Gedenkfeier für Giannantonio Manci heute Vormittag am IV.-November-Platz in Bozen

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Veröffentlichungsdatum:

07.07.2025

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Heute Vormittag fand am IV.-November-Platz in Bozen eine Gedenkfeier anlässlich des 81. Todestages von Giannantonio Manci statt. Anwesend waren Vertreter der Zivil- und Militärbehörden und aus der Politik.

Giannantonio Manci wurde 1901 in Trient geboren und verstarb am 6. Juli 1944 in Bozen. Er war von den Nationalsozialisten verhaftet worden, und um unter der Folter keine Geheimnisse preiszugeben, stürzte er sich während eines Verhörs aus einem Fenster des Gebäudes des Armeekorps am IV.-November-Platz. Aus diesem Anlass gedenkt die Stadt Bozen jedes Jahr hier an dieser Stelle des Trienter Widerstandskämpfers, dem posthum die goldene Medaille für besondere militärische Verdienste verliehen worden war. Durch seine selbstlose Handlung bewahrte Manci die Widerstandsbewegungen in Trient und Bozen vor ihrem Zusammenbruch.

Bürgermeister Claudio Corrarati betonte in seiner Rede, dass Giannantonio Manci auch heute noch ein Beispiel für Standhaftigkeit und Gerechtigkeit sei. Das Gedenken an die Widerstandskämpfer zeige uns auch, dass es auch unter schwierigsten Bedingungen möglich sei, an Idealen festzuhalten und für die Freiheit und die Würde des Menschen zu kämpfen, vor allem in einer Gesellschaft, in der der Individualismus immer stärker wird, sagte der Bürgermeister. Die Erinnerung an den Widerstand und seine Verfechter diene auch dazu, die Werte der Gemeinschaft, der Solidarität und der Zivilcourage wach zu halten. Denn dabei handle es sich um grundlegende Werte unserer Gesellschaft, die häufig Gefahr liefen, an den Rand gedrängt zu werden. Das Handeln der Widerstandskämpfer solle uns Mahnung sein, für Freiheit, Gerechtigkeit und die Rechte aller zu kämpfen. Es stärke das Zugehörigkeitsgefühl und die Verantwortung der Gemeinschaft, so Bürgermeister Corrarati abschließend.

Der Bürgermeister dankte vor allem Mancis Tochter Giovanna, die heute mit ihrer Familie bei der Gedenkfeier anwesend war. Denn vor allem den Enkeln und den jungen Menschen müsse man das Wissen um die Vergangenheit weitergeben, damit auch sie dazu beitragen, dass Ereignisse dieser Art nicht in Vergessenheit geraten. Durch sie sei eine solidarische Zukunft möglich, erklärte der Bürgermeister. Die Stadt Bozen möchte künftig ihre Rolle als Stadt der Erinnerung weiter ausbauen. Erinnerung und Gedenken seien vor allem für die Jugend wichtig, um aktiv und mit Verantwortungsbewusstsein Wichtiges aus der Vergangenheit zu erfahren und die gewonnenen Erkenntnisse zum Wohle unserer Gesellschaft einzusetzen, so der Bürgermeister.

Der Präsident der lokalen Sektion der Partisanenvereinigung Anpi, Guido Margheri, und der Kommandant der Alpinitruppen, Michele Risi erinnerten in ihren Ansprachen an die Werte der Demokratie, für die sich Giannantonio Manci eingesetzt hatte, und betonten, dass es sich um Werte handle, die es jeden Tag zu verteidigen gelte.

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Ultimo aggiornamento

Letzte Änderung: 07.07.2025 17:31

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