Beschreibung
Am Montag, den 11. November, fand auf Schloss Maretsch ein Dialogtag zum Thema Konsum statt, der den Auftakt zu einer Veranstaltungsreihe bildete, die im Jahr 2025 fortgesetzt wird. An dem von der Arbeitsgruppe „ Die Grenze des Konsums - Konsum und seine Grenzen“ organisierten Treffen haben lokale Organisationen und Verbände teilgenommen, darunter Ser.D., Abteilung Territoriale Dienste, Bahngleis7-Caritas, Forum Prevenzione, Exit-La Strada-der Weg, Hands-Young und Volontarius, koordiniert vom Pol „Territorium und Gemeinschaft“ und dem Amt Jugend der Stadt Bozen.
Während des Treffens haben Vertreter und Fachleute die Möglichkeit gehabt, sich über eine Reihe von zentralen Themen auszutauschen:
· Motivationen für den Konsum: Warum konsumieren wir? Konsum ist oft eine Strategie, um mit „negativen“ Gefühlen wie Frustration, Wut, Enttäuschung oder Hilflosigkeit umzugehen.
· Arten des Konsums: Nicht nur Drogen, Alkohol oder Zigaretten, sondern auch Gegenstände, Beziehungen, das Internet, soziale Medien, Drogen und Spiele können als Mittel zur Ablenkung von unerwünschten Gefühlen eingesetzt werden.
· Fähigkeiten zum bewussten Konsum: Die Fähigkeit, sich zu informieren und die eigenen Bedürfnisse und Motivationen einzuschätzen, sowie der Umgang mit den mit dem Konsum verbundenen Emotionen sind grundlegend für ein ausgewogeneres und verantwortungsvolleres Verhalten.
· Werkzeuge zur Bewusstseinsbildung: Der Workshop regte die Teilnehmer dazu an, konkrete Ideen und Strategien zu entwickeln und das Thema Konsum aus vier Perspektiven zu beleuchten: Jugendliche, Eltern, Beteiligte und Gesellschaft.
Der provokante Titel „Alarm Jugendliche“ - mit dem durchgestrichenen Wort „Alarm“ - unterstreicht den Wunsch, den Schwerpunkt von der bloßen Etikettierung des Jugendproblems zur Aufforderung an die erwachsene Gesellschaft zu verlagern, ein kompetentes und bewusstes Modell zu werden. Die Organisatoren haben betont, wie wichtig es ist, einen Dialog nicht nur über junge Menschen, sondern mit ihnen zu führen. Weitere Veranstaltungen: Im Jahr 2025 wird das Projekt eine Reihe von Treffen vorschlagen, die jungen Menschen gewidmet sind, um ihre Reflexion über den Konsum zu vertiefen und ihre Sichtweise aktiv anzuhören. Darüber hinaus sind in jedem der fünf Stadtteile von Bozen Gesprächsrunden für Eltern unter Beteiligung von Fachleuten, Beratungsgespräche für Familien in problematischen Situationen im Zusammenhang mit dem Konsum (an informellen Orten in der Nähe der Familie) und eine öffentlich zugängliche Kulturveranstaltung zum Thema Konsum geplant. Mit dem Projekt „Die Grenzen des Konsums“ setzen die Stadt Bozen und der Betrieb für Sozialdienste Bozen ihr Bemühen fort, eine informierte und bewusste Gemeinschaft zu fördern, die in der Lage ist, sich gemeinsam den Herausforderungen zu stellen, die das Konsumverhalten mit sich bringt.