Gesundheitswesen: Gemeinde und Land vereinbaren Gespräche

Bürgermeister Claudio Corrarati und Landestat Hubert Messner: Regelmäßige Aussprachen über Krankenhaus, Mobilität und Gesundheitsdienste in Bozen
Veröffentlichungsdatum:

29.07.2026

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Beschreibung

Heute Vormittag fand ein Treffen zwischen Bozens Bürgermeister Claudio Corrarati und dem Landesrat für Gesundheit und Gesundheitsvorsorge, Hubert Messner statt. Bei den Gesprächen in der Landesverwaltung waren auch die Führungskräfte der Gemeinde- und der Landesverwaltung anwesend.

Bei dem Treffen wurde vereinbart, dass die Stadt Bozen und das Land Südtirol bei Gesundheitsthemen künftig enger zusammenarbeiten und gemeinsam an Lösungen suchen, die das Gesundheitswesen in der Landeshauptstadt betreffen. Und es wurde eine erste wichtige Entscheidung getroffen, die für die Zukunft richtungsweisend ist: Es wird in regelmäßigen Abständen Treffen und Aussprachen geben, um Probleme zu analysieren, Strategien zu entwickeln und Maßnahmen gemeinsam umzusetzen.

Im Mittelpunkt des heutigen Treffens stand das Landeskrankenhaus in Bozen. Es ist die wichtigste Gesundheitseinrichtung im Land, was unweigerlich mit Auswirkungen auf die Stadt verbunden ist. Tausende von Personen kommen jeden Tag ins Krankenhaus, weil sie dort arbeiten oder eine Visite haben oder Angehörige besuchen. Das hat Folgen für die Mobilität, den Verkehr, die Parkplatzsituation, den öffentlichen Personennahverkehr und insgesamt für die Organisation der Dienste in der Stadt.

Und gerade durch diese Vielzahl an Aspekten entstand der Bedarf und die Notwendigkeit, dass sich die Stadt Bozen und das Land in regelmäßigen Abständen treffen, um ihre Entscheidungen auf politischer und auf Verwaltungsebene abzustimmen, um Verkehrsprobleme rund um das Krankenhaus zu analysieren und gemeinsam Lösungen zu erarbeiten, um sich gegenseitig über die ständige Weiterentwicklung der Einrichtungen, die um das Krankenhaus herum entstehen, zu informieren, und um sich über Probleme auszutauschen, die eine so zentrale Einrichtung wie das Landeskrankenhaus, das berechtigterweise als „Stadt in der Stadt“ bezeichnet werden kann, mit sich bringt.

Es wurde dann auch über ein Thema gesprochen, das vor allem die Bürgerinnen und Bürger betrifft, und zwar die Patientenverfügung. Es wurde betont, dass es wichtig ist, die Bevölkerung über diese Möglichkeit aufzuklären. Die Patientenverfügung kann in der Gemeinde hinterlegt werden, in der die Person ansässig ist, oder bei einem Notar oder in einer anderen Form, wie sie das geltende Gesetz vorsieht. Die Stadtgemeinde Bozen kann daher keine Patientenverfügungen von Personen entgegennehmen, die in einer anderen Gemeinde ansässig sind. Es sei daher wichtig, dass alle Gemeinden ihre Bürgerinnen und Bürger darüber aufklären.

“Das heutige Treffen war sehr wichtig, denn damit beginnt eine engere Zusammenarbeit zwischen der Stadtgemeinde Bozen und dem Landesgesundheitsdienst.“ erklärte

Bürgermeister Corrarati. „Das Krankenhaus von Bozen ist nicht nur das Krankenhaus der Boznerinnen und Bozner, sondern es ist das Krankenhaus für alle Menschen in Südtirol. Es ist daher verständlich, dass eine so große und umfassende Gesundheitseinrichtungen auch Auswirkungen auf die Stadt hat, in der sie angesiedelt ist, vor allem auf die Mobilität und den Verkehr sowie auf die Städteplanung. Daher haben wir die Aussprache mit dem Land gesucht und regelmäßige Treffen vorgeschlagen. Wir wollen nicht nur einzelne Probleme, die akut geworden sind, besprechen, sondern gemeinsam analysieren und planen.“

„Die Entscheidung, dass wir uns in regelmäßigen Abständen treffen, ist sehr wichtig, denn sie ermöglicht es uns, im ständigen Austausch zu bleiben, sodass wir Probleme schnell erkennen und gemeinsam lösen können, wir begleiten gemeinsam die Entwicklung des Krankenhauses und des Gesundheitswesens. Und wir können auch die Beschwerden und Anregungen besprechen, die Bürgerinnen und Bürger über den Beschwerdeschalter oder bei anderen Gelegenheiten an uns herantragen.“

Was die Patientenverfügung anbelangt, sagte Bürgermeister Claudio Corrarati, dass er dieses Thema mit dem Gemeindenverband besprechen wird, denn es besteht noch Informationsbedarf. „Jede Bürgerin und jeder Bürger soll von der Möglichkeit Gebrauch machen können, die Patientenverfügung zu hinterlegen. Das ist nur in der Wohnsitzgemeinde möglich. So sieht es das Gesetz vor. Es ist notwendig, dass alle Gemeinden ihre Bevölkerung über diese Möglichkeit aufklären, damit es nicht mehr vorkommt, dass die Bürgerinnen und Bürger meinen, dass sie ihre Patientenverfügung bei der Gemeinde Bozen hinterlegen können. Das ist rechtlich nicht möglich. Nur die eigene Wohnsitzgemeinde kann die Patientenverfügung entgegennehmen und verwahren.“

Landesrat Hubert Messner zeigte sich zufrieden mit den Ergebnissen des ersten Treffens und betonte, dass regelmäßige Gespräche zwischen der Landes- und der Gemeindeverwaltung wichtig für die Entwicklung des Südtiroler Sanitätswesens sind und dass man gemeinsame Entscheidungen hinsichtlich Organisation, Infrastrukturen und Dienstleistungen, die das Landeskrankenhaus in Bozen betreffen, anstreben wird. (mp/mm)

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Letzter Veröffentlichungstag

29.07.2028

Ultimo aggiornamento

Letzte Änderung: 29.07.2026 16:57

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