Beschreibung
Bei ihrer Sitzung am gestrigen Mittwoch, 03. Mai 2023 hat die Ratskommission für Umwelt die erste Variante (585.700 Euro) des Projektes für die Sanierung der alten Mülldeponie bei Schloss Sigmundskron besprochen (Gesamtkosten 4,803 Mio. Euro). Das Projekt stammt von Ing. Martin Weiss (Studio Büroweiss), vom Geologen Lorezo Cadrobbi (Studio Geologia e Ambiente) und von Arch. Werner Reifner.
Umweltstadträtin Chiara Rabbini eröffnete die Sitzung, und der Direktor des Amtes für Geologie, Zivilschutz und Energie der Stadtgemeinde Bozen, Emanuele Sascor, der auch der Projektveratwortliche ist, hat kurz über die „Geschichte“ der Mülldeponie bei Schloss Sigmundskron berichtet und die Kosten für die Sanierungs- und Bonifizierungsarbeiten erläutert. Im Anschluss daran beschrieb Ing. Weiss die Maßnahmen, mit denen die ehemalige Fläche der Deponie versiegelt wurde. Sein Büro beschäftigt sich bereits seit 40 Jahren mit der Versiegelung von problematischen Flächen und Deponien. Hannes Weiss hat dann die Gründe erläutert, warum eine Projektvariante ausgearbeitet werden musste, und die technischen Details der Variante erklärt. Auch wenn die Arbeiten noch nicht ganz abgeschlossen sind (voraussichtlich erst Ende Juni), wurden die Tennisplätze bereits wieder neu angelegt und vor zwei Wochen dem Sportverein ENDAS übergeben. Es hat auch schon das erste Turnier auf den neuen Tennisplätzen stattgefunden. Die Stadtgemeinde Bozen beabsichtigt, die Fläche neben den Tennisplätzen anzukaufen, um dort einen weiteren Tennisplatz und zwei Padel-Felder anzulegen. Im oberen Teil des bonifizierten Areals wird eine Trainingsfläche für die Rettungshundestaffel „Dolomiten“ entstehen, und ein weiterer Bereich, der einem Verein für die Pflege kranker Vögel und dem Schutz der Vogelarten zur Verfügung gestellt werden wird. Außerdem wird eine große Grünfläche eingerichtet, die frei zugänglich sein wird und auf der auch eine Panoramaterrasse geplant ist. Das gesamte Areal wird mit neuen Fußgänger- und Fahrradwegen erschlossen und an die sogenannte Ringpromenade angebunden. Die Sanierungs- und Bonifizierungsarbeiten führt die Bietergemeinschaft Mair Josef, Lago Rosso und Wipptaler Bau aus.
Die Ratskommission für Umwelt dankte den Anwesenden für die Vorstellung der Details des Projektes und der Arbeiten und freut sich, dass in Kürze wieder eine neue Grünzone für die Bevölkerung und die zahleichen Touristen zur Verfügung stehen wird.