STREETWORKBZ – Initiative zur Eindämmung gefährdender und problematischer Verhaltensweisen bei Jugendlichen

Ausgebildete Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter nehmen sich in der mobilen Jugendarbeit der Bedürfnisse, Wünsche, Belastungen und Benachteiligungen von jungen Menschen an und verbessern dadurch die Akzeptanz in der Bevölkerung
Veröffentlichungsdatum:

17.01.2024

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  • Pressemitteilung
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Beschreibung

STREETWORKBZ ist ein Angebot der mobilen Jugendarbeit. Im Mittelpunkt des Projekts steht der Aufbau von Kontakten zu vorwiegend jungen Menschen durch ausgebildete Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter. Die Kontaktaufnahme findet dabei im persönlichen Lebensumfeld der Jugendlichen statt. Beim Streetwork geht es darum, den jungen Menschen zuzuhören, ihr Vertrauen zu gewinnen und eine verlässliche Beziehung zu ihnen aufzubauen, damit es gelingen kann, die Bedürfnisse, Wünsche, Belastungen und Verhaltensweisen der Jugendlichen zu verstehen und geeignete Hilfsangebote sowie neue Perspektiven zu entwickeln. Heute Vormittag wurde die Initiative, die vom Ressort für Sozialpolitik der Stadt Bozen gefördert und unter der Federführung des Betriebs für Sozialdienste von den Vereinen Volontarius, La Strada und River Equipe betreut wird, von Sozialstadtrat Juri Andriollo vorgestellt.

Zu den Zielen der Initiative gehören die frühzeitige Erkennung von Benachteiligungen, die Eindämmung von fremdgefährdenden Verhaltensweisen sowie die pädagogische Begleitung und gesellschaftliche Eingliederung von starktproblembelasteten Jugendlichen. Dabei arbeiten die Streetworker mit Einrichtungen, lokalen Diensten und den Ordnungskräften zusammen. Ergänzt wird die mobile Jugendarbeit durch weitere Aktivitäten aus der Sozialarbeit, Kunst- und Kreativarbeit und sportliche Tätigkeiten.

Streetworker sind keine Gesetzeshüter und daher nicht für die öffentliche Ordnung zuständig, können aber mit verschiedenen Einrichtungen, Organisationen und den Polizeikräften zusammenarbeiten, um Situationen, die durch junge Menschen mit problembehafteten Verhaltensweisen entstehen, zu entschärfen. Die Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter treffen sich mit den Jugendlichen in deren persönlichem Lebensumfeld. Sie beobachten Entwicklungen aus dem Inneren der Gruppen heraus, behalten neuralgische Stadtbereiche im Blick, organisieren Kreativ- und Sportangebote, Gemeinschaftsprojekte sowie Initiativen zur gemeinsamen Neugestaltung informeller Räume. Außerdem fungieren sie als Mediatorinnen und Mediatoren. Sie bieten individuelle Begleitung und organisieren Aus- und Fortbildungsangebote sowie Workshops für Einzelpersonen und Gruppen.

Das Angebot von StreetworkBZ richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene im Alter zwischen 11 und 25 mit selbst- oder fremdgefährdenden Verhaltensweisen.

Die Streetworker sind immer zu zweit unterwegs. Es sind jeweils mehrere Teams im Einsatz, die das gesamte Stadtgebiet abdecken. Wann und an welchen Orten die Streetworker anzutreffen sind, ist bedarfsabhängig. Grundsätzlich sind sie jedoch zwischen 9.00 und 22.00 Uhr vor Ort. Nach jeder Streetwork-Einheit wird eine Einsatzbericht angefertigt. Einmal im Monat werden die Entwicklungen Stadtviertel für Stadtviertel in einem Entwicklungsbericht festgehalten. Dieser hilft, den konkreten Bedarf der jungen Menschen und auch der Bewohnerinnen und Bewohner ortsspezifisch zu ermitteln.

Wie Licia Manzardo vom BSB, Davide Monti von Volontarius und Stefano Santoro vom Amt für Familie, Frau, Jugend und Sozialförderung auf der Pressekonferenz berichteten, waren in den 3 Monaten des vergangenen Jahres insgesamt 11 Pädagogen/Pädagoginnen und Sozialarbeiter/Sozialarbeiterinnen im Einsatz. Es kam zu insgesamt 144 Treffen und 500 Kontaktaufnahmen. Die Streetworker waren an 16 neuralgischen Punkten im Stadtgebiet präsent. 26 Personen wurden gemeldet, 22 Personen wurden in Begleitprojekte eingebunden.

Um kritische Situationen erfolgreich entschärfen zu können, benötigen die Streetworker auch die Mithilfe der Bevölkerung. Die Streetworker sind über den „StadtSensor“, das Meldeportal der Stadt, oder direkt über die E-Mail-Adresse streetworkbz@volontarius.it erreichbar.

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Ultimo aggiornamento

Letzte Änderung: 10.01.2025 09:26

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