Beschreibung
Auch heuer fand wieder wenige Tage vor Schulende das traditionelle Schülerlotsenfest statt. Gefeiert wurde im Veranstaltungsraum neben der Corpus-Domini-Kirche. Anwesend waren Mobilitätsstadtrat Stefano Fattor und Schulstadträtin Johanna Ramoser. Sie dankten dem Präsidenten der Sozialgenossenschaft der Schülerlotsen, Domenico d’Antuono und den 139 Frauen und Männern für ihren wichtige Dienst für die Kinder. Drei Schülerlotsen, und zwar Marco Flora, Paolo Semidoppio und Lorenzo Seppi, wurde für ihre 10-jährige Tätigkeit als Schülerlotse ausgezeichet.
Den Schülerlotsendienst gibt es in Bozen seit mehr als 25 Jahren. Frauen und Männer stehen an verschiedenen Kreuzungen, um die Schulkinder sicher auf die andere Seite zu geleiten. Die Stadt Bozen wollte mit dem Schülerlotsendienst rüstigen Seniorinnen und Senioren eine nützliche Aufgabe geben. So ist der Schülerlotsendienst entstanden. Im heurigen Schuljahr gab es insgesamt 139 Schülerlotsen, 23 davon sind Frauen. Die Schülerlotsen stehen an 110 Kreuzungen und Zebrastreifen in der Nähe von 20 Grundschulen mit insgesamt 4.784 Schülerinnen und Schülern. Der Stadtrat hat erst kürzlich beschlossen, die Vergütung der Schülerlotsen von 9,16 Euro auf 10,00 Euro anzuheben.
Seit ein paar Jahren gibt es auch den sogenannten Pedibus, d.h. Schülerlotsen sammeln die Kinder an einem bestimmten Treffpunkt ein und begleiten sie den gesamten Schulweg bis zur Schule. Es gibt derzeit 9 Pedibus-Linien: in der Rittnerstraße zur Grundschule Chini in der Dolomitenstraße, in der Brennerstraße zur Grundschule Wolf in Rentsch, von Drusus Ost zur Grundschule Langer am Montessoriplatz, in der Fagenstraße ab dem Gescheibten Turmweg zur Grundschule Gries in der Martin-Knoller-Straße, in der Duca-d’Aosta-Allee (Dreiheiligengasse) zur Grundschule Gries in der Martin-Knoller-Straße, vom Grieser Platz zur Grundschule Gries in der Martin-Knoller-Straße, von der Emeristraße in Casanova zur Grundschule M.L. King in der Parmastraße, von Casanova/Kaiserau zur Grundschule Langer am Montessoriplatz und von Drusus Ost zur Grundschule Pestalozzi in der Europaallee.
Es gibt auch zwei Gruppen von Schülerinnen und Schülern, die im Autobus in die Schule begleitet werden, und zwar starten sie in Casanova/Kaiserau und fahren gemeinsam zu den Grundschulen Don Bosco und Pestalozzi.
Für viele Kinder ist der Schülerlotse bzw. die Schülerlotsin auf ihrem täglichen Weg zur Schule bzw. Heimweg ein fixe Bezugsperson, in vielen Fällen entwickelt sich im Laufe der Zeit eine Freundschaft zwischen den Schülerlotsen und den Kindern. Weil die Eltern wissen, dass ihre Kinder sicher auf einem gefährlichen Straßenabschnitt begleitet werden, lassen sie sie gerne zu Fuß gehen oder mit dem Fahrrad zur Schule fahren. Das ist auch ein kleiner, aber wichtiger Beitrag für die Umwelt, denn das Auto bleibt stehen, und außerdem tut der Fußweg zur Schule den Kindern gut.