Haushaltsabschluss 2024 vorgestellt

Pressemitteilung
Veröffentlichungsdatum:

14.04.2025

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Beschreibung

Bürgermeister Caramaschi präsentierte heute im Zuge einer Pressekonferenz gemeinsam mit dem Direktor der Abteilung für die Verwaltung der Finanzmittel, Fabio Bovolon, die wichtigsten Zahlen und Fakten zum Haushalt des vergangenen Jahres. Der Stadtrat hat den Haushaltsabschluss heute Vormittag genehmigt. Er wird jetzt in den zuständigen Ratskommissionen begutachtet und dann vom Gemeinderat genehmigt.

Bürgermeister Renzo Caramaschi erklärte zu Beginn seiner Ausführungen, dass die Verwalter der Stadt und die Finanzabteilung im vergangenen Jahr bewiesen haben, dass sie fähig waren, ihre Planungen unter Berücksichtigung des Haushaltsgleichgewichts und im Einklang mit dem Haushaltsvoranschlag umzusetzen.

Die Ausgaben der Stadt beliefen sich 2024 auf 331 Mio. Euro (297 Mio. Euro waren es 2023). Das entspricht 3.087 Euro je Einwohner. Die laufenden Ausgaben haben 198 Mio. betragen, das entspricht einem Betrag von 1.847 Euro pro Person. Auf nationaler Ebene liegt dieser Betrag im Schnitt bei 802 Euro pro Person. Die Investitionsausgaben lagen bei 64 Mio. Euro und damit bei 598 Euro je Einwohner. Städte vergleichbarer Größe gaben durchschnittlich nur 277 Euro für Investitionsvorhaben aus. Bozen investierte 2024 vor allem in neue Verkehrslösungen und andere Verbesserungen, um die Stadt moderner zu machen und die Lebensqualität der Bewohner/innen zu steigern. Seit 2020 sind die Ausgaben unter diesem Posten stetig gestiegen, im Vergleich zum Vorjahr sogar um 15%.

Im vergangenen Jahr wurde ein Haushaltsüberschuss in Höhe von 213 Mio. Euro erwirtschaftet. Dieser setzt sich aus Geldern zusammen, die bereits für bestimmte Investitionsvorhaben zurückgelegt oder zweckgebunden sind (43 Mio. Euro). 45 Mio. Euro wurden als Vorsichtsmaßnahme zurückgelegt und 125 Mio. Euro sind bereits für spezifische Projekte und Vorhaben zweckgebunden, wie z.B. die Sanierung der Mittelschule „J. von Aufschnaiter“ (42,5 Mio. Euro), der Bau der zweiten Eislaufbahn (9,9 Mio. Euro), Investitionen in neue Verkehrslösungen in der Industriezone (9,8 Mio. Euro), die Sanierung des Seniorenwohnheimes Don Bosco (12,1 Mio. Euro) und bauliche Maßnahmen im Rathaus (4,4 Mio. Euro).

Auch bei der Verschuldung und bei der Zahlungsmoral ist Bozen vorbildlich unterwegs. Nicht nur ist die Stadt aufgrund der frühzeitigen Tilgung aller Darlehen seit 2016 schuldenfrei. Sie zahlt auch ihre Rechnungen durchschnittlich nach 18 Tagen (italienweiter Durchschnitt: 30 Tage).

Die Einnahmen der Verwaltung bestehen hauptsächlich aus den Beiträgen des Landes (ca. 120 Mio. Euro, wobei die Hälfte für die Sozialdienste bereitgestellt wird) und des Staates (6 Mio. Euro). Die anderen Einnahmen sind Steuern der privaten Haushalte und Unternehmen (55,9 Mio. Euro) und anderweitige Einnahmen (56,1 Mio. Euro), insgesamt 112 Mio. Euro. Diese Zahlen zeigen, wie stark die Stadt Bozen von den Zuwendungen des Landes abhängig ist. Die laufenden Einnahmen sind ein wichtiger Bestandteil des Gemeindehaushaltes. Der größte Einnahmenposten sind die Sozialdienste mit 57,8 Mio. Euro, gefolgt von den Pro-Kopf-Beiträgen von 44,8 Mio. Euro. Weitaus geringer sind die staatlichen Beiträge (5,8 Mio. Euro), für die Kleinkindbetreuung (5,3 Mio. Euro) und andere Posten (insg. 5,6 Mio. Euro) sowie schließlich die Einnahmen aus der Irap (3 Mio. Euro) und der Fonds für die Schulmensen (1,6 Mio. Euro).

Die laufenden Ausgaben der Stadtgemeinde Bozen - 198 Mio. Euro waren es 2024 – liegt deutlich über dem italienweiten Durchschnitt. 1.847 Euro hat die Stadt pro Kopf für ihre Einwohner/innen ausgegeben, in anderen vergleichbaren Städten waren es 802 Euro. Die laufenden Ausgaben konzentrierten sich vor allem auf den Sozialbereich, der 44% der Investitionen erhält (85,4 Mio. Euro), gefolgt von institutionellen Ausgaben (35,5 Mio. Euro) und Ausgaben im Schul- und Bildungsbereich (18 Mio. Euro). 11,2 Mio. Euro wurden in die Kultur investiert, 9,8 Mio. Euro in die Bereiche Sport und Jugend, 9,5 Mio. Euro in die Sicherheit.

Die laufenden Ausgaben steigen langsam, aber stetig an, was wiederum ein Zeichen für eine umsichtige und an die Bedürfnisse angepasste Gebarung ist. Zwischen 2017 und 2024 sind die laufenden Ausgaben um insgesamt 4,1% angestiegen, was deutlich unter dem Inflationswert im gleichen Zeitraum liegt, der laut ASTAT 26% beträgt.

Die steuerliche Belastung liegt ebenfalls unter dem nationalen Mittelwert. Bozen liegt mit 493 Euro auf dem vorletzten Platz im italienischen Vergleich.

Was die Investitionsausgaben betrifft, so belaufen sich die Beiträge des Landes und des Staates auf insgesamt 21,2 Mio. Euro (1 Mio. Euro kommt vom Staat, 20,2 Mio. Euro vom Land). Diese Gelder sind für strategische Projekte in der Stadt vorgesehen. 5,3 Mio. Euro ist die Höhe der Zuwendungen aus dem Nationalen Plan für Aufbau und Resilienz (PNRR), 6,6 Mio. Euro wurden als Erschließungsbeiträge eingenommen, die in die Verbesserung der Infrastruktur und der öffentlichen Dienste investiert worden sind. Schließlich weist der Gemeindehaushalt einen Verwaltungsüberschuss von 57,9 Mio. Euro aus, der für strategische Investitionen genutzt werden kann, ohne dass sich die Stadt neuerlich verschulden muss. Bozen verzeichnet pro Kopf Investitionsausgaben von 539 Euro und liegt daher im Vergleich mit Städten ähnlicher Größe an erster Stelle: im nationalen Durchschnitt wurden nur ca. 250 Euro pro Kopf investiert. Die wichtigsten Investitionsausgaben wurden in den Bereichen Bildung, Mobilität, Sozialdienste und Sport- und Freizeitanlagen getätigt. Mit 22,1 Mio. Euro (34% des Gesamtwertes) wurde am meisten in die Mobilität investiert, gefolgt von der Bildung mit 19,1 Mio. Euro (ca. 30%), von der Umwelt (5,7 Mio. Euro), von den institutionellen Diensten (4 Mio. Euro), von den Sozialdiensten (3,6 Mio. Euro), von Sport und Freizeit (3,2 Mio. Euro).

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Ultimo aggiornamento

Letzte Änderung: 09.06.2025 18:59

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