Müllaktion am Neptunbrunnen: Bürgermeister Caramaschi empfängt ZeLIG-Studierende

Die Anzeige gegen die Studierenden, die den Neptun-Brunnen am Obstplatz mit Abfall “eingekleidet” haben, wurde mittlerweile zurückgezogen
Veröffentlichungsdatum:

23.02.2023

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Ein Handschlag besiegelte heute das gütliche Ende eines Vorfalls, der zunächst wie eine mutwillige Beschädigung eines erst vor Kurzem aufwändig restaurierten Denkmals im Zentrum von Bozen aussah, der in Wirklichkeit jedoch, wie sich später herausstellte, zu einem Kurzfilm gehörte, der dieser Tage in Bozen gedreht wird.

Letzte Woche wurde der Neptunbrunnen auf dem Obstplatz von einer Gruppe Jugendlicher verunstaltet und mit Müll behangen. Wie sich in der Folge herausstelle, handelte es sich bei der Gruppe um Studierende der Filmschule Zelig, die mit dieser Aktion auf das Problem der wilden Müllablagerungen auf der Talferpromenade aufmerksam machen wollten. Bürgermeister Renzo Caramaschi, der im Namen der Stadt Klage gegen die Verursacherinnen und Verursacher eingereicht hatte, nahm die Klage heute zurück, nachdem sich die jungen Filmschaffenden bei der Stadt und beim Bürgermeister offiziell für die Aktion, mit der sie, wie sie betonten, der Allgemeinheit keinen Schaden zufügen wollten, entschuldigt hatten. Man verständigte sich darauf, mit gemeinsamen Initiativen auf das Problem der illegalen Müllentsorgung aufmerksam zu machen und einen Dokumentarfilm über Bozen zu drehen. Die jungen Filmschaffenden luden Bürgermeister Caramaschi zur Erstausstrahlung des Kurzfilms am 18. März im Museion ein. Zuvor findet auf den Talferwiesen und auf der Talferpromenade eine Plogging-Aktion statt, an der sich auch Bürgermeister Caramaschi beteiligen wird und bei der in einer gemeinsamen Aktion Müll eingesammelt wird.

Caramaschi zeigte sich zufrieden damit, dass der Vorfall doch noch einen positive Wendung genommen hat. "Die jungen Leute haben uns versichert, dass dies kein Akt der Respektlosigkeit sein sollte, sondern dass sie vielmehr auf ein Problem hinweisen wollten. Die Aktion wurde mit großer Sorgfalt geplant, dem öffentlichen Gut wurde kein Schaden zugefügt und die jungen Leute haben zugesagt, das Denkmal zu reinigen und alles wieder in Ordnung zu bringen. Daher habe ich ihre Entschuldigung angenommen und die Anzeige zurückgezogen“, so der Bürgermeister, der sich zudem erfreut zeigte, dass es gelungen ist, weitere gemeinsame Initiativen gute Zusammenarbeit mit den jungen Filmschaffenden legen konnten“, so Bürgermeister Caramaschi.

Auch die Verantwortlichen der Filmschule ZeLIG, die seit mehr als dreißig Jahren junge Menschen ausbilden, für die das Kino nicht nur ein Berufsfeld ist, sondern auch eine Gelegenheit, ihre persönliche Haltung zum Ausdruck zu bringen, zeigten sich erfreut darüber, „dass diese Aktion, die in der Art und Weise, wie sie durchgeführt wurde, zweifellos falsch war, in einen positiven Austausch gemündet ist, der letztlich auch den Gemeinsinn stärken wird.“

Die Verantwortlichen der Filmschule bedankten sich bei Bürgermeister Caramaschi und seinem Mitarbeiterstab dafür, dass sie sich auf einen konstruktiven Dialog eingelassen haben, der dazu beigetragen habe, dass sich die an der Aktion beteiligten Personen ihrer Verantwortung aktiv gestellt hätten.

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Letzte Änderung: 10.01.2025 09:30

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