Es war einmal die Alte Mülldeponie bei Schloss Sigmundskron

Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten 4 ha Grünfläche wiedergewonnen
Veröffentlichungsdatum:

02.08.2023

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Beschreibung

Von der alten Mülldeponie zu einer großen öffentlichen Grünfläche in toller Panoramalage bei Schloss Sigmundskron vor den Toren der Stadt: Die Arbeiten für die Sanierung und Sicherung der Altlasten der Mülldeponie bei Schloss Sigmundskron, auf der bis in die 1960er Jahre die Abfälle der Stadt hingebracht wurden, sind dieser Tage abgeschlossen worden. Heute Vormittag haben der Bürgermeister von Bozen, Renzo Caramaschi, die Stadträtin für Umwelt, Chiara Rabini und die zuständigen Fachleute die abgeschlossenen Sanierungsarbeiten vorgestellt. Die Kosten belaufen sich auf fast 8 Mio Euro, die zu einem großen Teil vom Land getragen werden.

Auf dem Areal der alten Deponie wurden folgende Arbeiten durchgeführt: Modellierung und Stabilisierung des Müllkörpers, Begrünung der Flächen und Pflanzung von Bäumen, Einkapselung der Abfälle (ca. 332.000 m3 gemischte anorganische Abfälle, Schuttmaterial von Gebäuden, die bei den Bombardierungen zerstört wurden, und Industrieabfälle), kontrollierte Ableitung des Regenwassers, Neuanlage der Tennisplätze, neue Wander-, Fußgänger- und Radwege, Verwirklichung einer öffentlichen Grünanlage mit Aussichtsfläche und zwei kleiner Teiche. Es wurde ein zweites Sammelbecken angelegt. In den Sammelbecken werden die Sickerwässer der Alten Deponie und der sogenannten neuen Deponie, die schon vor Jahren saniert worden ist, abgeleitet. Die alten Tennisplätze wurden abgetragen und neu angelegt.

Es ist eine 42.000 m² große Grünfläche entstanden, die zum Teil frei zugänglich ist, und zum Teil der Rettungshundestaffel “Dolomiten” und der Wildvögelpflegestation CRAB Bozen zur Verfügung gestellt wird. Es ist auch eine Vergrößerung der Sportzone geplant, z.B. sollen zwei Paddel-Plätze entstehen und ein weiterer Tennisplatz. 4.200 Bäume und Sträucher wurden gepflanzt, und im Septemer kommen ca. 50 hochstämmige Bäume hinzu.

„Die Stadt hat eine neue große Grünfläche bekommen, die ca. 4 ha groß ist.“ sagte Bürgermeister Caramaschi. „Die Älteren unter Ihnen werden sich sicher daran erinnern, dass es hier einmal eine Mülldeponie gegeben hat.“ In diesem Zusammenhang sagte Caramaschi, dass dank der Müllverbrennungsanlage in Bozen keine neuen Mülldeponien mehr entstehen werden. „In der Müllverbrennungsanlage werden nicht nur die Abfälle verbrannt, sondern es wird auch saubere Energie gewonnen, die in das Fernwärmenetz, das heute 55 km lang ist, eingespeist wird.“ erklärte Caramaschi weiter. „Vor allem im Winter hilft uns die Fernwärme, die CO2-Emissionen nieder zu halten, denn durch diese alternative Energiequelle reduzieren wir den CO2-Ausstoß um 30-35%. Und das ist wichtig für eine gute Luft.“

Die Sanierung der Alten Deponie bei Schloss Sigmundskron wurde vom Amt für Geologie, Zivilschutz und Energie der Stadtgemeinde Bozen unter der Leitung von Amtsdirektor Emanuele Sascor in Auftrag gegeben und begleitet. Die Arbeiten ausgeführt hat die Bietergemeinschaft der Firmen Mair Josef & Co. KG des Mair Klaus aus Stilfs, Lagorosso Soc. Cop. aus Ville D’Anaunia (TN) und Wipptaler Bau AG aus Brenner. Bauleiter war Ing. Martin Weiss vom Büroweiss und für den geologischen Teil zeichnete Geologe Lorenzo Cadrobbi von der Firma Geologia e Ambiente verantwortlich.

Anlage: Technisches Datenblatt

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Letzte Änderung: 09.06.2025 17:39

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