Pressekonferenz zur Stadtratssitzung vom 5. November 2026

Die heutigen Schwerpunktthemen: Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssituation am Verkehrsknoten Romstraße; neue Wohnungen auf dem Gelände der Huber-Kaserne und erste Zahlen zu den Winternotunterkünften
Veröffentlichungsdatum:

05.11.2026

© mp - Creative Commons Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)

Beschreibung

Die Verkehrslage in der Romstraße, der geförderte Wohnungsbau und die Winternotunterkünfte standen heute im Mittelpunkt der Pressekonferenz von Bürgermeister Claudio Corrarati, Vizebürgermeister Stephan Konder, Mobilitätsstadträtin Johanna Ramoser und Sozialstadträtin Patrizia Brillo.

Mobilität: 5 Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrslage am Knotenpunkt Romstraße

Damit der Verkehr in der Romstraße zwischen der Rombrücke und der Claudia-Augusta-Straße wieder flüssiger läuft und auch die Radfahrenden und Fußgänger diesen Straßenabschnitt sicher nutzen können, haben die Verkehrsplaner der Stadt fünf neue Maßnahmen auf den Weg gebracht. Diese Maßnahmen, die heute von Bürgermeister Corrarati, Mobilitätsstadträtin Johanna Ramoser und dem Direktor des Mobilitätsamtes Ivan Moroder vorgestellt wurden, sind das Ergebnis einer gezielten Analyse der Verkehrsflüsse, Stausituationen und Behinderungen entlang der gesamten Strecke.

Nach der Schließung der Unterführung zwischen dem St.-Gertraud-Weg und der Trienter Straße hat sich die Verkehrssituation an diesem wichtigen Knotenpunkt weiter verschärft. Das Miteinander von Autos, Fahrrädern und Fußgängerinnen und Fußgängern, die vielen Querungen und Überwege lassen den Verkehr stocken, insbesondere am südlichsten Kreisverkehr, jenem in der Claudia-Augusta-Straße. Dabei reichen die Staus teilweise bis in die Florenzstraße zurück.

Als erste Maßnahme wurde die Errichtung eines geschützten Zweirichtungsradweges entlang der Romstraße nach dem Kreisverkehr in der Claudia-Augusta-Straße beschlossen. Der Radweg führt über die heutige Busspur, die mit Sperrelementen von der Fahrbahn abgetrennt wird. Dadurch können alle, die mit dem Fahrrad aus dem St.-Gertraud-Weg und von den nahen Schulen kommen und in Richtung der Rombrücke fahren, in die Romstraße einbiegen, ohne dafür zweimal die Fahrbahn queren zu müssen. Auch im Kreisverkehrsbereich soll ein Zweirichtungsradweg entstehen.

Darüber hinaus wurde beschlossen, die Radüberwege nahe der Rombrücke und in der Romstraße zu verlegen. Durch die Verlegung des Radwegs inmitten der Romstraße wird die Querung, die derzeit ganze 23 Meter lang ist, verkürzt. Eine Ampel mit Rot-, Gelb- und Grünphase erlaubt eine schnellere Freigabe. Der Radüberweg an der Trientner Straße wird hingegen weiter nach Osten versetzt. Dadurch soll ein Rückstau in den Kreisverkehr hinein vermieden werden.

Als vierte Maßnahme wird die Busspur auf der Rombrücke in südlicher Richtung entfernt. Diese Maßnahme wurde so mit dem Busunternehmen SASA vereinbart. Wie die Analysen gezeigt haben, ist eine eigene Busspur in diesem Abschnitt nicht unbedingt notwendig, um einen ordnungsgemäßen Ablauf des ÖPNV-Verkehrs sicherzustellen.

Die fünfte Maßnahme – der Bau von zwei Ausfahrten am mittleren Kreisverkehr in Richtung der Rombrücke - wird derzeit noch geprüft, insbesondere mit Blick auf die in diesem Abschnitt vorhandenen Privatparkplätze. Eine solcher Ausbau würde die Aufnahmefähigkeit des Kreisverkehrs erhöhen.

„Diese Maßnahmen sind das Ergebnis detaillierter Messungen und einer engen Abstimmung mit den Verkehrsplanern. Es sind mutige Entscheidungen, die hier getroffen wurden, die vor allem die Sicherheit all jener, die mit dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs sind, erhöhen und gleichzeitig den Verkehrsfluss verbessern werden. Eine Bushaltestelle oder eine Straßenquerung reichen, um lange Staus zu verursachen. Deshalb wollen wir dafür sorgen, dass sich die Fahrzeuge bewegen, wenn auch langsam, denn das Stop-and-Go sorgt noch mehr Emissionen und noch mehr Missstimmung,“, so der Bürgermeister.

Einige Arbeiten werden bereits in den nächsten Wochen umgesetzt. Bei den Maßnahmen, die etwas mehr Planungsvorlauf benötigen, wird es mit der Umsetzung etwas länger dauern, da auch weitere Genehmigungen eingeholt werden müssen. In Kürze wird eine ständige Arbeitsgruppe ihre Arbeit aufnehmen. Sie wird die Verkehrsdaten beobachten und bereits Anfang 2027 eine erste Überprüfung der Wirksamkeit der Maßnahmen vornehmen und gegebenenfalls korrigierend eingreifen.

Zur Entlastung der Verkehrssituation wird künftig auch die Palermobrücke in beiden Fahrtrichtungen befahrbar sein. Die Arbeiten wurden bereits vergeben und werden noch in diesem Jahr beginnen. Durch diesen Schritt will die Stadt eine alternative Strecke für Fahrten in Richtung der Dalmatienstraße, Turinstraße und Mailandstraße bieten und die Romstraße entlasten. Der Verkehr soll in der Zeit möglichst ungehindert weiterlaufen. Die wichtigsten Arbeiten sollen in 6 bis 8 Monaten abgeschlossen sein.

Huber-Kaserne. Auslobung eines Planungswettbewerbs für den Bau neuer Wohnungen

Anfang 2027 setzt die Stadt die ersten Planungsschritte für die Umgestaltung des Geländes der Huber-Kaserne in der Drususstraße. Dort sollen nach Abschluss der gesamten Planungsprozesses Wohnungen für den geförderten Wohnungsbau entstehen. Über einen Planungswettbewerb werden die besten räumlichen und architektonischen Konzepte für die Nutzung dieses für die Entwicklung der Stadt strategischen Areals ermittelt. Ersten Angaben zufolge werden auf dem heutigen Kasernenareal künftig 400 bis 450 neue Wohnungen entstehen.

Man wolle rechtzeitig mit den Planungen beginnen, so Vizebürgermeister Konder, damit man gleich beginnen könne, sobald das Land das bisherige Militärgelände an die Stadt abtritt. Das Land hat bereits zugesagt, die Stadt an der Neugestaltung des Areals zu beteiligen.

Über den Planungswettbewerb, der von der städtischen Urbanistikabteilung organisiert und abgewickelt wird, können verschiedene Gestaltungskonzepte miteinander verglichen werden und die besten Lösungen in Hinblick auf die Ausschöpfung des baulichen Nutzungspotentials, die Zahl und Art der Wohnungen, die architektonische und städtebauliche Qualität, die Einfügung in den Bestand und die technischen sowie wirtschaftlichen Machbarkeit übernommen werden. Die Stadt macht folglich keine genauen Gestaltungsvorgaben, sondern entscheidet auf der Grundlage der eingereichten Konzepte.

Möglicherweise wird auch ein zweiphasiger Wettbewerb ins Auge gefasst. Dabei werden in einer ersten Phase die Projekte nur im Ansatz geprüft, und nur eine reduzierte Gruppe von Teilnehmenden wird zur nächsten Runde zugelassen, wo die Projekte dann eingehend geprüft

werden. Die Teilnahmevoraussetzungen, Bewertungskriterien und Verfahrensabläufe können den Ausschreibungsunterlagen entnommen werden.

Das Planungsverfahren wird sich über das gesamte Jahr 2027 erstrecken, so Vizebürgermeister Konder. Zwischen Januar und März werden die Planungsdetails und die Fach- und Verwaltungsunterlagen ausgearbeitet. Anschließend beginnt das Genehmgungsverfahren, das bis Mai abgeschlossen sein sollte. Zwischen Juni und Oktober wird der Planungswettbewerb über die Bühne gehen, und im November und Dezember werden die eingegangenen Konzepte geprüft und das Siegerprojekt ermittelt.

„Die Bebauung des Geländes der heutigen Huber-Kaserne ist eine große Chance für die Stadt. Auf der Fläche können in den nächsten Jahren 400 bis 450 Wohnungen entstehen. Bereits im Januar werden wir mit der Planungsphase beginnen. Das Siegerprojekt soll Ende 2027 feststehen, sodass wir dann, sobald das Land uns das Kasernengelände zur Verfügung stellt, bereit sind, um sofort in die Umsetzung zu gehen. Wir hoffen, dass wir 2029 mit den Bauarbeiten beginnen können,“ so der Vizebürgermeister.

„Mit der Bebauung dieses Areals geben wir wichtige Antworten auf den großen Wohnungsbedarf in unserer Stadt. Wir arbeiten derzeit an mehreren Fronten, um das Angebot an Wohnraum zu fairen Preisen zu vergrößern, und die Bebauung des Geländes der Huber-Kaserne ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung.“

Winternotunterkünfte Die Aufnahme hat begonnen, die Belegungszahlen werden laufend beobachtet

Nach der Öffnung der Winternotquartiere für Menschen ohne Obdach am 1. November legte Sozialstadträtin Patrizia Brillo heute erste Zahlen vor. Insgesamt sind in Südtirol 5 Winternotquartiere aktiv. Jenes in Bozen verfügt über 70 Plätze, jenes in Meran über 45 (20 für Männer und 25 für Frauen) und jene in Brixen, Bruneck und Leifers jeweils über 20 Schlafplätze. Hinzu kommen weitere 25 Schlafplätze (davon allein 20 in Bozen), die je nach Bedarf kurzfristig eingerichtet werden können.

Wer einen Schlafplatz in einem der Winternotquartiere benötigt, muss sich am Infopoint in der Rittner Straße anmelden. Der Infopoint ist die zentrale Koordinierungsstelle für ganz Südtirol. Von hier aus werden die Menschen, die einen Schlafplatz benötigen, an die einzelnen Winternotquartiere weitervermittelt.

In diesem Zusammenhang berichtete Stadträtin Brillo, dass sich bereits mehrfach Personen am Morgen beim Infopoint für einen Schlafplatz angemeldet hätten, am Abend jedoch nicht in die Notunterkunft gekommen seien. Und es gehe dabei nicht um Einzelfälle, so die Stadträtin. So waren im Winternotquartier in Bozen zwar 50 Personen angemeldet, gekommen sind am Abend allerdings nur 35. Das heißt, es hätten eigentlich weitere fünfzehn Personen untergebracht werden können. Stattdessen sind die Betten leer geblieben. Um solche Situationen künftig zu vermeiden, werden die Zahlen in den nächsten Wochen laufend beobachtet. Bei Bedarf werde man das Anmelde- und Vergabesystem anpassen, so die Stadträtin.

Man wolle die Aufnahmen bedarfsorientiert und auf der Grundlage verlässlicher Daten organisieren. Dazu müssten die Entwicklungen laufend beobachtet werden, weshalb künftig die Belegung und Auslastung der Notunterkünfte der alle 15 bis 20 Tage überprüft werde. Dadurch könne die Landesverwaltung zeitnah über etwaige Probleme und über den Bedarf an weiteren Aufnahmemöglichkeiten unterrichten werden, so Brillo.

Um Zugang zu einer der Winternotunterkünfte zu erhalten, müssen sich die Personen seit mindestens vier Wochen in Südtirol aufhalten. Darüber hinaus müssen sie die nötigen Papiere vorweisen können, wobei besondere Notfälle separat betrachtet werden. Frauen mit minderjährigen Kindern werden unverzüglich untergebracht, gegebenenfalls auch in einem Hotel, bis eine angemessenere Unterbringung gefunden wird.

Weitere Informationen

Letzter Veröffentlichungstag

05.11.2028

Ultimo aggiornamento

Letzte Änderung: 05.11.2026 17:43

Sito web e servizi digitali OpenCity Italia · Zugriff auf Site-Editoren