Enthüllung eines Wandgemäldes zu Ehren von Narges Mohammadi

Das Gemälde an der Grenzmauer der Mittelschule Ada Negri ist Teil der Initiative „Die Welt ist weiblich“
Veröffentlichungsdatum:

10.12.2024

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© Gemeinde Bozen - Creative Commons Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)

Beschreibung

Seit Kurzem ziert ein neues Wandgemälde die Grenzmauer der Mittelschule Ada Negri in der Drususstraße. Heute Vormittag enthüllte Bozens Kultur- und Gleichstellungsstadträtin Chiara Rabini gemeinsam mit den Verantwortlichen des Friedenszentrum, der Caritas Diözese Bozen-Brixen, der Alexander-Langer-Stiftung und des Vereins COOLtour das Wandgemälde, das in diesem Jahr der Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi gewidmet ist. Mit dem Gemälde will wollen die teilnehmenden Organisationen den Einsatz und den Kampf der iranischen Menschenrechtlerin für die Rechte und die Befreiung der Frauen im Iran und weltweit würdigen und ein Zeichen der Solidarität mit allen Frauen setzen, denen auch heute noch Freiheit und Menschenrechte verwehrt werden.

Das Wandgemälde, ein Werk des Künstlers Cristian Luccarini, fügt sich ein in eine Reihe von Kunstwerken ein, die bereits in den vergangenen Jahren für die Initiative „Die Welt ist weiblich“ an der Grenzmauer der Ada-Negri-Schule angebracht wurden. Die Wandgemälde, die für diese Initiative gestaltet werden, sollen die Umgebung der Schule verschönern, vor allem aber die Geschichten von Frauen erzählen und würdigen, die mit ihrem Kampf gegen geschlechtsspezifische Diskriminierung, gegen Gewalt und Ungleichbehandlung große Veränderungen angestoßen haben.

In diesem Jahr steht Narges Mohammadi, eine iranische Menschen- und Frauenrechtsaktivistin und Friedensnobelpreisträgerin, im Mittelpunkt der Initiative. Als ihr 2023 der Nobelpreis verliehen wurde, war Mohammadi nicht selbst anwesend, da sie wegen ihres Kampfes für Menschen- und Frauenrechte in Haft ist. Den Preis nahmen stattdessen ihre Kinder Ali und Kiana Rahmani entgegen, die vor Kurzem auch in Bozen zu Gast waren, um über ihre Mutter und deren Engagement sowie über den Stellenwert dieser Auszeichnung zu sprechen, die sinnbildlich auch für den Mut des iranischen Volkes steht. Bereits 2009 war Narges Mohammadi mit dem Internationalen Alexander-Langer-Preis ausgezeichnet worden.

Vor einiger Zeit haben wir damit begonnen, diesen Stadtbereich in einen Ort zu verwandeln, der ansehnlich und ansprechend ist und - was noch viel wichtiger ist - die Werte jener Frauen hochhält, die auf den Wandgemälden dargestellt sind. Das erste Wandbild war der aus Äthiopien stammenden und im Trentino ansässigen Unternehmerin Agitu Ideo Gudeta gewidmet, die im Dezember 2020 getötet wurde. Seitdem kommt jedes Jahr ein neues Wandbild dazu.

Das städtische Gleichstellungsressort unterstützt und begleitet die Initiative „Die Welt ist weiblich“, die mit verschiedenen Veranstaltungen und Aktionen einen Blick auf die Situation der Frauen auf allen Kontinenten wirft. Im Mittelpunkt steht dabei die Ungleichbehandlung der Geschlechter in den unterschiedlichen Gesellschaften sowie das Engagement herausragender Frauenpersönlichkeiten gegen Diskriminierung und für die Bürgerrechte. Jedes Jahr ist einem anderen Kontinent und einer Frauenpersönlichkeit, die dieses Engagement in besonderem Maße verkörpert, gewidmet. In diesem Jahr ist das die iranische Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi.

Bilder

Ultimo aggiornamento

Letzte Änderung: 09.06.2025 10:59

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