Stadtratssitzung vom 11. September 2023

Vor der Pressekonferenz stellten die Verantwortlichen der SASA und des Instituts für innovative Technologien dem Bürgermeister heute für drei Monate ein modernes wasserstoffbetriebenes Fahrzeug zur Verfügung
Veröffentlichungsdatum:

25.09.2023

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  • Pressemitteilung
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Beschreibung

Vor der allwöchentlichen Pressekonferenz zu den Beschlüssen und Entscheidungen des Stadtrats fand heute Nachmittag im Beisein der SASA-Verantwortlichen die feierliche Übergabe eines neuen Wasserstoffautos an Bozens Bürgermeister statt. Das Fahrzeug wird dem ersten Bürger der Stadt vom städtischen Verkehrsbetrieb für 3 Monate kostenlos überlassen.

Die nachhaltige Verkehrstransformation ist eines der Kernziele von SASA. Dabei setzt das Unternehmen sowohl auf Energieeinsparungen als auch auf die Nutzung erneuerbarer Energiequellen. Das moderne wasserstoffbetriebene Fahrzeug vom Typ Toyota Mirai (Reichweite: 555 km, Leistung des Elektromotors: 134 kW, Ladezeit Schnellladen: 3 Minuten) soll den Bürgermeister in den nächsten 3 Monaten zu seinen vielen offiziellen Terminen begleiten und damit den gemeinsamen Anspruch der Stadt und des Verkehrsbetriebs untermauern, den Umstieg auf nachhaltige Formen der Mobilität weiter voranzubringen.

Das Auto wurde im Rahmen des EU-Projekts „LifeAlps - Zero Emission Services for a Decarbonised Alpine Economy”, an dem SASA gemeinsam mit dem Institut für Innovative Technologien federführend beteiligt ist, beschafft. SASA ist auf nationaler Ebene führend bei der Nutzung wasserstoffbetriebener Fahrzeuge im öffentlichen Personennahverkehr und will das Potential des Wasserstoffs als saubere Energie für den lokalen Verkehr weiter ausbauen.

„Wir haben uns als Stadtregierung bereits vor Jahren auf den Weg gemacht, Bozen nachhaltiger, umweltfreundlicher und lebenswerter zu machen,“ so der Bürgermeister. „Die Privatfahrzeuge und der ÖPNV spielen bei der Umsetzung dieser Ziele eine wichtige Rolle. Aktionen wie die Übergabe dieses Wasserstoffautos sollen uns daran erinnern, dass emissionsfreie Fahrzeuge nicht das Ziel, sondern erst der Anfang sind.“

In Bozen gibt es derzeit nur eine Wasserstofftankstelle, jene auf dem Gelände des Instituts für Innovative Technologien in der Industriezone. „Wir produzieren den Wasserstoff mittels Elektrolyse. Die Energie für diesen Prozess beziehen wir von den lokalen Wasserkraftwerken,“ erklärte heute der Vorstandsvorsitzende des Instituts Claudio Vitalini. Am Projekt „LifeAlps“ sind neben der SASA und IIT auch die Brennerautobahngesellschaft, STA, Eurac, Alperia, Neogy, VEK und die Stadtwerke Bruneck beteiligt. SASA hat als einer der ersten Verkehrsbetriebe auf nachhaltige Antriebe gesetzt. In einem nächsten Schritt will der Verkehrsbetrieb seine Depots mit neuen Wasserstofftankstellen ausstatten, die auch von Privaten genutzt werden können, und gemeinsam mit seinen das Infrastrukturnetz für die emissionsfreie Mobilität weiter ausbauen.

Beschlüsse

Der Stadtrat genehmigte heute die Anpassung der Grenzen des verbauten Ortskerns. Die letzte Anpassung stammt aus dem Jahr 2006 und spiegelt mittlerweile nicht mehr den Ist-Zustand wider, da es in den letzten Jahren gerade am Stadtrand eine bedeutende städtebauliche Entwicklung gegeben hat.

Genehmigt wurde heute auch der neue Preiskatalog für die verschiedenen Modelle von Holz- und Zinksärgen des Friedhofsamtes sowie der Durchführungsplan für ein Gewerbegebiet in der Claudia-Augusta-Straße. Das Gewerbegebiet befindet sich in der Nähe des städtischen Friedhofs. Der Durchführungsplan wurde vom Energieversorger Alperia eingereicht und besteht aus 3 Baulosen.

Zustimmung gab es heute im Stadtrat auch für die Übernahme von Zusatzkosten im Umfang von rund 5.500 Euro im Zusammenhang mit der Lieferung und Montage eines neuen Verschattungssystems für die Grundschule Alexander Langer und der Stadtviertelbibliothek Firmian. Die Zusatzausgabe wurde notwendig, das einige der bereits vorhandenen Verschattungselemente bei den Unwettern im Juli beschädigt worden waren und nun ebenfalls ausgetauscht werden müssen.

Thomas Tiefenbrunner, Francamaria Carriglio, Corrado Finocchiaro und Claudio Lucchin wurden heute vom Stadtrat für die nächsten 5 Jahre zu Mitgliedern des Verwaltungsrats der “Rauschertor-Stiftung” bestellt.

Grünes Licht gab es heute außerdem für die Verlängerung des Konzessionsvertrags mit dem Beregnungskonsortium „Guntschna – St. Georgen – Stand“. Im Jahr 2014 erneuerte das Konsortium die Hauptleitungen für die Bewässerung, die das Beregnungswasser vom Speicherbecken St. Anton nach Guntschna bringen. In diesem Zusammenhang erwährte die Stadt dem Konsortium die Erlaubnis, die Leitungen auf mehreren öffentlichen Grundsparzellen zu verlegen. Nun wurde die Nutzungserlaubnis um weitere 9 Jahre verlängert. Die Konzessionsgebühr beläuft sich auf 1.350 Euro.

Der Stadtrat bestellte heute außerdem die Prüfungskommission für das Auswahlverfahren zur Einstellung von zwei Ingenieuren bzw. Ingenieurinnen.

Förderbeiträge und Schirmherrschaften

Der Stadtrat beschloss die Gewährung folgender Förderungen:

- Verein Arton: Projektbeitrag in Höhe von 2.500 Euro für das Konzert „Südtirol Filarmonica“ am 7. Oktober im Konzerthaus Bozen

- Kids Culture Club: Projektbeitrag in Höhe von 2.000 Euro für das Projekt „Bauen mit Luft – Space your Bubble 2023“

- Akademie der Vielfalt/Teatro La Ribalta: Projektbeitrag in Höhe von 35.000 Euro für die Veranstaltungsreihe „Herätische Körper 2023/2024“

- Teatro Cristallo: Projektbeitrag in Höhe von 4.000 Euro für die Veranstaltung „Zusammengegen Gewalt an Frauen“ in Zusammenarbeit mit dem Frauenbüro der Stadt Bozen

- Breitensportverband UISP Bozen: Projektbeitrag in Höhe von 9.000 Euro für die Organisation des Stadtlaufes gegen Gewalt an Frauen

- Stiftung Busoni-Mahler: Projektbeitrag in Höhe von 7.500 Euro für das Konzert „Concerto 04.08 Esecuzione del Bolero“

Darüber hinaus übernimmt die Stadt Bozen die Schirmherrschaft:

- für die Jahresversammlung der Pfadfinder, Sektion Bozen, am 17. Oktober im Europasaal, Europaviertel

- für eine Notfallübung des Weißen Kreuzes am 7. Oktober im Stadttheater

- für die Kampagne „Rosa Schleife“ der italienischen Tumorliga LILT, die im Oktober stattfindet und auf das Thema Brustkrebs aufmerksam machen soll. In diesem Zusammenhang wird die Fassade des Rathauses in rosa beleuchtet.

Weitere Entscheidungen

Der Stadtrat nahm heute die Beratungen zum Haushaltsentwurf 2024-2026 auf. Ziel ist ein ausgeglichener Haushalt, und um diesen zu erreichen, müsse auch bei den laufenden Einnahmen und Ausgaben angesetzt werden. Die Stadtregierung wird in den nächsten Wochen entsprechende Vorgaben ausarbeiten.

Am Freitag, dem 29. September, nimmt der Bürgermeister an der Übertragung des Kommandos des 2. Fernmelderegiments an Oberst Carmine Spatafora teil. Die feierliche Kommandoübergabe findet in der Vittorio-Veneto-Kaserne statt.

Des Weiteren billigte der Stadtrat die Zielvorgaben für die Eigenbetriebe der Stadt und weitere städtische Einrichtungen.

Im Zusammenhang mit der Neugestaltung des Bozner Bahnhofes billigte der Stadtrat heute die Weiterleitung der Fachgutachten der städtischen Verwaltungsämter an den Bahnnetzbetreiber RFI. In den Gutachten geht es um die Schaffung von Räumlichkeiten für das digitale Bahnverkehrsmanagement.

Das städtische Mobilitätsamt startet voraussichtlich im Spätherbst oder Frühjahr gemeinsam mit der Stadtpolizei eine Fahrradhelm-Kampagne, die für mehr Sicherheit auf dem Fahrrad und mit dem E-Roller sorgen soll.

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Ultimo aggiornamento

Letzte Änderung: 10.01.2025 08:24

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