Stadtratssitzung vom 02. April 2026

Die wichtigsten Themen: Verkehrssicherheit, Mobilität und Aufnahme von obdachlosen und geflüchteten Personen
Veröffentlichungsdatum:

02.04.2026

Themen

Kategorie

  • Pressemitteilung
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Beschreibung

Verbesserung der Verkehrssicherheit auf den wichtigsten Verkehrsachsen der Stadt, vor allem jenen mit viel Schwerverkehr: Das ist das Ziel des ersten Straßensicherheitspakets, das Maßnahmen für mehr Verkehrssicherheit enthält. Kostenpunkt für die Umsetzung der Maßnahmen: 446.000,00 Euro. Heute Vormittag haben der Bürgermeister von Bozen, Claudio Corrarati, und Mobilitätsstadträtin Johanna Ramoser das erste Straßensicherheitspaket im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt, die im Anschluss an die allwöchentliche Sitzung des Stadtrates stattgefunden hat.

Die ersten Maßnahmen des Straßensicherheitspakets betreffen die Verkehrswege mit dem höchsten Verkehrsaufkommen. Es sind dies die Freiheitsstraße, die Italienallee und die Romstraße. In den vergangenen Jahren wurde hier eine Zunahme des Verkehrs verzeichnet, auch des Schwerverkehrs, daher wurden jetzt Maßnahmen für mehr Sicherheit im Straßenverkehr beschlossen. Sie betreffen die Straßenbeschilderung und die Fußgängerüberwege, und zwar werden alte Straßenschilder ausgetauscht und bei den Fußgängerüberwegen wird LED-Beleuchtung angebracht, die die Fußgängerinnen und Fußgänger auch seitlich anleuchtet, und im Boden werden blinkende Markierungspunkte versenkt. Dadurch soll die Sichtbarkeit der Personen auf den Zebrastreifen verbessert werden.

Das Straßensicherheitspaket besteht aus zwei Einsatzbereichen. Der erste Einsatzbereich betrifft die Ersetzung von alten Straßenschildern auf den Verkehrswegen, die als prioritär eingestuft worden sind. Insgesamt werden 1.304 Straßenschilder ausgetauscht, und auch hier wird nach Wichtigkeit der Schilder vorgegangen: Zuerst die Vorfahrtsschilder, dann die Warnschilder, die Verbotsschilder und schließlich die Gebotsschilder. Sobald die Straßenschilder auf den als prioritär eingestuften Verkehrswegen ausgetauscht sind, kommen die anderen Straßen dran. Ersetzungen sind im gesamten Gemeindegebiet geplant. Die neuen Schilder sind klarer gestaltet und besser lesbar; das soll auch zu mehr Sicherheit im Straßenverkehr beitragen.

Der zweite Eingriffsbereich des Straßensicherheitspakets betrifft hingegen die Fußgängerüberwege: Die geplanten Maßnahmen werden vor allem im nördlichen Stadtbereich durchgeführt, und zwar in der Cadornastraße, am Siegesplatz, in der Freiheitsstraße, Italienallee und in der Romstraße bis zur Kreuzung mit der Innsbrucker Straße. Diese Achse ist sehr stark befahren und hier hat es in den vergangenen fünf Jahren zahlreiche Unfälle gegeben. Häufig waren LKW und Fußgänger in die Unfälle verwickelt.

Vor allem die Sicherheit der Zufußgehenden steht im Vordergrund, denn auf diesen Straßen sind täglich auch viele Schülerinnen und Schüler unterwegs, da in diesen Straßen fünf Oberschulen angesiedelt sind (vier in der Cadornastraße und eine in der Romstraße). Zudem verkehren auf diesen Straßen zahlreiche Stadtbuslinien, mit unzähligen Haltestellen. Auch

viele LKW, die teilweise größer sind als 7,5 t, nutzen diese Straßen, da eine Alternative fehlt. Dieser Aspekt trägt auch zu mehr Gefahr auf diesen Verkehrsachsen bei.

Die folgenden Fußgängerüberwege werden sicherer gestaltet: Sarntaler Straße (Haltestalle der Stadtbuslinie bei der St.-Anton-Brücke), Cadornastraße (Haltestellen bei der Fagenstraße, Oberschulen und IV.-November-Platz), Diazstraße - IV.-November-Platz, Italienallee – Christ-König-Platz, Romstraße – Mariaheimweg, Triester Straße – Geschw.-Scholl-Platz, Rombrücke, Kreisverkehr zwischen der Romstraße und der Innsbrucker Straße, Trientner Straße – Romstraße und Romstraße von der Innsbrucker Straße kommend (Ausfahrt Trientner Straße).

Was die Kreuzung am Mazziniplatz betrifft, wurde heute mitgeteilt, dass der Stadtrat das Projekt für die Neugestaltung der Kreuzung bereits begutachtet und genehmigt hat.

Das heute vorgestellte Straßensicherheitspaket ist das erste dieser Art. Besonderes Augenmerk soll den schwachen Verkehrsteilnehmenden geschenkt werden, und es soll versucht werden, die Risiken und Gefahren auf den verkehrsreichsten Straßen der Stadt zu reduzieren.

Der Vizebürgermeister und Stadtrat für öffentliche Arbeiten, Stephan Konder hat bei der heutigen Pressekonferenz über die Neugestaltung der Capristraße berichtet. Die Arbeiten betreffen den Abschnitt zwischen der Ischia- und der Amalfistraße sowie die Kreuzung zwischen der Roen- und der Amalfistraße. Die Kosten belaufen sich auf 420.000,00 Euro.

Die Neugestaltung des Abschnittes zwischen der Ischia- und der Amalfistraße ist Teil des Projektes, das bereits auf dem südlichen Abschnitt der Capristraße verwirklicht worden ist (zwischen der Ischia- und der Positanostraße). Auch hier werden nun die Gehwege auf das gleiche Niveau gebracht. Nach dem Abschluss der Arbeiten wird die Capristraße für alle Verkehrsteilnehmenden – Zufußgehende, Radfahrende, Fahrzeuglenkende und Parkende – besser nutzbar und sicherer sein. Es wird eine Geschwindigkeitsbeschränkung eingeführt und die Straße wird als „Wohnstraße“ eingestuft werden, in der die Zufußgehenden Vorrang vor den anderen Verkehrsteilnehmenden haben.

Das letzte Thema, das bei der heutigen Pressekonferenz vorgestellt worden ist, ist das Thema der Unterbringung von obdachlosen Personen und Flüchtlingen. Sozialstadträtin Patrizia Brillo erläuterte die derzeitige Situation, vor allem bezüglich der Asylsuchenden und Obdachlosen. Bei den Asylsuchenden wird nämlich ein Anstieg verzeichnet: Vor allem Familien und schwangere Frauen sind in den vergangenen Tagen aus Österreich und Deutschland nach Bozen gekommen. Die Stadträtin sagte, dass es dringend notwendig sei, bei der Integration dieser Personen strukturiert vorzugehen, mit sprachlicher Unterstützung und Begleitung bei der Arbeits- und Wohnungssuche. Sie kritisierte die bisherige Handlungsweise, die nur bei Notfällen reagierte, und forderte eine größere Einbindung der Unternehmen (vor allem angesichts der Knappheit an bezahlbarem Wohnraum) und des Landes, um die Aufnahme und Eingliederung wirksamer und nachhaltiger zu gestalten. (mp/mm)

Weitere Informationen

Letzter Veröffentlichungstag

02.04.2028

Ultimo aggiornamento

Letzte Änderung: 02.04.2026 15:55

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