Flüchtlingsaufnahme: Familien werden künftig gemeinsam untergebracht

In der Aufnahmeeinrichtung in der Pacinottistraße können Familien künftig gemeinsam untergebracht werden. Bisher wohnten die Frauen und Kinder getrennt von den Ehemännern und Vätern in Hotelzimmern. Die neue Lösung soll den Familien mehr Stabilität bieten und eine angemessene Unterbringung ermöglichen.
Veröffentlichungsdatum:

13.01.2026

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Heute Vormittag kündigte Bozens Sozialstadträtin Patrizia Brillo im Rahmen einer Pressekonferenz im Hotel Asterix am Mazziniplatz die Verlegung der Flüchtlingsfamilien – es handelt sich um Frauen und ihre minderjährigen Kinder - vom Hotel Asterix, wo sie bisher untergebracht waren, in die Aufnahmeeinrichtung in der Pacinottistraße.

Im ehemaligen Inpdap-Gebäude können die Familien gemeinsam wohnen. Bisher wurden die Familien getrennt untergebracht, die Männer in einer Aufnahmeeinrichtung, die Mütter mit minderjährigen Kindern im Hotel. Diese gemeinsame Unterbringung soll den Familien mehr Stabilität und Halt geben.

Stadträtin Brillo dankte der Hotelleitung für die Hilfsbereitschaft und die Unterstützung, die sie über viele Monate gewährt hat. Nun sei es jedoch an der Zeit, dass das Hotel wieder in vollem Umfang ihrer gastgewerblichen Tätigkeit nachgehen könne.

„Die Unterbringung in Hotelzimmern war eine in dieser außergewöhnlichen Situation die einzige Lösung“, erklärte Stadträtin Brillo. „Nun ist es jedoch an der Zeit, dauerhafte Lösungen zu finden, damit die von uns aufgenommenen Geflüchteten unter würdigen Umständen leben und vor allem einen echten Integrationsprozess beginnen können.“

Derzeit sind noch etwa 140 Frauen und Minderjährige in Hotelzimmern im Stadtgebiet untergebracht. Im Juli waren es noch rund 200. Es handelt sich um etwa fünfzig Familien mit achtzig minderjährigen Kindern. Die Zahl der in Hotels untergebrachten Personen wird sich künftig jedoch schrittweise verringern. Ab Juni werden rund 96 Familien auf andere Südtiroler Gemeinden verteilt. Dieses dezentrale Unterbringungsmodell sieht vor, dass jede Gemeinde eine Familie aufnimmt. Dadurch können die Familien zusammenbleiben und sich aufgrund der klein strukturierte Lebensrealitäten besser in die Gemeinschaft integrieren, was auch die beruflichen und schulischen Perspektiven verbessert.

„Die dezentrale Unterbringung von geflüchteten Familien ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung,“, so die Sozialstadträtin weiter. „Sie gibt den Familien die Möglichkeit, sich vor Ort in die Gemeinschaft einzufügen, eine Arbeit zu finden und sich ein stabiles Leben aufzubauen, damit vor allem die Kinder eine gute Zukunft haben.“

Im Zuge der Pressekonferenz verwies Stadträtin Brillo außerdem darauf, dass Ende März das Programm für die Aufnahme von Beschäftigten ohne Unterkunft im ehemaligen Alimarket-Gebäude ausläuft. Dort werden derzeit 85 Personen beherbergt, die zwar einen Arbeitsplatz, aber keine Wohnung haben. Die Stadtverwaltung führt derzeit Gespräche mit den Arbeitgebern, um eine dauerhafte Lösung für diese Menschen zu finden, etwa durch die Schaffung von Gästeunterkünften oder andere geeignete Unterbringungsmöglichkeiten.

„Die Unterbringung im ehemaligen Alimarket-Gebäude in der Gobettistraße war eine Lösung auf Zeit, die nicht fortgeführt werden kann,“ so die Stadträtin. Dafür gebe es nicht nur wirtschaftliche Gründe – die Führung der Unterkunft für wohnungslose Arbeitnehmer habe in

den vergangenen zehn Monaten Kosten von rund einer Million Euro verursacht. „Wir wollen, dass diese Personen menschenwürdig leben können.“ (mp/ct)

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Letzter Veröffentlichungstag

13.01.2028

Ultimo aggiornamento

Letzte Änderung: 14.01.2026 16:00

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