Beschreibung
In den nächsten Monaten wird Bozen mit Unterstützung des Instituts für erneuerbare Energien der Europäischen Akademie seinen Aktionsplan für nachhaltige Energie und Klima anpassen und überarbeiten. Dabei wird es vor allem darum gehen, welche Maßnahmen die Stadt zusätzlich ergreifen soll, damit sie ihre Klimaziele bis 2030 erreicht. Und da die im Aktionsplan enthaltenen Klimaschutzmaßnahmen die gesamte Stadtbevölkerung betreffen, will die Stadt die Bürgerinnen und Bürger in diesen Überarbeitungsprozess einbinden.
Wie Bürgermeister Renzo Caramaschi und Umweltstadträtin Chiara Rabini bei der Vorstellung des Überarbeitungs- und Beteiligungsprozesses – kurz „Klima BZ“ genannt - berichteten, erfolgt die Mitwirkung der Bevölkerung auf mehreren Ebenen. So etwa wird ein Klimabürgerrat eingerichtet, an dem 30 zufällig ausgeloste Bürgerinnen und Bürger mitwirken werden. Dieser wird von einem Fachteam aus 12 Vertreterinnen und Vertreter städtischer Interessengruppen flankiert. Gemeinsam werden sie Vorschläge zur Anpassung an die Klimarisiken beraten und vertiefen, um darauf aufbauend Handlungsempfehlungen für die Stadtverwaltung zu formulieren, die von allen Teilnehmenden mitgetragen werden und die es der Stadt ermöglichen, ihre Klimaziele bis 2030 zu erreichen.
An der Vorstellung von „Klima BZ“ nahmen auch der Direktor des Instituts für erneuerbare Energien der Eurac Wolfram Sparber sowie Emanuele Sascor, Direktor des städtischen Energieamtes, und Federico Voltolini (Eurac) teil.
Bozen arbeitet bereits seit Jahren daran, den Ausstoß klimaschädlicher Gase zu senken und sich gegen die Folgen des Klimawandels zu rüsten. Im Oktober 2020 legte Bozen erstmals einen Aktionsplan für nachhaltige Energie und Klima vor. Dieser enthält einen Überblick über die Gefahren, denen die Stadt künftig aufgrund des Klimawandels ausgesetzt sein wird, sowie eine Reihe von Maßnahmen, die ergriffen werden müssen, damit die Stadt den Ausstoß umweltschädlicher Gase senken und die Folgen des Klimawandels besser bewältigen kann. Vier Jahre nach der Verabschiedung des ersten Aktionsplans für nachhaltige Energie und Klima wird der Plan nun überarbeitet und an die vom Land Südtirol und von der EU vorgegebenen Klimaziele angepasst.
Um eine möglichst breite Akzeptanz der Maßnahmen zu erzielen, sollen Bürgerinnen und Bürger diesen Anpassungsprozess aktiv begleiten. Der in Zusammenarbeit mit EURAC eingerichtete Klimabürgerrat bestehend aus 30 zufällig ausgewählten Personen, die die Stadt in ihrer Vielfalt abbilden, soll mögliche Maßnahmen im Umgang mit der Klimakrise formulieren, die anschließend von den Fachleuten der Stadtverwaltung und von EURAC geprüft und in der Folge dem Stadtrat und dem Gemeinderat zur Genehmigung vorgelegt werden.
Die Mitwirkung im Klimabürgerrat erfolgt in drei Schritten:
- Inhaltliche Einführung: Expertinnen und Experten informieren über die verschiedenen Aspekte des Klimawandels, über die Anpassungsszenarien und über den Umgang mit den Klimarisiken. Auf Wunsch können einzelne Aspekte gesondert vertieft werden.
- Diskussion: Die Mitglieder des Klimabürgerrates beraten die verschiedenen Vorschläge und Maßnahmen.
- Entscheidung: Gemeinsam formulieren die Teilnehmenden konkrete Handlungsempfehlungen. die in den Aktionsplan für nachhaltige Energie und Klima der Stadt Bozen aufgenommen werden.
Die Sitzungen des Klimabürgerrates finden im September und Oktober statt. Insgesamt sind 5 Sitzungen anberaumt. Als kleines Dankeschön für ihr Engagement erhalten alle Teilnehmenden einen Gutscheinblock mit Eintrittskarten zu verschiedenen Kulturveranstaltungen und Aufführungen.
Um allen Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit zu geben, Vorschläge und Ideen einzubringen, wie die Stadt ihren CO2-Ausstoß senken und sich besser für den Klimawandel rüsten kann, wird auf der Website der Stadt Bozen und des Instituts für erneuerbare Energien der EURAC ein Ideenportal eingerichtet.
Nähere Informationen sind auf der Website der Stadt Bozen und des Instituts für erneuerbare Energien der EURAC abrufbar.
https://opencity.comune.bolzano.it/Documenti-e-dati/Progetti-studi-e-ricerche/ClimaBZ