Beschreibung
Am 10. Februar 1947 wurde in Paris der Friedensvertrag unterzeichnet. Der 10. Februar wurde daher zum Tag der Erinnerung an die Flucht und Vertreibung der italienischsprachigen Bevölkerung aus Istrien und Dalmatien ernannt, und heute Vormittag hat in Bozen auf der Quireiner Wassermauer eine offizielle Gedenkfeier stattgefunden. Anwesend waren der Bürgermeister von Bozen, Renzo Caramaschi, Vizebürgermeister Stephan Konder, Mitglieder des Stadtrates und des Gemeinderates, Regierungskommissar Vito Cusumano, Vertreterinnen und Vertreter aus der Politik, von Zivil- und Militärbehörden, von Veteranen- und Frontkämpfervereinen, des ANPI und des Vereines „Venezia Giulia e Dalmazia“ mit Präsident Giovanni Ivan Benussi.
Der heutige Gedenktag steht im Zeichen der Erinnerung an die Flucht und Vertreibung der italienischsprachigen Bevölkerung aus Istrien und Dalmatien und an die Opfer der Foibe.
Bürgermeister Caramaschi hat in seiner Ansprache vor allem der menschlichen Tragödien gedacht, die die italienischsprachige Bevölkerung in Istrien und Dalmatien zwischen 1943 und 1947 durchlitten hat, aber auch den wertvollen Beitrag, den die nach Bozen geflüchteten Menschen und Familien für die Stadt geleistet haben. „Nie vergessen, mai dimenticare“, betonte der Bürgermeister. „Kriege, Blut vergießen, Hass und Gewalt müssen aufhören. Es gibt keine Rechtfertigung, keine Ideologie, keine ethnischen oder religiösen Unterschiede, die solch barbarische Handlungen gegen einen Mitmenschen rechtfertigen. Die Menschenwürde wurde mit Füßen getreten, und Tausende Menschen wurden in die Tiefe und in den Tod gestoßen. Diese schrecklichen Taten dürfen sich nicht mehr wiederholen. Nie, nie wieder.“ betonte Caramaschi.
Vor der Gedenkfeier beim Denkmal auf der Talferpromenade haben Bürgermeister Caramaschi und die Präsidentin des Stadtviertelrates, Francesca Fiori, Blumen am Denkmal für Norma Cossetto niedergelegt, das sich in der nach ihr benannten Passage zwischen der Gutenbergstraße und dem Neubruchweg befindet.