Beschreibung
Am Hang oberhalb des Rafensteiner Wegs ist es im Laufe der Jahre immer wieder zu Felsstürzen gekommen, die auch die darunterliegenden Wohnhäuser gefährdeten. Nun wurde der Felshang oberhalb der Straße gesichert.
Hierfür wurde eine 40 Meter lange und 3,5 Meter hohe Steinschlagbarriere errichtet, die sehr hohe Aufprallkräfte absorbiert und in der Lage ist, das abbrechende Felsmaterial aufzufangen. Zudem wurden Metallnetze mit besonders starken Verankerungen angebracht, die die Felswand zusätzlich sichern und stabilisieren sollen.
In einem nächsten Schritt wird für die Gebiete unterhalb des gesicherten Hanges eine Gefahrenzoneneinstufung vorgenommen. Dies wird in den kommenden Monaten der Fall sein. Bei der Ausarbeitung des städtischen Gefahrenzonenplans war das Gebiet zunächst nur in Teilen klassifiziert worden.
„Der Schutz der Bevölkerung vor Wasser- und Steinschlaggefahren hat für uns oberste Priorität“, betonte Umweltstadtrat Marco Caruso. „Mit diesen neuen Schutzbauten können wir für die Menschen in diesem Bereich der Stadt, in dem es in der Vergangenheit immer wieder zu Felsstürzen gekommen ist, wichtige Verbesserungen erzielen. Bevor wird mit den Arbeiten beginnen konnten, mussten wir jedoch erst einmal umfangreiche technische Prüfungen durchführen. Dabei gingen wir in engem Austausch mit den zuständigen Landesstellen vor. Mit der Errichtung dieser Steinschlagbauten wollen wir Mensch und Landschaft gleichermaßen schützen und den eingeschlagenen Weg des verantwortungsvollen und weitsichtigen Umgangs mit den Gefahren der Natur weitergehen.“
Die Arbeiten wurden von der Bozner Firma Ma.Ri Bau GmbH durchgeführt. Die Baukosten beliefen sich auf 314.769 Euro. 80 % davon wurden mit Landesgeldern finanziert. Koordiniert wurden die Arbeiten vom Amt für Geologie, Zivilschutz und Energie des städtischen Umweltressorts.