichkeiten, die Bearbeitungszeiten und die Pflichten der Gemeindeverwaltung bezüglich der Erbringung der Dienste. Die Online-Dienstchartas sind auf der Website der Stadtgemeinde Bozen veröffentlicht. Sie werden laufend aktualisiert.
Ein weiterer Punkt der Pressekonferenz war die Vorstellung des Vereinbarungsprotokolls über die Qualität der öffentlichen lokalen Dienste. Unterzeichner des Vereinbarungsprotokolls sind die Stadtgemeinde Bozen, die Gesellschaften mit Gemeindebeteiligung und andere Einrichtungen, die öffentliche Dienste erbringen. Das Protokoll sieht vor, dass die Qualitätsindikatoren regelmäßig überprüft werden, die erreichten Mindeststandards analysiert, die Zielsetzungen für die nächsten Jahre definiert, die Beschwerden analysiert, die Zufriedenheit der Nutzerinnen und Nutzer mit den angebotenen Diensten erhoben und die Dienstchartas laufend aktualisiert werden. Diese Maßnahmen sollen dabei helfen, die Qualität, Transparenz und Wirksamkeit der angebotenen Dienste immer weiter zu verbessern.
“Verlässliche statistische Daten, die auf dem neuesten Stand und einfach abrufbar sind, sind unerlässlich, um die Tätigkeiten der Verwaltung wirksamer planen zu können und Dienste anzubieten, die auf die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger abgestimmt sind.“ sagte Statistikstadtrat Claudio Della Ratta. „Daher setzen wir auf eine breite Information und Transparenz. Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Freiberufler finden auf der Website der Stadtgemeinde Bozen Daten, Publikationen und die Datenbank BZ Data. Alle diese Informationen sind frei zugänglich. Auch die Qualitätsstandards sind dort veröffentlicht, denn die Gemeindeverwaltung hat sich verpflichtet, diese bei der Erbringung der Dienste immer zu gewährleisten. Nur eine Stadt, die sich und die Bevölkerung gut kennt, kann gute Entscheidungen für die Zukunft treffen“. (mp/mm)