StreetworkBZ: Zwei Jahre unterwegs mit den Jugendlichen in Bozen

Im Rathaus wurden die Ergebnisse 2024–2025 vorgestellt und die neue visuelle Identität des Streetwork-Dienstes präsentiert
Veröffentlichungsdatum:

03.03.2026

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  • Pressemitteilung
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Beschreibung

Heute Vormittag fand im Rathaus die Pressekonferenz des Sozialreferats der Stadt Bozen zur Vorstellung von StreetworkBZ statt, dem seit 2023 aktiven Dienst für aufsuchende Jugendarbeit und Jugendberatung, der sich an junge Menschen zwischen 11 und 25 Jahren im Stadtgebiet richtet. Im Rahmen des Treffens wurden die Ergebnisse der Jahre 2024–2025 präsentiert sowie die neue visuelle Identität des Dienstes vorgestellt, die die Wiedererkennbarkeit in den Stadtvierteln stärken und die pädagogische Präsenz im öffentlichen Raum weiter festigen soll.

Im Zuge der Pressekonferenz ergriff auch Sozialstadträtin Patrizia Brillo das Wort. Sie betonte, dass „StreetworkBZ eine konkrete Investition in Prävention und in eine sichtbare pädagogische Präsenz in den Stadtvierteln darstellt. Die Zahlen dieser zwei Jahre zeigen, dass es bedeutet, echte Chancen auf Entwicklung und Selbstständigkeit zu eröffnen, wenn es gelingt, frühzeitig schwierige Situationen zu erkennen und direkt an den Treffpunkten der Jugendlichen Vertrauensbeziehungen aufzubauen – zum Vorteil nicht nur der beteiligten jungen Menschen, sondern der gesamten Stadtgemeinschaft.“

StreetworkBZ wird von Associazione Volontarius, La Strada – Der Weg und River Equipe geführt, mit Finanzierung durch den Betrieb für Sozialdienste Bozen und mit Unterstützung der Stadt Bozen.

Im betrachteten Zweijahreszeitraum gewährleistete der Dienst eine kontinuierliche Präsenz an sieben Tagen pro Woche – tagsüber und abends bis Mitternacht – dank eines Teams von elf Fachkräften mit pädagogischen, psychologischen, sozialen und sportlichen Kompetenzen, ergänzt durch Peer-Education- und Sozialarbeitskräfte. Insgesamt wurden 1.482 aufsuchende Interventionen in den verschiedenen Stadtvierteln durchgeführt, was die konstante und flächendeckende Präsenz im Stadtgebiet unterstreicht. 223 Jugendliche wurden individuell begleitet, 139 strukturierte Veränderungsprozesse eingeleitet und 69 Eingliederungen in Arbeit oder Ausbildung ermöglicht. Im selben Zeitraum gingen 186 Meldungen ein – ein deutliches Zeichen für das wachsende Vertrauen seitens der Bürgerschaft, der Institutionen und des territorialen Netzwerks sowie für die wichtige Rolle des Dienstes als Beobachtungsstelle für jugendliche Dynamiken im urbanen Raum.

StreetworkBZ arbeitet entlang von vier strategischen Leitlinien: frühe Erkennung von Belastungssituationen, Vermittlung bei Spannungen und urbanen Konflikten, flexible pädagogische Unterstützung und Begleitung hin zu mehr Autonomie sowie Schutz durch Prävention von Risikoverhalten und kontinuierliche Präsenz im öffentlichen Raum. Ziel ist es, präventiv zu wirken, soziale Fragilitäten zu reduzieren und den sozialen Zusammenhalt in den Stadtvierteln zu stärken.

Ab Frühjahr 2026 wird der Dienst zudem ein koordiniertes Outfit einführen, das als wiedererkennbares und funktionales Element der aufsuchenden Arbeit dient. Es handelt sich nicht um eine Uniform, sondern um einen urbanen, zeitgemäßen Look, der die Mitarbeitenden im öffentlichen Raum sofort identifizierbar macht, den Dialog mit Anwohnerinnen und Anwohnern, Geschäftsleuten und Familien erleichtert und das pädagogische Präsidium in den Vierteln weiter stärkt.

Zu den nächsten Schritten zählen der Start des Projekts „Diritto d’Estro“ in Zusammenarbeit mit dem Amt für Soziale Dienste für Minderjährige, ein experimentelles Präsidium an den Berufsfachschulen Einaudi und Battisti, das partizipative Aufwertungsprojekt „Spazio al Colore“ sowie die Teilnahme an den Runden Tischen des Bolzano Social Park und die Präsenz bei den Abschlussabenden des Schülerfestivals. Damit bekräftigt die Stadtverwaltung ihren Willen, weiterhin in aufsuchende Jugendpolitik zu investieren, die Prävention, Beziehung und Gemeinschaftsentwicklung miteinander verbindet.

Info
Koordinierung StreetworkBZ: Eduardo Ramirez Bachir | Roberto De Lorenzo
Referentin ASSB: Silvia Fusaro | Bereich Territorium und Gemeinschaft
Gemeinde Bozen: Amt für Familie, Frau, Jugend und Sozialförderung

Bilder

Weitere Informationen

Letzter Veröffentlichungstag

03.03.2028

Ultimo aggiornamento

Letzte Änderung: 03.03.2026 14:49

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