Ein Abend im Zeichen der iranischen Frauenkultur

Am Montag, dem 8. Juni, findet im Festsaal der Stadt Bozen eine Veranstaltung zur iranischen Frauenkultur zwischen Kunst, Bürgerrechten und den Herausforderungen des Alltags statt. Beginn ist um 18.00 Uhr.
Veröffentlichungsdatum:

04.06.2026

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Beschreibung

Das Friedenszentrum der Stadt Bozen veranstaltet am 8. Juni einen Diskussionsabend über die iranische Frauenkultur und ihre Ausdrucksformen sowie über die alltäglichen Herausforderungen und die Rolle der Frauen im heutigen Iran. Anhand von Erfahrungsberichten und Erzählungen von Kulturschaffenden und Menschenrechtsaktivistinnen wird die Menschenrechtssituation und der Kampf für die Freiheitsrechte erörtert und vertieft. Vor der Veranstaltung, die um 18 Uhr beginnt, befasst sich auch der Gemeinderat mit dem Thema.

Eine der Hauptpersonen des Abends ist die italienisch-iranische Menschenrechtsaktivistin und Schriftstellerin Pegah Moshir Pour. Ihre Bücher „La notte sopra Teheran“ und „La casa dimenticata“, in denen Themen wie Erinnerung, Identität und zivilgesellschaftliches Engagement zur Sprache kommen und ineinandergreifen, lassen tief blicken in das Leben der iranischen Frauen in die iranische Gesellschaft der heutigen Zeit.

Die bekannte Cellistin Leila Shirvani wird die Veranstaltung mit ihrem musikalischen Repertoire bereichern, das Musik und Identität miteinander verbinden. Geplant ist auch ein Videogespräch mit Kiana Rahmani, der Co-Vorsitzenden der Narges-Stiftung und Tochter von Narges Mohammadi, die 2023 für ihren Kampf für die Frauen im Iran und ihren Einsatz für Menschen- und Freiheitsrechte mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde. Seit Anfang Februar 2026 befindet sich Narges Mohammadi in Haft. Wegen „Verschwörung gegen die nationale Sicherheit“ war sie zu sechs Jahren und wegen „Propagandaaktivitäten gegen die Islamische Republik“ zu weiteren anderthalb Jahren Gefängnis verurteilt worden. Als Zusatzstrafe wurde nach dem Gefängnisaufenthalt eine zweijährige Verbannung in die entlegene iranische Wüstenstadt Khusf angeordnet. Darüber hinaus wurde sie mit einem zweijährigen Ausreiseverbot belegt. Wegen schwerwiegender gesundheitlicher Probleme wurde die Strafe vor wenigen Wochen gegen eine hohe Kaution vorübergehend ausgesetzt. Derzeit befindet sie sich Mohammadi in einem Teheraner Krankenhaus zur Behandlung.

Die Gastrednerinnen werfen einen unmittelbaren und menschlich beeindruckenden Blick auf Frauen, die sich für Gleichheit und Freiheit stark machen, und lassen das Publikum durch ihre sehr persönliche Perspektive daran teilhaben, wie sich Unterdrückung und Widerstand auf die Menschen im Iran auswirken.

Moderiert wird die Veranstaltung von der Journalistin Silvia Pagliuca, die durch den Abend und die anschließende Publikumsdiskussion führt. Mit dieser Veranstaltung zur Situation der Frauen im heutigen Iran, zu Fragen von Tradition, Wandel und kultureller Identität wollen die Organisatoren den interkulturellen Austausch fördern und das Publikum mitnehmen auf die Reise in ein komplexes, fragiles und sich ständig wandelndes Land, beschrieben aus der Sicht der iranischen Frauen, deren Blickwinkel wesentlich ist, um die Gegenwart und Zukunft des Landes zu verstehen.

Info https://events.gemeinde.bozen.it/agenda/event/70534?/switchlanguage/to/bolzano_ger_agenda/agenda/event/70534 

Dokumente

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Flyer (File pdf 4,05 MB)

Weitere Informationen

Letzter Veröffentlichungstag

04.06.2028

Ultimo aggiornamento

Letzte Änderung: 04.06.2026 16:16

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