Beschreibung
Heute jährt sich zum 78. Mal der Todestag von Josef Mayr Nusser, der am 24. Februar 1945 im Alter von 35 Jahren auf dem Weg ins Konzentrationslager Dachau starb, nachdem der aus Gewissensgründen den Eid auf den Führer, die SS und das nationalsozialistische Regime verweigert hatte.
Heute fand am Nusserhof in Kampill eine Gedenkfeier zu Ehren von Josef Mayr Nusser statt. Vertreter der Stadt Bozen und der staatlichen Behörden sowie eine Delegation der Partisanenvereinigung ANPI und der Veteranenverbände legten an der Gedenktafel Blumen für den „einsamen Helden“ nieder. Bürgermeister Caramaschi und Vizebürgermeister Walcher erinnerten an die innere Haltung und die menschliche Größe Josef Mayr Nussers. Obwohl er wusste, welche Folgen es für ihn haben würde, weigerte er sich, den Treueschwur auf das NS-Regime zu leisten. Er wurde zum Tode verurteilt und sollte in der Folge in Dachau erschossen werden. Wenige Monate vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges starb Mayr Nusser auf dem Weg dort hin in einem Viehwaggon am Güterbahnhof in Erlangen.
Diese Zivilcourage, die Werte und die Selbstlosigkeit Mayr Nussers sollten uns auch heute Beispiel sein, betonten Caramaschi und Walcher einhellig. Mit Mayr Nusser verbinde man nicht nur seinen tiefen Glauben, sondern auch seine politische und moralische Haltung, seinen Mut und seinen Kampf für das Leben, die Demokratie, den gegenseitiger Respekt, Gewaltlosigkeit, Toleranz und Brüderlichkeit. Diese Werte, die das Leben und Wirken von Josef Mayr-Nusser prägten, seien heute, am ersten Jahrestag des russischen Einmarsches in die Ukraine und in Zeiten bedrohlichen Säbelrasselns, aktueller den je. Auch ANPI-Präsident Guido Margheri und Simon Klotzner, der Sprecher von Südtirols Katholischer Jugend, gedachten in einer kurzen Ansprache des Wirkens von Josef Mayr Nusser.
Seit einigen Jahren besteht eine Städtepartnerschaft zwischen der Stadt Bozen und der Stadt Erlangen, die durch das Schicksal von Josef Mayr Nusser unweigerlich miteinander verbunden sind.
Gedenkfeier für Josef Mayr Nusser beim Nusserhof
Heute Vormittag fand neben dem Eingangstor zum Nusserhof eine Gedenkfeier für Josef Mayr Nusser statt, der Vertreter der Stadt Bozen und anderer Börden, der Sektion Bozen der italienischen Partisanenvereinigung ANPI und Soldaten- und Veteranenvereinigungen beiwohnten. An der Gedenktafel wurden Blumen niedergelegt für den „einsamen Helden Josef Mayr Nusser“, der sich aus Gewissensgründen weigerte, den Schwur auf die SS und das NS-Regime zu leisten. Der Bürgermeister von Bozen, Renzo Caramaschi, und Vizebürgermeister Luis Walcher zeichneten ein kurzes Porträt des Bozner Ehrenbürgers Mayr Nusser, der am 24. Februar 1945 im Alter von 35 Jahren auf dem Weg in das Konzentrationslager von Dachau gestorben ist.
Mit Mayr Nusser verbindet man nicht nur den tiefen Glauben, sondern auch seinen Mut und sein Kampf für das Leben. Demokratie, gegenseitiger Respekt, Gewaltlosigkeit, Toleranz, Zusammenarbeit, Brüderlichkeit zwischen den Menschen: Alle diese Werte sind eng mit dem Leben und Handeln von Josef Mayr-Nusser verbunden. Und diese Werte sind heutzutage richtungweisender denn je. Auch der Präsident der Bozner Sektion des ANPI, Guido Margheri, und der Sprecher der Katholischen Jugend Südtirol, Simon Klotzner, haben Mayr Nusser in einer kurzen Ansprache geehrt.
Nachdem Südtirol der Operationszone Alpenvorland angegliedert worden war, wurde Josef Mayr Nusser zum Militärdienst bei den SS eingezogen. Er musste nach Konitz in Deutschland in ein Ausbildungslager, wo er sich trotz des Anratens von Kameraden und Ausbildern weigerte, den SS-Eid abzulegen. Er wurde gefangen genommen, und starb am 24. Februar 1945 nahe Erlangen an Auszehrung in einem Viehwagon, der ihn in das Konzentrationslager von Dachau transportieren sollte. Bozen und Erlangen sind seit einigen Jahren in dem gemeinsamen Gedenken an Josef Mayr Nusser in einer Städtepartnerschaft verbunden.