Beschreibung
Das Assessorat für Öffentliche Arbeiten der Stadtgemeinde Bozen teilt mit, dass die außerordentlichen Instandhaltungsarbeiten und die Generalsanierung der Mittelschule „Ada Negri“ in der Drusustraße 289 in Bozen abgeschlossen worden sind. Das Schulgebäude ist Eigentum der Stadt Bozen und wurde Ende der 1970er Jahre errichtet. Es erstreckt sich über vier Stockwerke und bietet Platz für 6 Klassenzüge mit 440 Schülerinnen und Schüler. Das Schulgelände umfasst 9.000m², das Schulgebäude wurde von 24.000 m³ auf 39.729 m³ aufgestockt. Die neu entstandene Kubatur umfasst 15.597 m³.
Ein wichtiger Eingriff war der Abriss der alten Turnhalle und die Errichtung einer neuen Dreifachturnhalle mit einer Fläche von 1.782 m², einem Spielfeld mit einer Größe von 45 x 26 m und Zuschauertribünen mit 480 Sitzplätzen. Die neue Turnhalle ist 9 m hoch und wird von einem sogenannten Campus abgeschlossen, der auf der Decke der Turnhalle mit Holzträgern errichtet wurde. Es wurden auch Dachgauben eingebaut, um möglichst viel Tageslicht in die Turnhalle zu bringen.
Die Eingriffe kurz zusammengefasst: Energetische Sanierung des Gebäudes und der Fassaden; Neuverteilung der Flächen im Schulgebäude vom Erdgeschoss bis zum letzten Stockwerk; Beseitigung der architektonischen Barrieren; Erweiterung des Schulgebäudes für zwei neue Klassenzüge (Campus über der Turnhalle); Erweiterung der Mensa und Aufstockung der Mensaplätze auf 220; Sanierung der Mensaküche; Errichtung einer neuen Aula Magna und eines neuen Eingangsbereiches; neue Technikräume, neue Böden; begrüntes Dach und Neugestaltung der Außenflächen der Schule. Die Anlagen wurden alle auf den neuesten technischen Stand gebracht und an die geltenden Sicherheitsbestimmungen angepasst.
Die Bauarbeiten dauerten 949 Tage, voraussichtliches Bauende ist September 2025. Die Gesamtkosten belaufen sich auf ca. 38,4 Mio. Euro, inklusive Arbeiten, Einrichtung und zur Verfügung stehende Beträge (Preissteigerungen, Mehrwertsteuer, Übersiedelungen, Unvorhergesehenes, Anschlüsse an die Versorgungsinfrastruktur). 27.045.000,00 Euro werden durch Landesbeiträge finanziert (L.G. 27/75) und 9.36.959,77 Euro hat das Ministerium für Infrastrukturen und Transportwesen als Beitrag für die Preissteigerungen bei den Materialien gewährt.
„Der heutige Tag ist ein Freudentag für unsere Stadt“, betonte Bürgermeister Corrarati, „denn diese Schule wurde nicht nur umgebaut und erweitert, sondern auch neu konzipiert und modern interpretiert, mit einem Auge auf das gesamte Stadtviertel. Die neuen Räume erlauben eine flexiblere Lerngestaltung und bieten außerdem zusätzliche Sportmöglichkeiten sowie mehr Raum für die Vereine. Hier wurde also nicht nur eine Schule umgebaut, sondern ein Vorbild für weitere Schulmodernisierungen geschaffen, die in den kommenden Jahren anstehen und die aus Bildungseinrichtungen Begegnungsorte machen, für die Schülerinnen und Schüler, aber auch für die gesamte Stadtgemeinschaft.“
Vizebürgermeister Konder und Schulstadträtin Ramoser verwiesen auf die modernen, einladenden und funktionalen Räume. „Es wurde eine motivierende Lernumgebung geschaffen, die die Schülerinnen und Schüler dazu anregt, ihre Fähigkeiten zu entdecken und weiterzuentwickeln.“
Wie bereits zuvor der Bürgermeister nahm auch der italienische Schullandesrat Marco Galateo die Einweihungsfeier zum Anlass, den Schülerinnen und Schülern zu danken, die während der Umbauarbeiten zwei Jahre lang in der Containerschule in der Nähe des Drususstadions den Unterricht besuchten. „Ich wünsche den Schülerinnen und Schülern wie auch allen Lehrkräften einen guten Schulstart in ihrer neuen Schule, in der man schon heute einen mitreißenden, frischen Schwung spürt, obwohl das neue Schuljahr noch gar nicht begonnen hat.“
Der Dank der Anwesenden galt auch all jenen, die dazu beigetragen haben, dass der Umbau und die Erweiterung der Schule erfolgreich über die Bühne gehen konnte: den Verantwortlichen des Ressorts für öffentliches Bauen der Stadt Bozen, insbesondere dem Abteilungsdirektor Arch. Sergio Berantelli, der Direktorin des Amtes für Schulbau Ing. Donatella Batelli und dem Projektverantwortlichen Geometer Stefano Panu Careddu, sowie den Planungs- und Sicherheitsbeauftragten, der Bauleitung und allen beteiligten Unternehmen und Handwerkern.
Die wichtigsten Projektphasen:
Phase 1 – Errichtung der neuen Turnhalle und der Containerschule „Ex Drusetto“ (November 2022)
Phase 2 – Umzug der Schülerinnen und Schüler in die Containerschule und Beginn der Sanierung des Hauptgebäudes und der Außenflächen (2023 – Mai 2025);
Phase 3 – Übersiedelung des Schulbetriebes in die sanierte Schule (Juli – August 2025).
Die neue Flächenverteilung:
· Untergeschoss: Technikräume, 5 Räume für Vereine, Laborräume, Toiletten;
· Erdgeschoss: Mensa, Küche, Büros und Eingangsbereich;
· 1. und 2. Stock: Klassenzimmer, Laborräume und Bibliothek;
· 2. Stock Campus: Räume für Kunst-, Naturkunde-, Sprachen- und Technikunterricht;
· Untergeschoss Turnhalle: Dreifachturnhalle, Umkleideräume und Technikräume;
· Erdgeschoss Turnhalle: Eingang, Foyer, Tribünen und 3 Toiletten.
Nach der Generalsanierung präsentiert sich die Mittelschule „Ada Negri“ als eine moderne Schule in einem architektonisch ansprechenden Gebäude. Die Räumlichkeiten der neuen Schule sind modern und entsprechen den heutigen didaktischen Anforderungen.