Beschreibung
Das Phänomen des Glückspiels und der Spielsucht, stellen heute zwei Themen dar, die auch in der öffentlichen Meinung immer mehr Beachtung finden. Die direkten und indirekten Konsequenzen als auch die Nebeneffekte für Personen, die dieser Sucht zum Opfer fallen sind zahlreich. Laut dem Istituto Superiore della Sanità (ISS) ist eine Glücksspielstörung ein problematisches Verhalten, das zu Unbehagen und klinisch bedeutsamen Störungen bringt und wird vom Handbuch für Diagnostik und Statistik für Psychische Störungen als Verhaltenssucht eingestuft.
Menschen, die unter pathologischer Spielsucht leiden, spielen oft und wiederholend und sind von einem zwingen Spielbedürfnis angetrieben, das sehr schwierig zu kontrollieren ist. Dieses Verhalten dominiert das Leben des/der Spielers/In und verschlechtert die sozialen, beruflichen und familiären Werte und Pflichten. Der/die Spieler/In mit Spielsucht kann seinen Beruf gefährden, sich hoch verschulden oder das Gesetz brechen, um Geld zu erhalten oder um die Zahlung von Schulden zu vermeiden. Zirka 36,4% der italienischen erwachsenen Bevölkerung tätigt das Glücksspiel, aber das Thema betrifft auch die Jugendlichen. Laut dem ISS tätigen 29,2% der Jugendlichen im Alter von 14-17 Jahren das Glückspiel. Die Gemeinde Bozen will, mittels dem Amt für Familie, Frau, Jugend und Sozialförderung ihren Beitrag in der Prävention von jugendlichen Unbehagen geben und fördert das Wissen und den Austausch der neuen Plattform G.A.P., die vom Ministerium für Arbeit und Sozialpolitik unterstützt wird. Das Projekt entsteht mit dem Ziel das Jugendphänomen der neuen Süchte (Glückspiel, Videogames, Smartphone usw.) zu bekämpfen, durch die Stärkung des Schutzwertes der Beziehung mit den erwachsenen Bezugszpersonen (Eltern, Großeltern, Lehrpersonen, Sporttrainer/Innen, Jugendleiter/Innen, Erzieher/Innen usw.). Das kann durch Informations- und Bildungsmaßnahmen für Erwachsene erreicht werden, um die Fähigkeiten zu verbessern, die erforderlich sind, um einschneidende erzieherische Beziehungen zu jungen Menschen aufzubauen, um die Verschlossenheit und Isolation zu bekämpfen, die das Auftreten neuer Abhängigkeiten begünstigen.
Auf der Plattform G.A.P.
In der G.A.P.-Plattform, die über https://formazione.progettogap.it zugänglich ist, finden Sie:
- einen kostenlosen Schulungskurs für Eltern, Großeltern, Lehrpersonen, Sporttrainer/Innen, Jugendleiter/Innen und Erzieher/Innen, in dem sie sich neue Instrumente und Fähigkeiten aneignen können, um eine bessere Beziehung zu jungen Menschen aufzubauen und die Kommunikationslücke zwischen den Generationen zu schließen;
- eine spezifische Ausbildung für einen bewussten Umgang mit den neuen Technologien, die zusammen mit Jugendlichen durchgeführt werden soll;
- eine Ausbildung der Fachleute in allen miteinbezogenen Regionen, die sich mit Helplines befassen und der Schlüsselpersonen mit denen fragile Jugendliche am meisten in Kontakt treten;
- Vortrag eines Experten der die Warnsymptome der Spielsucht vorstellt;
- Eine Seite die den F.A.Q. gewidmet ist und eine für NEWS mit Informationen, Artikeln, und Notizen zum Themen der neuen pathologischen Abhängigkeit der Jugendlichen, sowie Hinweise auf Dienstleistungen und Möglichkeiten für gefährdete junge Menschen und ihre Familien.