Beschreibung
„Wir arbeiten gleichzeitig an mehreren Fronten, denn der Schulbau hat für die Stadt absolute Priorität.“ Mit diesen Worten begann Bozens Vizebürgermeister und Stadtrat für öffentliche Bauten Stephan Konder heute sein Statement zu den bereits laufenden oder derzeit in Planung befindlichen Schulbauprojekten. Es ist ein ehrgeiziges und weitreichendes Programm, das sich die Stadt hier vorgenommen hat. Es gilt, Raum für die wachsenden Schülerzahlen zu schaffen und moderne Lernumgebungen für die heutigen und künftigen Bedürfnisse bereitzustellen.
„Eine Schule ist nicht nur ein Gebäude, sondern ein Begegnungsort, an dem unsere Kinder einen wichtigen Teil ihres Lebens verbringen, an dem sie lernen, erwachsen werden und Freundschaften knüpfen. Doch Schulen sind auch wichtige Treffpunkte für die Familien und die Menschen im Stadtviertel. Wenn wir in moderne, sichere, inklusive und nachhaltige Schulen investieren, investieren wir in das Wohl unserer Gesellschaft und in die Zukunft unserer Stadt“, so Stephan Konder. „Der Neubau oder Umbau einer Schule ist immer ein komplexes Unterfangen, das erhebliche finanzielle Mittel und eine langfristige Planung erfordert und doch unerlässlich ist, wenn wir wollen, dass Bozen ein attraktiver, lebenswerter Standort mit vielen Möglichkeiten bleiben soll.“
Ein wichtiges Großprojekt ist derzeit der Bau des neuen Schulzentrums in der Baristraße. Das vollkommen barrierefreie Gebäude, das nach modernsten Nachhaltigkeitsstandards gestaltet wird, wird Platz für eine Grundschule und eine Mittelschule bieten, womit das Angebot an Bildungseinrichtungen in diesem Stadtbereich spürbar verbessert wird. Im Januar 2025 wurde mit den Bauarbeiten begonnen. Im Januar 2027 soll die neue Schule mit ihren innovativen und flexibel einsetzbaren Räumen für den Unterricht zur Verfügung stehen. Die Baukosten belaufen sich auf knapp 29 Millionen Euro (25 Mio. werden vom Land bereitgestellt, rund 3 Mio. von der Stadt Bozen).
Auch die Umbauarbeiten an der Mittelschule Archimede in der Roenstraße laufen derzeit auf Hochtouren. Das Schulgebäude wird bereits seit November 2023 umfassend saniert und mit einem Anbau versehen. Dadurch bietet das Gebäude künftig Platz für mehr Schülerinnen und Schüler, und auch die Nutzungsqualität wird deutlich gesteigert. Finanziert wird der Umbau und Ausbau mit Mitteln aus dem Landes- und Gemeindehaushalt sowie mit Geldern aus dem nationalen Aufbaufonds.
Auch die Planungen für die Sanierung und Erweiterung der Aufschnaiter-Mittelschule schreiten zügig voran. Die Neugestaltung dieser Schule ist ein absolutes Leuchtturmprojekt, das mit Investitionskosten in Höhe von gut 53 Millionen Euro zu Buche schlägt. Allein für die Bauplanung sind Kosten in Höhe von rund 3,4 Millionen Euro veranschlagt. Dafür kommen modernste Instrumente wie das so genannte „digitale Bauwerksmodell“ (BIM) zum Einsatz, mit dem alle relevanten Informationen zum Bauwerk digitalisiert und damit effektiver und transparenter erfasst werden. Der Baubeginn ist für September 2027 geplant.
Diese Projekte sind Teil eines großangelegten Schulbauerneuerungsprogramms. In den letzten Jahren wurden an zahlreichen Schulen Modernisierungen durchgeführt und abgeschlossen. Erst von wenigen Tagen wurde die Ada-Negri-Mittelschule in der Drususstraße nach umfassenden Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen feierlich eingeweiht. Daneben wurden historische Schulgebäude restauriert bzw. Anpassungen an die Erdbeben- und Brandschutzvorschriften vorgenommen und neue Schulsport- und Schulfreizeitflächen geschaffen.
Vizebürgermeister Konder betonte, dass sich die Qualität der Schulgebäude direkt auf die Unterrichts- und Aufenthaltsqualität aufhalte. Das gelte für jene, die dort zur Schule gehen, aber auch für jene, die dort arbeiten. „In einer sicheren und einladend gestalteten Schule kann man besser lehren, lernen und zusammenwachsen. Wir sind uns darüber im Klaren, dass Baustellen immer auch Unannehmlichkeiten mit sich bringen. Trotzdem bitten wir die Bürgerinnen und Bürger um Verständnis, denn die Maßnahmen von heute bedeuten langfristige und spürbare Vorteile für morgen.“ Folglich wird die Errichtung und Modernisierung der Schulgebäude auch weiterhin höchste Priorität bei der Stadtentwicklungsplanung genießen. Moderne Schulbauten sind eine Investition in die Zukunft. Sie stärken die Gemeinschaft und machen Bozen zu einer dynamischen Stadt, die mit der Zeit geht und die Bedürfnisse der neuen Generationen stets im Blick hat.