Beschreibung
Vor einigen Tagen übergab Michael Staffler, der Obmann des Ortsbauernrates Bozen im Südtiroler Bauernbund, Bürgermeister Claudio Corrarati und Vizebürgermeister Stephan Konder das Positionspapier des Ortsbauernrates zum Gemeindeentwicklungsplan.
Die Landwirtschaft dürfe in der künftigen Gemeindeentwicklung nicht weiter unter Druck geraten, so der Ortsbauernrat in seinem Positionspapier. In den vergangenen Jahren seien landwirtschaftliche Flächen zunehmend durch Siedlungserweiterungen und infrastrukturelle Maßnahmen beansprucht worden. Diese Entwicklung müsse gestoppt werden.
„Wenn wir es mit der Nachhaltigkeit, der regionalen Versorgung und dem Schutz unserer Kulturlandschaft ernst meinen, dann braucht es klare Siedlungsgrenzen. Wachstum darf nicht weiter auf Kosten wertvoller Böden erfolgen“, betonte Michael Staffler.
Der Ortsbauernrat fordere daher eine verbindliche Festlegung der Siedlungsgrenzen sowie eine konsequente Priorisierung des Ausbaus nach innen. Bauliche Nachverdichtung, Nachnutzung bestehender Flächen und eine effiziente Raumplanung müssten Vorrang vor dem Verbrauch neuer Flächen im Grünraum haben. Eine weitere Zersiedelung sei weder ökologisch noch langfristig wirtschaftlich vertretbar.
Als wesentlich bezeichnete der Ortsbauernrat den Beitrag der bäuerlichen Betriebe für die Landschaftspflege, den Erosionsschutz und den Erhalt des charakteristischen Landschaftsbilds rund um Bozen. „Unsere Kulturlandschaft entsteht nicht von selbst; sie ist das Ergebnis harter Arbeit. Wer diese Landschaft erhalten will, muss die landwirtschaftlichen Flächen schützen und unseren Betrieben Zukunftsperspektiven geben“, so Staffler. Dies solle im Gemeindeentwicklungsplan klar und verbindlich verankert werden. Eine nachhaltige Stadtentwicklung könne nur gelingen, wenn Stadtwachstum verantwortungsvoll gesteuert und die Landwirtschaft als gleichwertiger Partner anerkannt werde, so der Ortsbauernrat.