Gerichtsgebäude: Bürgermeister Corrarati spricht den Betroffenen die Solidarität der gesamten Stadt aus

Die Sicherung des Justizgebäudes hat in diesen Stunden absoluten Vorrang. Die Stadt wird jedoch alles daransetzen, um einen raschen Wiederaufbau zu ermöglichen.
Veröffentlichungsdatum:

16.07.2026

Themen

Kategorie

  • Pressemitteilung
© mp - Creative Commons Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)

Beschreibung

Nach dem Einsturz des Bozner Gerichtsgebäudes überbrachte Bürgermeister Corrarati den Justizbehörden heute die Solidarität der gesamten Stadtgemeinschaft. „Der Schock über den Einsturz des Justizgebäudes sitzt tief und hat in der Stadt große Bestürzung ausgelöst,“ so Corrarati heute Morgen am Rande der Pressekonferenz am Gerichtsplatz, wo nach dem schweren Einsturz eine Lagebesprechung stattfand.

Der Einsturz ereignete sich gegen 6.20. Um 6:24 Uhr wurden die Ordnungskräfte alarmiert. Bei dem Einsturz wurde vor allem der mittlere Teil Gebäudes beschädigt. Betroffen sind die Räume des Schwurgerichts und die vier darüber liegenden Stockwerke. Im Inneren des Gerichtsgebäudes, in dem rund 150 Personen arbeiten, befanden sich zum Zeitpunkt des Vorfalls sechs Reinigungskräfte, von denen eine leichte Schürfwunden erlitt. Die anderen blieben unverletzt. Derzeit waren am Gebäude Maßnahmen zur statischen Sicherung im Gange.

„Es sind bereits Beratungen mit den Verantwortlichen des Landes und des Regierungskommissariats im Gange, um Ausweichräume zu finden, damit die Arbeit der Justiz weitergehen kann. Zunächst aber müssen wir genau verstehen, wie sich dieser Einsturz auf das restliche Gebäude und auf die umliegenden Bereiche auswirkt, um eine endgültige Entscheidung treffen zu können. In den nächsten Stunden werden wir mehr Klarheit haben,“ erklärte der Bürgermeister.

„Es ist uns wichtig, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und den Verantwortlichen zur Seite zu stehen. Glücklicherweise gab es keine Todesopfer und auch keine Schwerverletzten zu beklagen. Allerdings kam am heutigen Tag die Justiz – eine tragende Säule unseres Landes - zum Stillstand. Umso wichtiger ist es, schnell wirksame Antworten zu geben.“

Derzeit sind die Fachleute damit beschäftigt zu klären, ob Teile des Justizgebäudes weiterhin genutzt werden können und welche Maßnahmen in den kommenden Wochen erforderlich sein werden. Erst dann wird man verlässlich beurteilen können, ob und wie der Gerichtsplatz künftig genutzt werden kann.

„Es ist noch zu früh, über einen Wiederaufbau zu sprechen: In diesem Moment geht es darum, alles zu tun, um in einer gemeinsamen Anstrengung und mit großem Verantwortungsbewusstsein die Notlage in den Griff zu bekommen,“ betonte der Bürgermeister, der sich abschließend bei allen Einsatzkräften vor Ort für ihre Arbeit bedankte. „Wir stehen vor großen Herausforderungen, die wir nur gemeinsam bewältigen können: das Land, die Stadt, das Regierungskommissariat, die Justizorgane und die Einsatzkräfte. Bereits in den ersten Stunden nach dem Einsturz hat sich gezeigt, dass alle zuständigen Stellen vorbildhaft zusammenarbeiten und eine echte Einheit bilden.“ (mp/ct)

Bilder

Weitere Informationen

Letzter Veröffentlichungstag

16.07.2028

Ultimo aggiornamento

Letzte Änderung: 16.07.2026 17:07

Sito web e servizi digitali OpenCity Italia · Zugriff auf Site-Editoren