Beschreibung
Im Namen der Gemeindeverwaltung geben der Bürgermeister Claudio Corrarati und Mobilitätsstadträtin Johanna Ramoser bekannt, dass die Schmiedgasse künftig von den Radfahrenden zweispurig benutzt werden kann. Mit dieser Maßnahme soll die Sicherheit der Radwege verbessert und das Radwegenetz weiter ausgebaut werden. Die Entscheidung ist das Ergebnis eines Projekts, das bereits vor einiger Zeit initiiert wurde und in den vergangenen Monaten mit Studien, Analysen und Aussprachen auch auf politischer Ebene mit Einbindung der Ratskommission für Mobilität weitergeführt worden ist. Das Projekt war komplex, denn es ging um die Anbindung der Vittorio-Veneto-Straße an den Grieser Platz. Die Vittorio-Veneto-Straße ist kurz vor dem Grieser Platz besonders eng und vor allem für Radfahrende gefährlich. Daher wurde nach einer Lösung gesucht, bei der die Sicherheit der Radfahrenden gewährleistet ist, ohne den innerstädtischen Verkehr zu stark zu beeinträchtigen.
Radfahrende dürfen künftig die Schmiedgasse in beide Fahrtrichtungen benutzen. Auf diese Weise kann das enge Straßenstück der Vittorio-Veneto-Straße kurz vor dem Grieser Platz umfahren werden. Diese Entscheidung hat aber auch zur Folge, dass die Schmiedgasse für den Verkehr gesperrt wird; nur Anrainer haben freie Durchfahrt. Dadurch wird das Verkehrsaufkommen gesenkt, was die Schmiedgasse auch für die Radfahrenden sicherer macht. Und weniger Durchzugsverkehr trägt auch zu einer Verbesserung der Lebensqualität der Menschen bei, die in der Schmiedgasse wohnen.
Die neue Verkehrsregelung in der Schmiedgasse hat auch einen direkten positiven Effekt auf das Radwegenetz der Stadt, denn die Schmiedgasse ist künftig Teil des Radweges, der die Vittorio-Veneto-Straße über die Wohnzone auf dem Gelände der ehemaligen Grieser Kellerei mit der Freiheitsstraße verbindet. Es entsteht ein durchgehender Radweg von der Altstadt bis zum Krankenhaus.
In der Schmiedgasse werden verkehrsberuhigende Maßnahmen umgesetzt. Sie wird als Wohnstraße eingestuft, d.h. es gilt eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 20 km/h, und am Beginn und am Ende der Schmiedgasse werden Bodenschwellen errichtet, um den Verkehr einzubremsen. Und es werden alle notwendigen Verkehrsschilder installiert.
“Die Bevölkerung wünscht sich bereits seit längerem eine Lösung dieser Art, wie wir sie jetzt genehmigt haben. Die nachhaltige Mobilität und die Sicherheit der Radfahrenden liegen der Stadtregierung sehr am Herzen.“ sagten Bürgermeister Corrarati und Stadträtin Ramoser. „Wenn wir gute Radwegeverbindungen schaffen und die gefährlichen Punkte entschärfen, fördern wir das Fahrrad als alternatives Verkehrsmittel für den Alltag. Die Straßen werden generell sicherer, sodass sie alle benutzen können.“
Mit der Einführung des zweispurigen Verkehrs für Radfahrende in der Schmiedgasse wird das Radwegenetz in Bozen weiter ausgebaut. Die Stadtregierung wird auch künftig nach Lösungen suchen, bei denen die Sicherheit im Mittelpunkt steht, insbesondere der Radfahrenden und der Zufußgehenden.