Gedenkfeier für die Geschwister Hans und Sophie Scholl und die Mitglieder der “Weißen Rose”

Die Studierenden wurden 1943 in München von den Nazis hingerichtet
Veröffentlichungsdatum:

22.02.2023

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Beschreibung

Auf dem kleinen Platz nahe der Rombrücke, der nach Hans und Sophie Scholl benannt ist, fand heute Vormittag eine Gedenkfeier für die zwei jungen Studenten und die anderen Mitglieder der Widerstandsbewegung „Die weiße Rose“ statt. Der Bürgermeister von Bozen, Renzo Caramaschi, Regierungskommissar Vito Cusumano, Vertreter/innen des Partisanenvereins ANPI und sein Präsident Guido Margheri, Vertreter/innen von Behörden, der Vereine der Frontkämpfer, der Südtiroler Hochschülerschaft und Studierende der Fakultät für Design der Freien Universität Bozen legten Blumen nieder, vor allem weiße Rosen, als Symbol für den Kampf für Freiheit, Frieden, Demokratie und Menschlichkeit.

„Jedes Jahr versammeln wir uns hier am 22. Februar an dieser Gedenkstätte, um der zwei jungen Studenten der Weißen Rose zu gedenken. Sie wurden gefangen genommen, in einem kurzen Prozess zum Tode verurteilt und hingerichtet.“ sagte Bürgermeister Caramaschi. „Das Dritte Reich fürchtete sich vor ein paar Flugblättern, die diese Studenten verfasst hatten und auf denen sie auf die Gefahr aufmerksam machten, dass der Krieg ihr Land zerstören würde, dass es ein Recht auf Frieden gab und dass Demokratie der einzige Ausweg war. Mit Bedauern muss ich feststellen, dass wir auch heute eine negative Entwicklung beobachten, der vielleicht nicht genug Aufmerksamkeit geschenkt wird. Vor ein paar Tagen wurde der Matteottiplatz bereits zum zweiten Mal mit Parolen beschmiert, und in der vergangenen Nacht wurde eine Gedenktafel aus der Verankerung gerissen, die an eine junge Frau aus Bozen erinnert, die Opfer eines Femizids geworden ist. Alles was Zivilisation ist, ist Erinnerung an Massaker.“ sagte Caramaschi weiter. „Alles, worauf unsere Demokratie aufbaut, wird auf diese Weise in Frage gestellt. Episoden von Nazifaschismus tauchen immer wieder auf. Italien und Deutschland haben es damals gewagt, die Überlegenheit einer Rasse mit dem Gesetz zu verankern. Nun besteht die Sorge, dass diese Vorkommnisse, die das genaue Gegenteil davon sind, was intelligente Menschen normalerweise tun, dazu führen könnten, dass jemand erklärt, dass er seinen Mitmenschen überlegen ist. Diese Personen sollten den Mut haben, sich öffentlich der Diskussion zu stellen, und sie sollten sich schämen. Das ist der Grund, warum wir heute hier der Geschwister Scholl gedenken, und warum dieser Gedenktag von so großer Bedeutung ist.“ sagte Caramschi abschließend.

Bürgermeister Caramaschi erläuterte im Anschluss kurz das Projekt, das die Stadt Bozen gemeinsam mit der Freien Universität Bozen vorantreibt. Die Studierenden der Fakultät für Design haben den Auftrag, eine Gedenkstätte für die Mitglieder der Weißen Rose zu entwerfen. Die Gedenkstätte soll beim Gedenktag im kommenden Jahr auf dem Hans-und-Sophie-Scholl feierlich eingeweiht werden.

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Ultimo aggiornamento

Letzte Änderung: 10.01.2025 09:30

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