Beschreibung
Tag der Erinnerung 2023 in Bozen
Gedenkfeiern an der Mauer des ehemaligen NS-Durchgangslagers, im Jüdischen Friedhof, im städtischen Friedhof in Oberau und beim Denkmal in der Pacinottistraße
Heute Vormittag haben der Bürgermeister von Bozen, Renzo Caramaschi, Vizebürgermeister Luis Walcher, Landeshauptmann Arno Kompatscher, der Bürgermeister von Trient, Franco Ianeselli, zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter von Behörden, Zivil- und Militäreinrichtungen, der Präsident der Landessektion des ANPI, Guido Margheri, Vertreterinnen und Vertreter der Jüdischen Gemeinde Meran, von Polizeikräften und des Heeres sowie der Gemeinschaften der Sinti und LGBT an den Gedenkfeiern für die Opfer des Holocaust teilgenommen. Dieser Gedenktag findet jedes Jahr am 27. Januar statt, dem Tag der Befreiung des KZ Ausschwitz-Birkenau.
Dieses Jahr war auch der Bürgermeister von Trient, Franco Ianeselli zu den Gedenkfeiern nach Bbozen gekommen. Am Nachmittag wird er gemeisam mit Bürgermeister Caramaschi und dem Bürgermeister von Innsbruck, Georg Willi in Trient Kränze im Gedenken an die Opfer niederlegen.
„Es ist von großer Wichtigkeit, auch als Stadt das Recht auf Leben zu betonen,“ sagte Caramaschi. „Das Licht als Gegesatz zur Dunkelheit, von der die Menschen während des Nationalsozialismus und des Faschismus umgeben waren. Bozen, Innsbruck und Trient stehen gemeinsam für das Licht. Man kann unterschiedlicher Meinung sein, was die Politik oder die Verwaltung angeht, aber bei gewissen Themen muss Einigkeit herrschen. Der Artikel 3 unserer Verfassung sagt aus, was wichtig ist, und zwar dass alle Staatsbürgerinnen und Staatsbürger die gleiche gesellschaftliche Würde haben und vor dem Gesetz ohne Unterschied des Geschlechts, der Rasse, der Sprache, des Glaubens, der politischen Anschauungen, der persönlichen und sozialen Verhältnisse gleich sind. Daher ist der Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust wichtig, um nicht zu vergessen und die Werte der Demokratie, von Freiheit und Frieden hochzuhalten.“
Landeshauptmann Kompatscher sagte in seiner Ansprache, dass „wir am heutige Tag unser „Nie wieder – Mai più“ bekräftigen. Diese Greueltaten waren Augenblicke, bei denen die Menschheit ihre Menschlichkeit aus den Augen verloren hat. Wir müssen uns jeden Tag um einen respektvollen undn menschlichen Umgang miteinander bemühen, und vor allem dagegen kämpfen, dass sich diese Taten sich wiederholen könnten.“
Auch der Bürgermeister von Trient, Franco Ianeselli wies darauf hin, wie wichtig der heutige Gedenktag ist. Städte haben in diesem Zusammenhang eine besondere Rolle, denn in den Stätten des Holocaust. Von Jahr zu Jahr werden die Menschen weniger, die diese schreckliche Zeit miterlebt haben und die mit ihren Erzählungen die Erinnerung daran wachgehalten haben. Daher haben die heutigen Generationen die Aufgabe, über diese Ereignisse zu informieren, sie zu erforschen, sie zu verbreiten und der Opfer zu gedenken.