Beschreibung
Das Umweltassessorat der Stadtgemeinde Bozen teilt mit, dass die Hangsicherungsarbeiten im Bereich oberhalb von St. Magdalena derzeit noch fortgesetzt werden. „Die Sicherheit der Bevölkerung hat absolute Priorität.” sagte Umweltstadtrat Marco Caruso. “Sicherungsarbeiten wie diese sind sehr wichtig, um hydrogeologischen Gefahren und Felsstürzen vorzubeugen, vor allem an den Hängen rund um Bozen.“
Die Hangsicherungsarbeiten haben bereits im vergangenen November begonnen. Sie sind Teil eines großen Projektes für die Sicherung der Hänge rund um Bozen. Das Projekt wurde nach dem großen Felssturz im Januar 2021 ausgearbeitet, bei dem ein Teil des Hotels Eberle zerstört worden war. Daraufhin beschloss die Stadtverwaltung, auf einem breiten Hangabschnitt zwischen Rentsch und St. Magdalena Steinschlagschutzbauten zu errichten. Die Eigentümer des zerstörten Hotelgebäudes müssen hingegen die Sicherung der Felswand hinter ihrem Gebäude, von der die Gesteinsbrocken abgebrochen waren, selbst in Auftrag geben. Diese Arbeiten können erst durchgeführt werden, nachdem die großen Hangsicherungsarbeiten abgeschlossen sind.
Die Hangsicherungsmaßnahmen umfassen die Errichtung von neuen, modernen Steinschlagschutzbauten, die wirksamer sind als die alten Schutzvorrichtungen. Diese wurden entfernt und durch die neuen ersetzt. Punktuell wurden Konsolidierungsarbeiten durchgeführt und es wurde ein großer Felsen abgesprengt. Diese Arbeiten sind bereits abgeschlossen worden.
Während der Arbeiten war die Oswaldpromenade auf dem Teilstück zwischen dem Aussichtspunkt und dem Parkplatz des Hotels Eberle gesperrt. Sie wird nach dem Abschluss der Arbeiten wieder geöffnet.
Die Arbeiten, für die eine Dauer von ca. 365 Tagen vorgesehen war, werden Anfang November planmäßig abgeschlossen. Die Kosten betragen 3.670.609,00 Euro. Davon übernimmt 80% das Land mit einem Beitrag im Sinne des L.G. 34/1975. Die Arbeiten werden von einer Bietergemeinschaft ausgeführt, zu der sich die Unternehmen Unirock GmbH und Geobau GmbH aus Bozen und das Consorzio Triveneto Rocciatori Scarl aus Fonzaso (BL) zusammengeschlossen haben. Die Projektkoordinierung hat das Amt für Geologie, Zivilschutz und Energie der Stadtgemeinde Bozen (Verantwortlicher Emanuele Sascor) übernommen, mit der Bauleitung wurden Ing. Giovanni Benussi, Geologe Joachim Dorfmann (Klausen) und Ing. Matteo Braghini (Bozen) beauftragt.