Beschreibung
Seit dem Jahr 2020 verfügt Bozen über einen Aktionsplan für nachhaltige Energie und Klima. Dieser verpflichtet die Stadt zur Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen, die die Stadt besser für den Klimawandel rüsten und dazu beitragen, die Klimaerwärmung und die damit verbundenen Auswirkungen abzuschwächen.
Nachdem die Landesverwaltung vor Kurzen ihren Klimaplan 2040 verabschiedet hat, gilt es nun, den städtischen Klimaplan zu aktualisieren und auf die darin enthaltenen Ziele abzustimmen. In Anbetracht der Klima- und Energiekrise, die sich in den letzten Jahren immer weiter verschärft hat, ist auch Bozen aufgerufen, seinen Emissionsausstoß weiter zu senken.
Um in der Gesellschaft eine möglichst breite Akzeptanz und Unterstützung für den Klimaschutz zu schaffen und um sicherzustellen, dass die Maßnahmen ausgewogen sind, soll ein Bürger- und Bürgerinnenrat, der aus einer repräsentativen Gruppe von Boznerinnen und Boznern besteht, gemeinsam mit einer Gruppe von Interessenvertretern die Aktualisierung begleiten und einen Maßnahmenkatalog erarbeiten, der der Stadt den klimapolitischen Weg in Richtung Klimaneutralität weisen soll. Klimabürgerräte gibt es bereits in mehreren europäischen Ländern, so auch in Deutschland, Österreich und Frankreich. In Italien haben Mailand und Bologna bereits einen solchen Beteiligungsprozess in die Wege geleitet. Und auch der neue Landesklimaplan sieht die Einrichtung eines Klimabürgerrates vor.
Moderiert und begleitet wird der Aktualisierungs- und Beteiligungsprozess von einer verwaltungsinternen Steuerungsgruppe, die vor wenigen Tagen vom Stadtrat eingerichtet wurde.
Die von den Bürgerinnen und Bürgern vorgeschlagenen Maßnahmen werden gemeinsam mit den Vorschlägen der Steuerungsgruppe und der Eurac zu einem wissenschaftlich erarbeiteten Maßnahmenkatalog zusammengefasst und anschließend bei entsprechender thematischer Übereinstimmung in den städtischen Klimaplan aufgenommen