Beschreibung
Im Nachgang zur heutigen Stadtratssitzung äußerten sich Bürgermeister Claudio Corrarati, Vizebürgermeister Stephan Konder, Sozialstadträtin Patrizia Brillo und Mobilitätsstadträtin Johanna Ramoser zu den wichtigsten Entscheidungen der Stadtregierung.
Winternotunterkünfte
Bozens Stadtregierung genehmigte auf ihrer heutigen Sitzung eine Anpassung der Kriterien für die Aufnahme von Bedürftigen in den städtischen Winternotquartieren. Personen aus Nicht-EU-Ländern ohne gültigen Aufenthaltstitel erhalten demnach einen Schlafplatz in einer der Notunterkünfte, sofern sie sich dauerhaft in Bozen aufhalten. Ob dies der Fall ist, wird von den Betreibern der zentralen Anlaufstelle für Obdachlose geprüft und bewertet. Einen Schlafplatz erhalten überdies Personen, bereits einen Antrag auf eine Unterkunft in der Landeshauptstadt gestellt haben, so Stadträtin Brillo auf der heutigen Pressekonferenz. Keinen Schlafplatz erhalten hingegen Personen, die bereits in einer anderen Stadt internationalen Schutz oder Asyl beantragt haben. Bürgermeister Corrarati betonte: „Wir setzen auf pragmatische Lösungen beim Thema der Winternotunterkünfte im Sinne der Mitmenschlichkeit. Deshalb wollen wir Personen, die sich dauerhaft und bereits seit Längerem in Bozen aufhalten, einen sicheren Schlafplatz bieten, sofern sie die Regeln einhalten und das gesellschaftliche Miteinander achten.“
Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten am Waltherplatz
Ein weiteres Schwerpunktthema der heutigen Pressekonferenz waren die geplanten Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten am Waltherplatz. Wie Vizebürgermeister Konder berichtete, gibt es im Bereich der Tiefgarage mehrere undichte Stellen. Immer wieder sickert Wasser in die unteren Geschosse ein. Die Abdichtung stammt noch aus den 1980er Jahren und muss dringend erneuert werden. Gleichzeitig soll auch die Platzoberfläche, die über die Jahre nur punktuell repariert und instandgehalten wurde, verschönert und nach den ursprünglichen Plänen umgestaltet werden. Die Kosten des Projekts belaufen sich auf insgesamt rund 5,7 Mio. Euro, von denen ein Teil vom Parkplatzbetreiber übernommen wird. Bis Jahresende soll das Projekt über die technische und wirtschaftliche Machbarkeit vorliegen. 2026 folgt die Durchführungsplanung. Die Bauarbeiten sind für 2027 und 2028 geplant. „Die Eingriffe am Waltherplatz sind essenziell für den Erhalt und die Aufwertung von Bozens kulturellem und touristischem Herzstück und einem der schönsten Plätze unserer Stadt. Nach der Sanierung wird der Waltherplatz wieder in vollem Glanz erstrahlen und umfassend genutzt werden können. Damit wird er auch seiner historischen Bedeutung wieder gerecht,“ so Vizebürgermeister Konder. Das städtische Amt für Freiraumgestaltung hat in Absprache mit dem Landesdenkmalamt bereits die Umsetzungsfähigkeit geprüft und einen Projektentwurf ausgearbeitet.
No Women – No Panel
Grünes Licht gab es heute vom Stadtrat auch für den Beitritt der Stadt zur Kampagne „No Women – No Panel“ und die Unterzeichnung der entsprechenden Vereinbarung. Ziel der Kampagne ist die gerechte Vertretung beider Geschlechter in der öffentlichen Kommunikation und bei öffentlichen Veranstaltungen.
Christkindlmarkt 2025/2026
Im Zuge der Pressekonferenz berichtete Bürgermeister Corrarati über die Neuerungen für den diesjährigen Christkindlmarkt. Auf Beschluss des Stadtrates werden in diesem Jahr auch in der mittlerweile verkehrsfreien Bahnhofsallee Weihnachtsstände aufgestellt. Darüber hinaus wird auch heuer wieder ein Teil der Stände für den Christkindlmarktes in die Eisackstraße und im Kapuzinerpark Platz finden. Auf dem Rathausplatz werden in diesem Jahr hingegen Holzskulpturen ausgestellt, die im Zeichen der anstehenden Olympischen Spiele gestaltet sind. Der Eislaufplatz, der in den letzten Jahren am Rathausplatz untergebracht war, wird hingegen in den Berloffapark verlegt. Der BOClassic-Silvesterlauf wird auch in diesem Jahr wieder durch die Bahnhofsallee führen.
Neue Verkehrsführung in der Crispistraße
Um die Verkehrsbelastung für die Garibaldistraße zu verringern, beschloss der Stadtrat heute auf Vorschlag von Mobilitätsstadträtin Ramoser, dass Fahrzeuge, die aus dem Laurin-Parkplatz ausfahren, künftig die Crispistraße auch in Richtung Norden befahren dürfen, um über die Raiffeisenstraße in die Rittner Straße und in den Norden der Stadt zu gelangen. Bisher müssen die Fahrzeuge nach dem Verlassen des Laurin-Parkplatzes nach rechts in die Crispistraße einbiegen und die Stadt über die Laurinstraße und die Garibaldistraße verlassen, auch wenn sie in nördliche Richtung unterwegs sind.
Eislaufplatz in der Sill
Der Stadtrat hat heute auch die Öffnungszeiten und die Eintrittspreise für die Nutzung der kleinen Eislauffläche in der Sill genehmigt. Der kleine Eislaufplatz darf heuer auch von den Eislaufvereinen aus der Umgebung, denen derzeit keine Eisfläche zur Verfügung steht, genutzt werden.
Photovoltaikanlage für die Sparkasse Arena
Grünes Licht gab es zudem für eine außerordentliche Finanzierung in Höhe von 490.000 Euro zu Gunsten von Bozens Umweltbetrieb SEAB für die Anbringung einer Photovoltaikanlage auf dem Dach der Sparkasse Arena. Auf diese Weise will die Stadt die Energiekosten für den Betreiber senken und die Umweltverträglichkeit der städtischen Sportanlagen verbessern.
Abo Fix+ für das Personal der Stadtverwaltung
Der Stadtrat genehmigte heute einen neuen Ausgabenposten im Umfang von insgesamt 250.000 Euro für den Ankauf und die Bereitstellung des Gratis-Abos „Südtirolmobil FIX 365“ für den ÖPNV. Mit dem kostenlosen Jahresabo im Wert von 250 Euro können die Bediensteten der Stadtverwaltung vom 1. November an die öffentlichen Verkehrsmittel im Land gratis nutzen. Dies sieht der neue bereichsübergreifende Kollektivvertrag vor, der auch für die Bediensteten der Bozner Stadtverwaltung gilt. (mp/ct)